Am 20. September werden mehrere Jugendliche aus den Diözesen Temeswar, Szeged-Csanád und Groß-Betschkerek / Zrenjanin an einem Treffen in der Kirche von Tschanad teilnehmen. Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe von Veranstaltungen, mit denen die drei Nachbar- und Schwesterdiözesen den 1000. Jahrestag der Gründung der alten Diözese Tschanad im Jahr 1030, von der sie abstammen, feiern wollen. In diesem Zusammenhang wurde auch eine Reihe von Wanderausstellungen mit dem Titel MILLENNIUM CSANADIENSE 1030-2030 organisiert, die bis zum Jahr 2030 – dem Jubiläumsjahr – jedes Jahr eine Etappe der Geschichte präsentieren werden, die die Vergangenheit und die Gegenwart der alten Diözese Tschanad und ihrer drei Nachfolgediözesen veranschaulicht und in den Kathedralen der drei Diözesansitze zu sehen sein wird.
Anfang Juni trafen sich die Mitglieder der Organisationsgruppe für die Jugendbegegnung, die alle drei Diözesen vertreten, in Tschanad und stehen auch gegenwärtig in ständigem Kontakt. Pfr. Daniel Dumitru, Diözesanverantwortlicher für die Jugendarbeit, Seelsorger von Temeswar II. Fabrikstadt.
– Das Programm des Jugendtreffens in Tschanad ist bereits auf der Website und der Facebook-Seite der Diözese Temeswar verfügbar. Welche weiteren Punkte wurden in dieser Gruppe besprochen?
– Viele organisatorische Aspekte wurden im Detail besprochen. So werden beispielsweise Jugendliche aus allen drei Diözesen in einer Prozession zur Kirche in Tschanad gehen, um die Veranstaltung zu eröffnen. Die Teilnehmer aus den Diözesen Temeswar und Groß-Betschkerek / Zrenjanin werden gemeinsam vom Eingang im Ort Tschanad von Groß-Sanktnikolaus aus gehen, während die Teilnehmer aus der Diözese Segedin-Tschanad aus der entgegengesetzten Richtung d.h. vom Eingang im Ort Tschanad vom Grenzübergang aus gehen werden. Wir werden uns alle vor der Kirche treffen, wo wir singend eintreten werden. Wir planen auch ein Treffen, im Vorfeld, mit der örtlichen Polizei, da wir den Verkehr während des Treffens zur Sicherheit der Teilnehmer auf die Nebenstraßen umleiten möchten. Ich werde die Katechese auf Ungarisch halten und wir werden die Übersetzung ins Rumänische organisieren, da die gemeinsame Sprache der drei Diözesen Ungarisch ist. Die Vertreter der Diözese Segedin-Tschanad haben den technischen Teil der Musik- und Tonanlage für die Heilige Messe übernommen, was bedeutet, dass die Techniker wissen werden, wann und was die beiden teilnehmenden Chöre singen werden. Die Organisation läuft weiter, hauptsächlich über e-mail. Es ist wichtig, dass geeignete Lieder ausgewählt werden. Mehrere Jugendliche aus den Diözesen Segedin-Tschanad und Groß-Betschkerek / Zrenjanin werden über ihre eigene, persönliche Erfahrung im Glauben reden, und weitere Jugendlichen aus allen drei Diözesen werden an der Organisation der Workshops am Nachmittag beteiligt sein.
Wir wollen auch ein 2 Meter hohes Jubiläumskreuz anfertigen, das von einem lokalen Handwerker aus Tschanad in Holz geschnitzt wird. Dieses Kreuz wird jedes Jahr in der Diözese, in der das Jugendtreffen stattfindet, in allen Pfarreien der drei Diözesen nacheinander getragen. Von diesem Jahr an bis 2030 soll das Jugendtreffen jährlich in einer der drei Diözesen stattfinden. Im Jubiläumsjahr wird das Kreuz in die alte Bischofsresidenz, nach Tschanad zurückgebracht. Um die Veranstaltung eingehend zu analysieren, haben wir eine SWOT-Analyse erstellt, in der die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Projekts ermittelt wurden. Zu den Stärken zählen demnach die historische und spirituelle Bedeutung der 1000-jährigen gemeinsamen Sukzession, die Einheit der drei Diözesen und die internationale Zusammenarbeit, die aktive Beteiligung der Bischöfe und die Vielfalt des Programms. Chancen: Bildung einer Tradition durch regelmäßige jährliche Treffen, Schaffung internationaler Beziehungen und Freundschaften unter jungen Menschen, Einführung innovativer pastoraler Methoden und geistliche Vorbereitung auf das Jubiläumsjahr 2030. Zu den Schwächen gehören eine komplexe logistische Organisation, Sprachbarrieren, die nicht immer durch Übersetzungen überwunden werden können, Schwierigkeiten bei der Mobilisierung junger Menschen, eine geringe Beteiligung und kurze Fristen, die die Tiefe der spirituellen Erfahrung begrenzen. Was die Gefahren anbelangt, so können Wetterbedingungen und Transportschwierigkeiten die Teilnahme behindern; junge Menschen können im Laufe des Tages müde und weniger aufnahmefähig werden, und ein einziger Tag ist keine Garantie für eine dauerhafte angenehme, spirituelle Erfahrung. Diese Analyse wird uns in unseren Bemühungen unterstützen, die Risiken zu minimieren und das Treffen für die Teilnehmer so angenehm wie möglich zu gestalten.
– Wie wollen Sie junge Menschen in der Diözese mobilisieren?
– Da das Diözesanjugendzentrum in jeder der drei Erzdekanate des Bistums Temeswar Territorialbüros hat, können Mitarbeiter, Priester und Dekane aktiv zur Verbreitung von Informationen und zur Förderung des Projekts beitragen. Zum Beispiel durch die Bekanntgabe an die Gläubigen während der liturgischen Feiern. Ausgehend von den Erfahrungen des diözesanen Jugendtreffens versuchen wir, Priester und junge Menschen mit verschiedenen Mitteln und Anlässen zu erreichen: Plakate, soziale Netzwerke und direkte Kommunikation. Es werden etwa 500 junge Menschen erwartet. Aus der Diözese Segedin-Tschanad werden etwa 200-250 junge Menschen anreisen, aus der Diözese Groß-Betschkerek / Zrenjanin zwischen 100-150 junge Menschen. In unserer Diözese ermutigen wir die Pfarreien, die Animateuere auf Erzdekanatsebene zu organisieren, da dies effizienter ist als eine separate Organisation in jeder Pfarrei. Wir bereiten uns auf ein schönes Treffen vor. Es ist wichtig, dass sich junge Menschen treffen und kennen lernen, aber wir halten es für ebenso wichtig, in den kommenden Jahren Nachbardiözesen zu besuchen. Diese Begegnungen sind äußerst wertvoll für den Aufbau einer im Glauben geeinten Gemeinschaft, für die Stärkung einer gemeinsamen geistlichen Identität und für die Schaffung einer dauerhaften Tradition im Hinblick auf das Jubiläum im Jahr 2030.
– Warum finden Sie dieses Jugendtreffen trotz der Herausforderungen besonders schön?
– Für mich ist der schönste Teil des Treffens, dass wir wirklich leben können, wofür unser Motto steht: „Von Christus her neu anfangen“. Eine solche Veranstaltung ist nicht nur eine Frage der Logistik – sondern etwas viel Tieferes. Wir laden junge Menschen ein, sich gemeinsam auf eine geistliche Reise zu begeben: zurück zu den Wurzeln, zurück zu Christus. In der heutigen Welt, in der wir oft gehetzt und zersplittert sind, bietet dieser Tag eine Gelegenheit, innezuhalten und noch einmal zurückzublicken, um zu sehen, woher wir kommen und wohin wir gehen. Der historische Kontext – das Erbe des heiligen Gerhard, der vor tausend Jahren gegründeten Diözese Tschanad – ist nicht nur Vergangenheit, sondern auch eine Ermahnung, das fortzusetzen, was unsere Vorgänger begonnen haben. Es ist besonders schön, dass junge Menschen aus drei Ländern zusammenkommen und dass wir nicht durch unsere Herkunft getrennt sind, sondern durch die Zugehörigkeit zu demselben Christus vereint sind. Die Wallfahrt, das Gebet, die Begegnungen, die Sakramente – all das sind Momente, die den jungen Menschen die Möglichkeit geben, etwas für die Zukunft zu empfangen. Wir wissen vielleicht noch nicht einmal, welche Veränderungen dieser Tag im Leben einiger von ihnen bewirken wird. Vielleicht ist es die erste wirkliche Begegnung eines jungen Menschen mit Gott, vielleicht ist es das erste Mal, dass sie spüren, dass sie einen Platz in der Kirche, in der Gemeinschaft haben. Für mich ist das das Schönste: Eine solche Begegnung kann einen Neuanfang bedeuten – für einen jungen Menschen, für eine Gemeinschaft, aber auch für uns Erwachsene. Denn der „Neubeginn mit Christus“ ist nicht nur die Aufgabe der jungen Menschen. Es ist die Aufgabe von uns allen.
– Wir danken Ihnen für Ihre Zeit und für das Gespräch!
Pressestelle der Diözese Temeswar







