„Oratio pro fidelibus defunctis. Réquiem ætérnam dona eis, Dómine. Et lux perpétua lúceat eis. Requiéscant in pace. Amen.“ Mit diesen Worten betet die Kirche am 2. November, an Allerseelen, dem Gedenktag aller verstorbenen Gläubigen, für jene, die zum Herr heimgegangen sind. In zahlreichen Kirchen und Friedhöfen der Diözese Temeswar wird an diesem Tag die Heilige Messe zu ihrem Gedenken, für ihre Seelen gefeiert.
Für die Seelen der verstorbenen Bischöfe, Domherren, Priester und Gläubigen unserer Diözese sowie ihrer Vorgängerin, der Diözese Tschanad, wurde am 3. November 2025 in der Domkirche zum hl. Georg, der römisch-katholischen Kathedrale von Temeswar, gebetet. Die Heilige Messe wurde um 8:00 Uhr von S.E. Bischof Josef Csaba Pál zelebriert. Konzelebranten waren Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar und Domprobst, Domherr Zsolt Szilvágyi, Pastoralvikar, Pfarrer von Temeswar IV. Josefstadt, Domherr Nikola Lauš, Direktor der Bischöflichen Kanzlei, Domherr Zoltán Kocsik, Rektor der Piaristenkirche, Domherr Adalbert Jäger, Dechant-Pfarrer von Temeswar VI. Fratelia, Msgr. Gheorghe Augustinov, Domherr, Pfarrer der Bulgarischen Personalpfarrei in Temeswar, Pfr. Augustin Bărbuț, Pfarrer von Temeswar IX. Allerheiligste Dreifaltigkeit, Domherr Gyula Dorin Filip Pfarrer von Tschakowa, Domherr em. Péter Szabó sowie Kaplan Branko Duma von der Pfarrei Temeswar IV. Josefstadt. Die musikalische Gestaltung übernahm der Chor unter der Leitung von Dr. Walter Kindl, an der Orgel spielte Doz. Dr. Silviana-Ana Cîrdu. An der hl. Messe nahmen Gläubige aus Temeswar, aber auch aus benachbarten Gemeinden sowie Verwandte der in der Krypta des Domkirche beigesetzten Bischöfe teil.
In seinem Grußwort sagte der Diözesanbischof: „Lasset uns gemeinsam diese Heilige Messe in großer Hoffnung darbringen. Die Verstorbenen sind gegangen, doch der Abschied ist nicht endgültig — wir hoffen, dass wir ihnen wieder begegnen werden.“
In seiner Predigt sagte Pfarrer Augustin Bărbuț: „Unsere Vorfahren haben ein Leben im Glauben geführt. Bald feiern wir das tausendjährige Jubiläum der Gründung dieser Diözese, und wir möchten an alle Bischöfe, Domherren und Priester erinnern, die vor uns gelebt haben. Sie sind unsere Familie, unsere Kirche. Nach der Heiligen Messe steigen wir in die Krypta hinab, wo sich auch die Gräber einiger von ihnen befinden. Es ist unsere geistliche und moralische Pflicht, für sie zu beten — für jene, die Kirchen und Gemeinschaften aufgebaut haben. Wir können sagen: Unser heutiger Glaube gründet auf ihrem Glauben. Wir sind die Erben dieses geistlichen und materiellen Reichtums, den wir weitertragen.“
Nach der Heiligen Messe leitete der Diözesanbischof das Requiem in der Krypta der Domkirche zum hl. Georg, wo Priester und Gläubige für die Seelen jener beteten, die innerhalb dieser Mauern ihre ewige Ruhe gefunden haben.

Pressestelle des Bistums Temeswar