Papst Leo XIV. hat Katecheten und Katechetinnen aus aller Welt daran erinnert, dass sie nicht einfach Lehrstoff vermitteln, sondern das Wort Gottes so verkünden sollen, dass es Gläubigen im Leben hilft. Das sagte Leo XIV. in der Predigt bei der Jubiläumsmesse für die Katecheten an diesem Sonntag in Rom.
„Wenn wir im Glauben erziehen, vermitteln wir nicht einfach eine Lektion, sondern legen das Wort des Lebens in die Herzen der Menschen, damit es in einem guten Leben Frucht bringen kann“, erklärte das Kirchenoberhaupt in seiner Predigt auf dem Petersplatz. Leo erinnerte an den heiligen Augustinus, der einem Katecheten geraten habe: „Erkläre alles so, dass die, die dir zuhören, glauben, im Glauben hoffen und in der Hoffnung lieben können.“
Katecheten seien „Menschen des Wortes, eines Wortes, das sie mit ihrem Leben aussprechen“, hob der Papst hervor. Der Begriff gehe auf das griechische „katēchein“ zurück und bedeute „durch das Wort belehren“. Erste Katecheten seien die Eltern, die ihre Kinder ins Sprechen einführten. Glaube werde zunächst wie eine Muttersprache zu Hause gelernt, nicht durch Delegation an andere. Zugleich hätten Katecheten und Katechetinnen die bedeutende Aufgabe, Menschen jeden Alters zu begleiten. Als Stütze empfahl Leo den Katechismus: Er sei das „Reiseinstrument“, das „vor
Individualismus und Zwietracht schützt, weil er den Glauben der gesamten katholischen Kirche bezeugt“.Als die zentrale Glaubenswahrheit, die es zu verkünden gelte, bezeichnete der Papst die Auferstehung Jesu. „Das Evangelium sagt uns, dass sich das Leben eines jeden Menschen ändern kann, weil Christus von den Toten auferstanden ist“, so der Papst. Dieses Ereignis sei die rettende Wahrheit und müsse deshalb nicht nur erkannt und verkündet, sondern auch geliebt werden: „Es ist diese Liebe, die uns das Evangelium verstehen lässt, weil sie uns verwandelt, indem sie unsere Herzen für das Wort Gottes und das Antlitz unseres Nächsten öffnet.“







