„Die Renovierungsarbeit der Pfarrkirche Temeswar-Josefstadt – Wir haben sie… begonnen…“ – so lautete der Beitrag auf der Facebook-Seite der Pfarrei Temeswar IV Josefstadt am 25. Juli 2024, neben einem Bild der Kirche, deren Fassade bereits in Gerüste „gekleidet“ war.
Am Tag der Segnung, dem 16. November, vor Beginn des feierlichen Hochamtes um 10 Uhr, das von S.E. Bischof Josef Csaba Pál zelebriert wurde, konnten die Anwesenden auf einer Leinwand Bilder der umfassenden Innen- und Außenrenovierung sehen. Laut Bautafel umfassten die Arbeiten: die Fassadensanierung, die Anlage einer Drainage zum Schutz vor Feuchtigkeit und Grundwasser, die Reparatur des Turmdaches, die Wiederherstellung des Zugangs zur Krypta unter dem Hochaltar sowie die Renovierung der Umfriedung.
Die Segnung der renovierten Kirche erfolgte zu Beginn der hl. Messe, nachdem Pfarrer Zsolt Szilvágyi, Pastoralvikar, den Diözesanbischof begrüßt hatte: „Diese 250 Jahre alte Kirche ist ein geistliches Zentrum unseres Stadtviertels. Sie wurde zwischen 1772 und 1775 erbaut. Aus Stein errichtet, ist sie ein sichtbares Zeichen einer lebendigen Gemeinschaft. Hochwürdigster Herr Bischof, wir danken Ihnen, dass Sie bei uns sind, und bitten Sie, diese renovierte Kirche zu segnen und für uns zu beten, damit wir immer mehr eine lebendige und missionarische Gemeinschaft werden.“
Am Hochamt konzelebrierten Msgr. Georg Augustin (Pfarrer der bulgarischen Personalpfarrei), Pfarrer Zoltán Kocsik (Rektor der Piaristenkirche) und Kaplan Branko Duma (Temeswar IV. Josefstadt). Am Altar dienten die ständigen Diakone Péter Baum und Rémusz Horváth, die aus dieser Pfarrei stammen.
Anwesend waren Bürgermeister Dominic Fritz, Abgeordneter András Molnár, Vorsitzender des Ungarnverbandes (RMDSZ) Temesch, Vasile Fekete-Nagy, Vorsitzender des Malteser Hilfsdienstes Temeswar, sowie Julia Iliescu, stellvertretende Direktorin des Bartók-Béla-Gymnasiums. Die musikalische Gestaltung übernahmen der Chor „Laudate Dominum“ und der Kinderchor „Szeretethangok“.
Im Segensgebet sprach der Bischof: „Gütiger Gott, Du, der durch Deinen eingeborenen Sohn die Völker zur Einheit in Deiner Kirche sammelst und ihnen durch das Wort und die Kraft der Sakramente neues Leben schenkst, höre die Gebete Deiner Familie, die Dich an diesem heiligen Ort anruft. Segne diese Kirche und das Werk Deines Volkes, damit alle, die mit Glauben zu Dir kommen, reich beschenkt werden. Stärke Dein Volk im Glauben und in der Liebe. Durch Christus, unseren Herrn.“
Das Evangelium wurde von Diakon Péter Baum verkündet.
In seiner Predigt betonte der Bischof: „Diese schön renovierte Kirche soll uns helfen, in der Einheit mit dem Herrn zu wachsen. Gott hat die Renovierung ermöglicht, damit sie ein Mittel der Liebe und der Beziehung zu Ihm und untereinander sei. Die Gemeinschaft trägt Sorge für drei Tempel: das Gebäude, unseren Leib als Tempel des Heiligen Geistes und die aus lebendigen Steinen erbaute Gemeinschaft.“
Am Ende dankte Pfarrer Zsolt Szilvágyi dem Bischof für die Feier, der Diözese für die Unterstützung, dem Technischen Büro, der Familie Ehrenberger, Architekt Cristian Boltres und seinem Team, der Firma Ecovest Alpin, den Bauleitern sowie dem Rathaus und dem Kreisrat Temesch für die materielle Hilfe.
Die Mitglieder der Gemeinde und alle Anwesenden wurden auch von Bürgermeister Dominic Fritz begrüßt, der seine persönlichen Erinnerungen an die Pfarrkirche im Temeswarer Stadtteil Josefstadt teilte: „Als ich als 19-jähriger freiwilliger Student aus Deutschland nach Temeswar kam, wohnte ich in der Nähe dieser Kirche. Da ich in einer katholischen Familie aufgewachsen war und auch zu Hause aktives Mitglied der Gemeinschaft gewesen bin, begann ich hier an den Heiligen Messen teilzunehmen. Zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass die Heiligen Messen auch in deutscher Sprache gefeiert werden und dass ich mit den Gläubigen hier in meiner Muttersprache sprechen konnte. In dieser Gemeinschaft habe ich entdeckt, dass die Vielfalt der Sprache und Kultur kein Hindernis darstellt, sondern ein Reichtum, der die gegenseitige Akzeptanz und das Gefühl des Respekts füreinander stärkt” – sagte Herr Dominic Fritz.
Nach der hl. Messe waren alle Anwesenden zu einer gemeinschaftlichen Agape eingeladen.
Pressestelle der Diözese Temeswar













