Am Dienstag, den 2. Mai, fand am Nachmittag auf dem St. Georgs-Platz in Temeswar in Anwesenheit zahlreicher Jugendlicher die offizielle Eröffnung des Ökumenischen Jugendfestivals statt, das diese Woche bis zum 7. Mai läuft. Die Veranstaltung ist von der Ökumenischen Jugend-Initiativgruppe von Temeswar organisiert und wurde von Seiner Exzellenz Ioan Călin Bot, griechisch-katholischer Bischof, Administrator der Diözese Lugosch, Seiner Exzellenz Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, Initiator und Förderer dieses Festivals, Pfr. Dr. Zaharia Pereș, rumänisch-orthodoxer Protopope (Dechant) von Temeswar, Pfr. Răzvan Oprișa, griechisch-katholischer Distriktsvikar (Dechant) von Temeswar, Pfr. Sándor Demeter, Seelsorger der Reformierten Gemeninde in Temeswar Innere Stadt, Herr Ervin Weinberger, Vorbeter der jüdischen Gemeinde und von Frau Dr. Luciana Friedmann, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Temeswar eröffnet. Im Namen der Römisch-Katholischen Diözese Temeswar beteiligten sich auch Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, Domkapitular Nikola Lauš, Kanzleidirektor, Pfr. Péter Szabó, Seelsorger im Ruhestand und Domkapitular Zsolt Szilvágyi, Pastoralvikar. Im Namen der Zivilverwaltung wurde die Eröffnungszeremonie von Herrn Sorin Gabriel Ionescu, Unterpräfekt des Kreises Temesch, Herrn Alin Nica, Vorsitzender des Kreisrats Temesch und Herrn Dominic Fritz, Bürgermeister der Stadt Temeswar, gewürdigt. Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte der ökumenische Jugendchor unter der Leitung von Herrn Iustin Călin.
Zu Beginn stellten die drei jungen Moderatoren des Organisationsteams, Cezara Perian, Myriam Sabău und Dr. Zsolt Vastag, junge Menschen unterschiedlicher Konfessionen, die „Geschichte“ der Organisation dieses Projekts vor. „Das Ökumenische Jugendfest entstand aus dem Wunsch heraus, die Werte zu fördern, die uns junge Christen beseelen, und im Kontext der europäischen Werte- und Richtungskrise für Sichtbarkeit zu sorgen. Es ist ein von jungen Menschen für junge Menschen organisiertes Festival, mit dem wir der Stadt Temeswar und ihren Gästen ein lebendiges Zeugnis der jungen Christen geben wollen, ein Zeugnis des brüderlichen Zusammenlebens, das eine Kultur des gegenseitigen Respekts und des Dialogs fördert. Der Glaube, die Werte und die christliche Kultur, die in Temeswar so tief verwurzelt sind, beleben auch heute noch die jungen Menschen unserer Stadt, die wissen, dass sie der Welt das Zeugnis einer Kultur der Brüderlichkeit, des Verständnisses und des Friedens anbieten müssen“ – sagten die Moderatoren, die auch an die ersten Treffen erinnerten, als sie sich unter der Leitung Seiner Exzellenz Josef Csaba Pál, römisch-katholischer Diözesanbischof, gemeinsam auf dieses Abenteuer begaben, um „das Licht des gemeinsamen Glaubenszeugnisses der jungen Menschen, das lebendige Leben der Kirche, nicht nur die Mauern“ zu zeigen.
Bürgermeister Dominic Fritz sagte: „Ein Wort, bzw. ein Satz von dem, was Sie am Anfang gesungen haben, ist mir im Gedächtnis geblieben: Lasst uns eine neue Welt aufbauen. Nicht jemand anderes soll sie aufbauen. Denn diese Stadt und diese Gesellschaft wurde von Menschen wie Dich und Mich aufgebaut, Menschen, die gesagt haben: Ich leiste meinen kleinen Beitrag dort, wo ich bin, in meiner Schule, in meiner Gemeinde, in meiner Gemeinschaft. Gott hat uns Talente gegeben, um diese Gesellschaft zu bereichern.“
Herr Alin Nica, Vorsitzender des Kreisrates Temesch, machte die Anwesenden darauf aufmerksam, dass „in einer Welt der Versuchung, in einer Welt, in der man sagen würde, dass die jungen Menschen andere Sorgen haben, Sie hier nicht zu einem Spiel, nicht zu einem Konzert eines beliebten Künstlers versammelt sind, sondern um die Gemeinschaft mit Jesus Christus zu teilen. In einer Welt, in der Irreligiosität und Atheismus zunehmend gefördert werden, geben mir solche Veranstaltungen den aufrichtigen Glauben, dass wir als Kirche und als Stadt noch eine Zukunft haben.“
Sorin Gabriel Ionescu, Unterpräfekt des Kreises Temesch, sagte den jungen Leuten unter Bezugnahme auf den Roman 1984 des Schriftstellers George Orwell: „Überlegt einmal, wie eine Gesellschaft aussehen würde, in der wir uns alle gleich kleiden, das gleiche Essen essen, die gleiche Botschaft hören und uns weigern, unsere eigenen Ideen zu denken und zu äußern. Es wäre eine traurige und hässliche Welt. Ihr wisst, dass Erwachsene Euch oft den Rat geben, weder das eine noch das andere zu tun. Gebt auch Ihr den Erwachsenen Ratschläge, und das erste, was die Erwachsenen von euch lernen sollten, ist dieses Gefühl der Freude, der Liebe, der Nähe“.
Am Ende des Treffens sprachen Seine Exzellenz Ioan Călin Bot, griechisch-katholischer Bischof, Pfr. Sándor Demeter, reformierter Seelsorger, und Herr Ervin Weinberger, Gottesdienstleiter der jüdischen Gemeinde, ein Gebet auf Rumänisch, Ungarisch und Hebräisch, und die Jugendlichen sangen die Hymne des Festivals mit den Anwesenden zusammen.
Das Tagesprogramm enthielt noch weitere interessante Punkte, darunter die Besichtigung der Synagoge der Inneren Stadt, der Kathedrale und des Serbisch-Orthodoxen Bischofspalastes, eine Bootsfahrt auf der Bega mit anschließender Meditation, eine Scrutatio Biblica am Gymnasium Gerhardinum und das Abendprogramm im Gesellenhaus – Kolpinghaus im Stadtteil Fabrik.
In der Neologischen Synagoge in der Inneren Stadt wurde die zahlreiche Gruppe von Frau Dr. Luciana Friedmann, der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde von Temeswar, herzlich empfangen, die uns die Geschichte der Synagoge, aus religiöser und geschichtlicher Sicht, die Vergangenheit und Gegenwart der Gemeinde, sowie die Pläne für künftige Renovierungsarbeiten vorstellte.
In der Serbisch-Orthodoxen Kathedrale „Christi Himmelfahrt“ wurden Bischof Josef Csaba Pál, die Jugendlichen und Gästen vom Diakon Miodrag Iovanović, sowie von den Herren Snezan Mihaj und Vasa Moza, junge Mitarbeiter der Eparchie und der Kathedrale, begrüßt. Herr Snezan Mihaj stellte die Kathedrale und Herr Vasa Moza den Bischofspalast vor. Zum Abschluss wurde in der Kathedrale ein kurzes Gebet auf Rumänisch gesprochen, gefolgt vom Vaterunser auf Serbisch.
Im Folgenden erwarten die Organisatoren die Jugendlichen mit verschiedenen spirituellen und unterhaltsamen Programmen, über die weitere Informationen auf der Facebook-Seite zu finden sind: https://www.facebook.com/profile.php?id=100086418951120
Pressestelle der Diözese Temeswar
















