Am Hochfest Weihnachten verkündet die katholische Kirche die Freude über die Geburt unseres Herrn Jesus Christus mit den Worten des heiligen Apostels und Evangelisten Johannes: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“ (vgl. Joh 1,1–14).
Diese Verse wurden am Weihnachtstag auch in der Domkirche zum hl. Georg, der römisch-katholischen Kathedrale von Temeswar, verkündet, wo S. E. Bischof Josef Csaba Pál Hauptzelebrant der feierlichen Christmette sowie der Festmesse am Hochfest der Geburt des Herrn war. Bei der heiligen Messe am 24. Dezember um 22.00 Uhr konzelebrierten Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, Domherr Nikola Lauš, Direktor des Bischöflichen Kanzlei, Augustin Bărbuț, Pfarrer von Temeswar IX. – Marienheim, sowie Branko Duma, Kaplan der Pfarrei Temeswar IV. – Josefstadt. Bei der heiligen Messe am 25. Dezember um 11.00 Uhr konzelebrierte Domherr Nikola Lauš.
„Jesus Christus wurde vor 2000 Jahren geboren, und wir haben uns heute versammelt, um dieses bedeutende Ereignis – seine Geburt auf Erden – zu feiern. Gott, der die Liebe ist, ist zu uns gekommen. Öffnen wir unsere Herzen, damit wir an seiner Güte und Liebe teilhaben können“, sagte der Diözesanbischof in seinen einleitenden Worten während der am Heiligen Abend gefeierten Messe. Die bekannten Weihnachtslieder wurden auf Rumänisch, Ungarisch und Deutsch vom Chor „Harmonia Christi“ unter der Leitung von Iustin Călin sowie vom Domchor „Exultate“ unter der Leitung des Organisten Róbert Bajkai Fábián vorgetragen.
Wie am Vorabend, so füllten auch am Weihnachtstag zahlreiche Gläubige die Bänke des Doms. Die musikalische Gestaltung dieser heiligen Messe übernahmen der Chor und das Orchester der Kathedrale unter der musikalischen Leitung von Prof. Dr. Walter Kindl. Sie führten die Krönungsmesse KV 317 von W. A. Mozart sowie weitere weihnachtliche Musikstücke auf.
„Versetzen wir uns in die Personen hinein, die im Evangelium erscheinen. Die Bewohner von Bethlehem leben ihren Alltag. Die Stadt ist überfüllt, weil viele Fremde aufgrund des kaiserlichen Erlasses zur Volkszählung gekommen sind. Wer bemerkt Maria und Josef? Wenn Gott in unserer Stadt, hier in Temeswar, etwas Besonderes beginnen wollte – würden wir es erkennen? Schauen wir auch auf Josef. Die Heilige Schrift sagt, dass er ein gerechter Mann war, die religiösen Gebote achtete und ein liebevoller, schützender Ehemann war. Er konnte nicht verstehen, was mit Maria geschehen war, und blieb dennoch voller Güte. Und Maria, die Mutter Jesu, die dem Engel ein entschlossenes Ja gesagt hat, lebt dieses Ja auch in Bethlehem. Die Ablehnung durch die Menschen, die Umstände der Geburt und die Einsamkeit sind schmerzhaft. Doch ihre Liebe ist größer als die Gleichgültigkeit um sie herum. Viele andere Personen stehen um Jesus, um die Krippe. Auch wir sind dort. Jetzt sind wir an der Reihe, gemeinsam mit Maria und Josef eine bessere Welt aufzubauen – dort, wohin uns der gute Gott gestellt hat“, betonte der Bischof in seiner Predigt.
Beide heiligen Messen wurden live auf dem YouTube Kanal und der Facebook-Seite unserer Diözese übertragen und können dort auch später angesehen werden.
Am Weihnachtstag um 13.30 Uhr feierte der Missionspriester P. Katunayakage Claude Sandaruwan Perera TOR, Kaplan der sri-lankesischen Gemeinschaft, eine feierliche heilige Messe in singhalesischer Sprache in der Domkirche zum Hl. Georg für die in Temeswar und in der Umgebung tätigen katholischen Gläubigen aus Sri Lanka.
Pressestelle der Diözese Temeswar















