Das Hochfest der Erscheinung des Herrn wird in der römisch-katholischen Kirche am 6. Jänner gefeiert. Damit endet die Weihnachtszeit, obwohl am 2. Feber das Fest der Darstellung des Herrn – Mariä Lichtmeß ebenfalls mit der Geburt des Herrn verbunden ist. Am 6. Jänner wird in den katholischen Kirchen der Diözese Temeswar Weihwasser, Salz, Weihrauch und Kreide geweiht, die sowohl in der Kirche, als auch in den Häusern, privat, oder bei der Hausweihe benutzt werden.
In der Pfarrkirche zu Temeswar IV Josefstadt wurde das Weihwasser im Rahmen der hl. Messe von Kaplan Tiberiu Szabo, Diözesanjugendseelsorger geweiht. „Das heutige Hochfest zeigt uns wie Gott sich von denen gefunden lässt, die ihn aufrichtig suchen. Die drei weisen Könige aus dem Morgenland – die Magier -, sind für uns ein Beispiel, denn wir wissen wie intenssiv sie Gott, den Heiland suchten. Sie haben viele, viele Meilen hinter sich, sie verlassen Sicherheit und Bequemlichkeit. Sie reisen meistens Nachts, was damals viel gefährlicher war. Aber diese war die einzige Möglichkeit dem Stern, der sie nach Bethlehem führte zu folgen. Der Stern erinnert uns an einer Sehnsucht, an einem Wunsch. Es ist die Sehnsucht, die uns anzieht, die uns dazu bringt Risikos einzugehen ohne klar zu wissen ob wir eine Antwort auf unsere Suche und auf unsere Fragen finden werden. Trotzdem, die Verfolgung eines Ziels, die Suche nach etwas wichtiges bringt uns viel Freude. Am Anfang dieses neuen Jahres dürfen wir uns Ziele setzen und unsere Sehnsüchte folgen, Ziele und Sehnsüchte, die  Gott in uns pflanzt und uns zu ihm führen. Wir dürfen uns Fragen stellen und nicht alles so annehmen wie es kommt, wie wir gewöhnlich leben. Welche tiefe Sehnsucht setzt uns in Bewegung. Wo suchen wir Gott?” – sagte Kaplan Tiberiu Szabo in seiner Predigt.
Am Ende der heiligen Messe nahmen die anwesenden Gläubigen Weihwasser und sogar gesegnter Salz nach Hause.
Pressebüro der Römisch-Katholischen Diözese Temeswar