Am fünften Tag der Gebetsoktav für die Einheit der Christen, am Donnerstag, dem 22. Januar, war die griechisch-katholische Pfarrkirche „Unsere Liebe Frau von Fatima“ in Reschitza Gastgeberin des ökumenischen Gebetsabends. Die Veranstaltung vereinte Seine Exzellenz Josef Csaba Pál, Bischof von Temeswar, Seine Exzellenz Ioan Călin Bot, Bischof der griechisch-katholischen Eparchie Lugosch, sowie Seine Exzellenz Lucian Mic, rumänisch-orthodoxer Bischof von Karansebesch. Anwesend waren außerdem Dekane/Protopopen und Priester der drei Konfessionen sowie Walther Sinn, Pfarrer der Gemeinde Semlak (Kreis Arad), als Vertreter der Evangelischen Kirche A. B. Im Banat. An der Feier nahmen auch Herr Ioan Dragomir, Präfekt des Kreises Karasch-Severin, Herr Ioan Popa, Bürgermeister der Stadt Reschitza, und Herr Erwin Josef Țigla, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen im Banater Bergland, teil. Die musikalische Gestaltung übernahm ein Priesterchor unter der Leitung von Kanzleidirektor Robert Trubiansky aus Lugosch.
Der ökumenische Gebetsabend wurde um 17 Uhr von S. E. Ioan Călin Bot, dem griechisch-katholischen Bischof von Lugosch, mit dem Gruß eröffnet: „Christus in unserer Mitte!“ – worauf die Gemeinde einmütig antwortete: „Er ist und wird sein!“ Der gastgebende Bischof stellte anschließend die Kirche vor und hob hervor, dass sich im Hof dieses Gotteshauses die Büste des seligen Märtyrerbischofs Valeriu Traian Frențiu befindet. „Diese Begegnungen werden immer natürlicher, und wir empfinden sie zunehmend als brüderlich“, betonte der Bischof von Lugosch.
Nach diesen einleitenden Worten beteten die Anwesenden den Akathistos für die Einheit der Christen, ein eigens für diesen Zweck verfasstes Gebet: „Wie Du, Herr Jesus, eins bist mit dem Vater, so gib uns, dass auch wir eins seien in Dir, damit die Welt glaube, dass Du uns gesandt hast.“
In seiner Predigt meditierte S. E. Lucian Mic, der orthodoxe Bischof von Karansebesch, über Vers 5 aus dem 4. Kapitel des Epheserbriefes: „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe.“ „Wir alle bekennen einen einzigen Herrn, Jesus Christus, den Sohn Gottes, der uns aus der Knechtschaft der Sünde und des Todes erlöst hat. Wir alle glauben an Ihn. Die Heilige Schrift und die Botschaft des heiligen Apostels Paulus gelten auch heute Abend. Wir können ihr nicht widersprechen, wir stehen nicht über der Schrift. Wir alle bekennen den christlichen Glauben. Wir wissen nicht, wie viele Christen es derzeit weltweit gibt – vielleicht mehr als drei Milliarden. Einige sind Katholiken und leben im Westen, andere sind Orthodoxe und leben im Osten, es gibt protestantische und neuprotestantische Kirchen. Es spielt keine Rolle, wo du geboren wurdest oder wo du lebst. Entscheidend ist, Christ zu sein und Jesus Christus zu bekennen.“
Seine Exzellenz Josef Csaba Pál, Bischof von Temeswar, erinnerte an das ökumenische Jugendtreffen, das am Vorabend stattgefunden hatte, und sagte: „Es waren Jugendliche aus fünf verschiedenen Kirchen anwesend, die gemeinsam gebetet und gesungen haben. Sie spürten keine Unterschiede zwischen den Kirchen; sie spürten, dass sie Gott lieben und untereinander Brüder sind. Diese Normalität haben wir viele Jahre auch hier in Reschitza erlebt, und diese Normalität müssen wir weiterleben. Gemeinsam tragen wir Verantwortung für die Jugendlichen, für die Kranken, für die Gesellschaft – deshalb sind wir heute hier zusammen.“
Die Feier endete mit dem Gebet „Vaterunser“ in rumänischer, ungarischer und deutscher Sprache, woraufhin die drei Bischöfe den Anwesenden den Segen spendeten.
Zum Abschluss überreichte Seine Exzellenz Ioan Călin Bot seinen Mitbrüdern symbolische Geschenke und dankte den Priestern und Gläubigen für ihre Teilnahme, ebenso Pfarrer Ovidiu Pop, dem Gastgeber der Veranstaltung, Protopop Ovidiu Cozmuța (Orawitza–Reschitza) und allen, die zur Organisation und würdigen Durchführung „dieses Abends der Gemeinschaft“ beigetragen haben.
Pressestelle der Diözese Temeswar














