Heuer war das Diözesanjugendzentrum Gastgeber für das Treffen der Referenten, Verantwortlichen und Mitarbeiter der verschiedenen Pastoralbereiche (Büro für Familien- und Erwachsenenpastoral, Diözesanjugendzentrum, Medienbüro, Bischöfliche Aula, Verwaltungsbüros), die zusammen gekommen sind um das neue Pastoraljahr 2025-2026 zu planen, das von Seiner Exzellenz Bischof Josef Csaba Pál zum Jahr der Gemeinschaft erklärt wurde.
Das Treffen der Vertreter der Seelsorgebüros fand am 1. und 2. September statt, und an beiden Tagen stellte Seine Exzellenz das Thema des neuen Jahres vor: Gemeinschaft, Kommunion. Es folgten Gruppendiskussionen zu diesem Thema. Anschließend bewerteten die Teilnehmer die Aktivitäten in den verschiedenen pastoralen Bereichen und analysierten detailliert deren Fortsetzung, Anpassung oder Änderung sowie die gemeinsamen Herausforderungen und Lösungen. Die Nachmittage waren der Planung der Aktivitäten für den Zeitraum September 2025 bis September 2026 sowie der Vorstellung der Diözesanen Pastoraltage in Temeswar gewidmet, die vom 2. bis 4. Oktober 2025 im Kolpinghaus-Gesellenhaus in Temeswar stattfinden werden.
Ein weiteres wichtiges Thema dieser Treffen war die Fortsetzung des Synodalen Pfades und die Umsetzungsphase der Synode 2025–2028 in der Diözese Temeswar gemäß dem nach der zweiten Sitzung der XVI. Generalversammlung der Bischofssynode verabschiedeten Schlussdokument.
Vorstellung des Themas für das neue Pastoraljahr
In seiner Predigt betonte der Diözesanbischof: „Im neuen Pastoraljahr werden wir uns auf die Gemeinschaft und insbesondere auf kleine Gemeinschaften konzentrieren. Dies ist ein sehr aktuelles Thema, da es auch die Synodalität umfasst. Wir können uns die Frage stellen, warum Gemeinschaften notwendig sind. Oder warum es gut ist, einer Gemeinschaft anzugehören. Anschließend zitierte der Diözesanbischof aus der Autobiografie von Papst Franziskus mit dem Titel „Hoffen“: „Der Soziologe Zygmunt Bauman schrieb: «Das Wort Gemeinschaft vermittelt ein angenehmes Gefühl, unabhängig von der Bedeutung dieses Begriffs. Unternehmen und Gesellschaften können auch schlecht sein. Eine Gemeinschaft nicht. Eine Gemeinschaft ist immer etwas Gutes. Sie erinnert an alles, was wir brauchen und was uns fehlt, um uns zuversichtlich, ruhig und sicher zu fühlen.» Die gemeinschaftliche Dimension ist kein Rahmen, sondern ein integraler Bestandteil des christlichen Lebens und der Evangelisierung – fügt Papst Franziskus hinzu. Das Arbeitsdokument Instrumentum laboris, das die zweite Sitzung der Synode über Synodalität vorbereitet hat, beschreibt, dass die Pfarrei eine Gemeinschaft von Gemeinschaften sein muss, also eine Gemeinschaft von mehreren Gruppen. Das ist eine Anforderung. Oder vielmehr ein Bedürfnis, das vielerorts noch auf seine Verwirklichung wartet. Während in einigen Pfarreien die Gemeinschaften schon seit längerer Zeit bestehen, beginnen sich in anderen gerade erst kleinere Gemeinschaften als organische Teile der Pfarrei zu bilden. Dabei kann es sich um Rosenkranzgruppen, Bibelkreise, Gebets- oder Wohltätigkeitsgruppen, Gruppen verschiedener kirchlicher Bewegungen, Ministrantengruppen, Chöre oder sogar Kirchenvorstände handeln. Die Mitglieder der Gemeinschaften möchten anderen dienen und zeichnen sich durch ihren missionarischen Geist aus.“
Bewertung des Pastoraljahres 2024-2025
Am ersten Tag des Treffens stellten die Vertreter des Diözesanjugendzentrums und des Diözesanbüros für Familienpastoral ihre Tätigkeiten vor. Es ergriffen das Wort Mitglieder verschiedener pastoraler Bereiche und Gruppen: die Jubilate-Gruppe der rumänischsprachigen Studenten, die TEKMEK-Gruppe der ungarischstämmigen Studenten, die Seelsorge für Ministranten, das Kollegium „Vino și vezi“ (Komm und sieh), der ökumenische Jugendchor „Harmonia Christi“ sowie die Ausbildung von Familienanimatoren, die Vorbereitung von Verlobten, die Seelsorge für Senioren usw.
Die beiden Studentengruppen berichteten neben den verschiedenen Treffen auch von Diskussionen zu bestimmten Themen oder spirituellen Exerzitien und den regelmäßigen Treffen mit den Schülern des römisch-katholischen Gymnasiums Gerhardinum, bei denen die Studenten ihre Erfahrungen mit den Jüngeren teilen. Die Jugendlichen der Gruppe Jubilate besuchten das Hospiz der Caritas-Föderation der Diözese Timișoara Casa Milostivirii Divine (Haus der Göttlichen Barmherzigkeit) und organisierten Wohltätigkeitsaktionen im Nachtasyl Pater Berno. Der Gruppe TEKMEK schlossen sich im Laufe des Jahres neun Studenten an.
Viele Aktivitäten fanden auch in den verschiedenen Pfarreien der drei Erzdekanate – an der Temesch, an der Marosch und Banater Bergland – der Diözese statt, die gemeinsam mit dem Diözesanjugendzentrum und den Verantwortlichen für die Seelsorge der Ministranten organisiert wurden: das Anzünden der Kerzen am Adventskranz, Karneval/Faschingsfeier, Wallfahrt der Jugendlichen und Ministranten, spirituelle Exerzitien/Einkehrtage.
– Das „Komm und sieh“-Kollegium bot verschiedene spirituelle Aktivitäten an (Anbetung, Lectio Divina, Heilige Messe). Hinzu kam die ehrenamtliche Mitarbeit im Zentrum für Obdachlose, ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Temeswar und der Sozialhilfedirektion der Stadt durchgeführt wurde. Der ökumenische Jugendchor „Harmonia Christi“ nahm an fast 30 Veranstaltungen in der Diözese und darüber hinaus teil.
In Bezug auf die Familienpastoral:
– Es wurde eine Gruppe für die Pastoral der Senioren gegründet.
– Es gibt zwei Kurse zur Familienanimation mit regelmäßigen Treffen auf Rumänisch und Ungarisch mit jeweils fünf Familien.
– Seit einem Jahr gibt es Tandemgruppen mit acht Familien, die sich immer bei einer anderen Familie treffen.
– Es wurden folgende Veranstaltungen organisiert: die Woche der Ehe, mehrere Camps, die Kreuzwegandacht in Maria Radna und in Wolfsberg sowie das Familienfest in Maria Radna.
Am zweiten Tag, dem 2. September, wurde eine Analyse der Aktivitäten im Bereich Erwachsenenseelsorge durchgeführt. Dabei wurden folgende Tätigkeiten vorgestellt:
– Der zweijährige Kurs für Erwachsene, der regelmäßig von 60 Personen besucht wird und meist online stattfindet.
– Ausbildung von Akolythen und Ständigen Diakonen: 16 Akolythen, die auch außerhalb ihrer Pfarrei tätig sind, haben sich fünf um das Ständige Diakonat beworben. Insgesamt gibt es neun Kandidaten für das Ständige Diakonat. Bereits geweihte Ständige Diakone sind in der Seelsorge tätig, einer von ihnen wurde kürzlich Pfarradministrator.
Krankenseelsorge: eine ermutigende Arbeit für Priester und Gläubige.
Die fünf Seminaristen der Diözese engagieren sich in den Aktivitäten der Herkunftspfarreien.
Die Gefängnisseelsorge bietet einen tiefen Einblick in die Menschlichkeit und die Gnade, die an unerwarteten Orten wirkt. Die Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Konfessionen ist sehr gut.
Die Medienstelle / das Pressebüro betreut die Facebook-, Instagram- und Webseiten der Diözese, gibt die Zeitschrift „Vita Catholica Banatus“ heraus und kümmert sich um deren Vertrieb. Sie betreut die Live-Übertragungen der Heiligen Messe aus der Domkirche zum Hl. Georg und verschiedener Veranstaltungen in den Pfarreien, gibt den Wandkalender in sieben Sprachen (Rumänisch, Ungarisch, Deutsch, Bulgarisch, Kroatisch, Slowakisch, Tschechisch) heraus, den 12-seitigen Kalender in Rumänisch, Ungarisch und Deutsch, das Liturgische Terminkalender, Plakate, erstellt Videos usw.
Umsetzungsphase der Synode 2025–2028
An beiden Tagen stellte Seine Exzellenz Josef Csaba Pál, den Teilnehmern die Umsetzungsphase der Synode 2025–2028 vor. Auf Grundlage des nach der zweiten Sitzung der 16. Generalversammlung der Bischofssynode verabschiedeten Abschlussdokuments erklärte der Bischof: „Das Abschlussdokument der Synode wird unser Arbeitsdokument sein. Das erste und wichtigste Element der Synodalität ist die Harmonie mit dem Heiligen Geist. Innere Freiheit ist wichtig. Wir dürfen uns nicht von Rivalität untereinander und dem Aufdrängen unserer Gedanken leiten lassen, sondern müssen uns von der Achtung der Würde unserer Mitmenschen als Kinder Gottes leiten lassen. Der Geist Gottes ist frei, vielleicht verlangt er Überraschendes. Lasst mich es wagen, mich ihnen den Problemen die Stirn zu bieten. Ein Beispiel in diesem Sinne ist der heilige Apostel Petrus, der sich bereit erklärte, zum römischen Hauptmann Kornelius, einem Heiden, zu gehen, was den Juden damals streng verboten warm ja sogar unerhört. Die Diskussionsphase in den diözesanen Synodengruppen wird bis Dezember 2026 dauern. Die Evaluierungen beginnen im Frühjahr 2027. Der Prozess endet im Oktober 2028.“
Programmplanung und Vorstellung der Diözesanen Pastoraltage
Am Nachmittag der beiden Tage planten die Anwesenden zudem die Pastoralprogramme für das kommende Jahr. Die Fertigstellung und Zentralisierung erfolgt in den kommenden Wochen.
Der letzte Punkt der Sitzungen war die Vorstellung der Diözesanen Pastoraltage in Temeswar, die dieses Jahr vom 2. bis 4. Oktober stattfinden werden. Pfarrer Zsolt Szilvágyi, Pastoralvikar, sprach über diese Veranstaltung auf Diözesanebene mit zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland, die im Gesellenhaus, dem Kolpingfamilienhaus in Temeswar, stattfinden wird.
Pressestelle der Diözese Temeswar











