Am Dreifaltigkeits-Sonntag des römisch-katholischen Kalenders, dem 7. Juni, feierte die Pfarrkirche im Neubauviertel Reschitza-Govândari ihr Kirchweihfest mit einem Festgottesdienst im Kirchhof, wie die Vorschriften es jetzt vorgeben. Zelebriert wurde die Kirchweihmesse von Pfarrer Attila Puskás, der seit dem vergangenen Herbst hier als Pfarrer dient. Der Altartisch stand vor dem Haupteingang zur Kirche. Musikalisch wurde die Festmesse durch Jugendliche unter der Leitung von Kantor Mihai Cristea und von Musiklehrer Cristian Roșoagă umrahmt. Anschließend wurden alle zu einer Agape eingeladen. In diesem Jahr erfüllen sich 20 Jahre, seit diese Pfarrei gegründet wurde. Am Freitag, dem 1. September 2000, fand in der „Hl. Franziskus und Klara“- Kapelle die festliche Eröffnung der neuen römisch-katholischen Pfarrei statt, die der Allerheiligsten Dreifaltigkeit gewidmet ist. Die Eröffnungsmesse zelebrierte der heute emeritierte Diözesanbischof Martin Roos. Ihm standen damals zur Seite der Generalvikar der Diözese Temeswar, László Böcskei (heute Bischof von Großwardein), der damalige Dechant und Stadtpfarrer von Reschitza, Josef Csaba Pál (heute Bischof von Temeswar) und der damalige Stadtpfarrer von Bokschan Adalbert Jäger (heute Domherr und Pfarrer in Temeswar VI Fratelia). Als Gäste waren anwesend der damalige rumänisch-orthodoxe Protopope der Reschitzaer Altstadt, Dr. Vasile Petrica, und der reformierte Pastor Makay Botond. In Rahmen der damaligen Heiligen Messe wurde auch der erste Pfarrer der neugegründeten römisch-katholischen Pfarrei, Simon Ciubotaru, eingesetzt. Erwähnenswert ist noch, dass damals zum Schluss des Gottesdienstes die Vernissage einer Ikonenausstellung der Künstlerin Maria Tudur stattfand, eine Initiative des Kultur- und Erwachsenenbildungsvereins „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“. Über die Ikone im Leben der östlichen Christen sprach der orthodoxe Protopope von Reschitza, Dr. Vasile Petrica, während Bischof Martin Roos die Ausstellung im Zeichen der Ökumene eröffnete. Gast der damaligen Festlichkeiten war auch der Reschitzaer Bürgermeister Dipl.-Ing. Mircea Ioan Popa.
von Erwin Josef Țigla
Foto: Corina Bouda-Gruia
Erschienen in: Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien, Bukarest, 28. Jahrgang/Nr. 6864 Dienstag, 16. Juni 2020, S. 4







