In der Diözese Temeswar engagieren sich die Schwestern der Apostolischen Schönstatt-Bewegung / Säkularinstitut der Schönstätter Marienschwestern (ISSM) in verschiedenen pastoralen Bereichen, wie der Familien- und Jugendarbeit. Eine weitere Initiative der Schönstatt-Bewegung ist die Kampagne „Pilgernde Gottesmutter“ oder „Pilgerheiligtum“, die 1950 in Brasilien vom Diakon João Luiz Pozzobon (1904–1985), Mitglied der Schönstatt-Bewegung, Ehemann und Vater von sieben Kindern, ins Leben gerufen wurde. Über 35 Jahre hinweg, bis zu seinem Tod, legte er mehr als 140.000 km zurück, mit dem Bild der Dreimal Wunderbaren Mutter von Schönstatt (Mater Ter Admirabilis) auf der Schulter, und brachte es zu Familien, in Häuser, Krankenhäuser, Schulen und Gefängnisse. In all diesen Orten förderte er die Verbindung zu Maria und das gemeinsame Gebet, insbesondere den Rosenkranz. Für seine Treue und Ausdauer wurde Diakon Pozzobon am 20. Juni 2025 von Papst Leo XIV. zum Ehrwürdigen erklärt.
Diese Initiative des „Pilgerheiligtums“ wurde in der Diözese Temeswar von Sr. Beáta-Mária Horváth aufgenommen, die vor fast zehn Jahren die ersten Treffen organisierte. Heute gibt es in mehreren Pfarreien der Diözese Familiengruppen, die gemeinsam um das Heiligtum der Schönstätter Gottesmutter beten. Mehrere Familien und Gruppenverantwortliche trafen sich am Samstag, dem 16. August 2025, in der Domkirche zum hl. Georg, der römisch-katholischen Kathedrale von Temeswar, um an der Heiligen Messe teilzunehmen, die um 18:30 Uhr von S.E. Josef Csaba Pál Diözesanbischof zelebriert wurde, sowie an der Krönungszeremonie der Pilgerheiligtümer. Zu diesem Anlass war auch das Pilgerheiligtum Europas, bekannt als „Europa-Auxiliar“, im Dom präsent. Seit 2009 wird es durch die Länder des Kontinents getragen, um von Gläubigen verehrt zu werden. Das Bild der Gottesmutter ist in einem Holzrahmen eingefasst, der in seiner Form das Schönstatt-Heiligtum der Mater Ter Admirabilis nachbildet.
Zu Beginn der Heiligen Messe begrüßte der Diözesanbischof die Anwesenden und sagte: „Wir sind zusammen als Volk Mariens, Gläubige, die die Gottesmutter besonders lieben und verehren. Heute, wenn wir die Kronen der Pilgerheiligtümer segnen, bitten wir Gott um einen besonderen Segen, besonders für die Kranken.“ Die Heilige Messe wurde konzelebriert von Pfarrer Árpád Király, Erzdekan und Pfarrer von Arad-Schega, Pfarrer Zoltán Kocsik, Direktor des römisch-katholischen Lyzeums Gerhardinum, Pfarrer Simon Ciubotaru, Pfarrer von Temeswar VII. Freidorf, und P. Katunayakage Claude Sandaruwan Perera TOR, Kaplan der srilankischen Gemeinde in Rumänien. Die musikalische Gestaltung übernahmen Herr Krisztián Kelemen, Organist der Pfarrkirche Temeswar III. Elisabethstadt (Orgel), und Prof. Iustin Călin.
In seiner Predigt, gehalten auf Ungarisch und Rumänisch, sagte der Diözesanbischof: „Heute findet das Treffen der Träger und Hüter der Schönstatt-Marienheiligtümer statt. Diese kleinen Heiligtümer spiegeln eine tiefe Realität wider: die Gegenwart und das Wirken der Gottesmutter im Leben der Menschheit. Familien, die mit marianischer Spiritualität leben, bringen der Gesellschaft einen besonderen Segen. Heute sind die Angriffe gegen Christen viel subtiler als zur Zeit der Verfolgungen im antiken Rom. Oft erkennen wir die Gefahren um uns herum nicht. Durch Fernsehen und Internet wird die Zerstörung der Familie unter dem Vorwand scheinbar wissenschaftlicher und pragmatischer Argumente gefördert. In vielen Familien wird die Zeit für gemeinsames Gebet, Feier und Nähe immer knapper. Christliche Eltern mit marianischer Spiritualität versuchen, durch ihr eigenes Lebensbeispiel ihren Kindern innere Ausgeglichenheit zu vermitteln. Familiäre Wärme hilft Kindern, äußeren negativen Einflüssen zu widerstehen.“
Während der Heiligen Messe fand die Krönungszeremonie der Schönstatt-Pilgerheiligtümer statt. Die Anwesenden vereinten sich im Gebet und sprachen: „Jungfrau Maria, diese Krone gehört Dir. Nimm sie als Zeichen unserer Hingabe! Wir, Pilger der Hoffnung, bringen Dir die Anliegen unserer Herzen und bitten Dich: Herrsche in unseren Herzen und sei Königin unserer Seele, damit Deine Liebe uns durchdringt, uns führt und uns immer mehr mit Deinem Sohn vereint. Amen.“ Nachdem der Diözesanbischof die Kronen und Pilgerheiligtümer gesegnet hatte, die vor dem Seitenaltar des hl. Gerhard aufgestellt waren, krönten die Gruppenverantwortlichen die Bilder der Gottesmutter.
Zum Abschluss dankte Sr. Beáta-Mária Horváth, Schönstätter Marienschwester, S.E. Bischof Josef Csaba Pál sowie den konzelebrierenden Priestern für die Feier der Heiligen Messe. Sie dankte auch allen, die an der Organisation dieses schönen Festes beteiligt waren, und den Gläubigen, die sich im Gebet den Schwestern und Schönstatt-Gemeinschaften bei dieser liturgischen Feier angeschlossen haben.
Zum Schluss nahmen alle Anwesenden an einem gemeinsamen Mahl im Speisesaal des römisch-katholischen Gerhardinum-Lyzeums teil.

Pressestelle der Diözese Temeswar