Das Diözesanjugendzentrum von Temeswar war am Samstag, dem 27. September 2025, zwischen 11:00 az Uhr und 16:30 Uhr Gastgeber des Regionaltreffens der Freunde der Fokolar-Bewegung. Anwesend war Seine Exzellenz Bischof Josef Csaba Pál sowie eine große Gruppe von Teilnehmern verschiedener Konfessionen, die aus mehreren Ortschaften ded Banats angereist waren: Orawitz, Anina, Reschitza, Karansebesch, Winga, Lugosch und Temeswar.
Die Veranstalter bereiteten ein vielfältiges Programm vor, das eine Meditation mit Erfahrungsberichten unter dem Titel „Chiara Lubich – Unsere Uniform ist die gegenseitige Liebe“, die Vorstellung der Vorbereitungen für die Generalversammlung 2026 sowie Fragen zur Gemeinschaft, Kleingruppengespräche und abschließend ein Plenum mit Schlussfolgerungen umfasste.
Während der Meditation hörten die Anwesenden eine persönliche Erfahrung von Chiara Lubich, der Gründerin dieser Bewegung, die sie in der Stadt Einsiedeln in der Schweiz gemacht hatte. Sie war tief beeindruckt von der Fröhlichkeit einer Gruppe von Schwestern der Gemeinschaft „Kleine Schwestern Jesu“, einer Kongregation, die sich von der Spiritualität des heiligen Charles de Foucauld inspirieren lässt. Chiara Lubich sagte: „Einmal traf ich eine meiner Gefährtinnen, Natalia, und sagte zu ihr: »Weißt du, ich habe gesehen, wie sehr mich diese Schwestern beeindruckt haben. Ihr Apostolat bestand nicht in Worten, sondern in ihrer Kleidung… und ich hätte mir gewünscht, dass wir das auch könnten. Aber wie können die Menschen Gott erkennen, wenn sie uns ansehen? Ach ja, ich weiß! ‘Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt’ (Joh 13,35).«” So wurde die gegenseitige Liebe zu unserer Uniform.
Im Hinblick auf die Generalversammlung der Fokolar-Bewegung 2026 in Rom erhielten die Anwesenden durch eine PowerPoint-Präsentation sowohl grundlegende Informationen über die Veranstaltung und ihren Ablauf als auch über die Vorbereitung – durch Gebet und Momente gemeinschaftlichen Austausches – im Geist der Synodalität.
Im Rahmen der Präsentation wurden auch einige Fragen genannt, die als Grundlage für die Gespräche in Kleingruppen dienten: Welche Entdeckungen und Antworten haben unseren Weg geprägt? Was hätten wir gerne getan, aber es war nicht möglich? Welche Grenzen haben wir erfahren und was hat uns gefehlt? Was möchten wir in Zukunft verwirklichen und wozu möchten wir uns wirklich verpflichten? Welche Träume empfinden wir heute als dringend und erreichbar? Welche mutigen Entscheidungen erkennen wir als notwendig für das Wohl unserer Gemeinschaften? Wo sind wir berufen, mutig zu sein – auch wenn es uns etwas kostet? Was möchten wir vertiefen oder dem Weg unserer Region schenken? Was ist unser Beitrag zu diesem gemeinsamen Weg? Welche mutigen Entscheidungen halten wir für grundlegend, um das Charisma der Einheit an zukünftige Generationen weiterzugeben? Wie können wir es bewahren und im Laufe der Zeit erneuern?
Nachdem die über dreißig Teilnehmer im Plenum ihre Gedanken als Antwort auf die gestellten Fragen geteilt hatten, wurde auch das „Wort des Lebens“ für den Monat Oktober vorgestellt. Anschließend ergriffen die Gäste aus Szeged das Wort und lancierten eine Einladung, ein Treffen mit den Freunden der Bewegung in der Stadt an der Theiß zu organisieren.
„Sorgen wir füreinander und helfen wir einander. Wenn wir das nicht tun – was für ein christliches Leben führen wir dann?“ – sagte Bischof Josef Csaba Pál vor dem Schlußsegen.
Die Fokolar-Bewegung – Marias Werk ist eine ökumenische Bewegung der geistlichen und sozialen Erneuerung, die 1943, also während des Zweiten Weltkriegs, in Italien, in Trient, gegründet wurde. Heute sind weltweit mehr als 2 Millionen Menschen an ihrer Arbeit beteiligt. Das Ziel der Fokolar-Bewegung ist gemäß der Initiative ihrer Gründerin die Förderung der Brüderlichkeit und die Verwirklichung einer geeinteren Welt auf der Grundlage des Gebetes Jesu: «Dass sie alle eins seien»“ (Joh 17,21).

Pressestelle der Diözese Temeswar