Am Samstag, den 8. Oktober 2022, ab 16.00 Uhr, fand in Dognatschka im Rahmen der Deutschen Kulturdekade im Banater Bergland und auf Initiative des örtlichen Deutschen Demokratischen Forums die Feier des 300-jährigen Jubiläum der deutschen Ansiedlung, der Wiederbelebung des Dorfes und der Eröffnung der örtlichen Berg- und Hüttenwerke statt. Die Feierlichkeiten begannen mit einer Eröffnungszeremonie im Hof des Forumssitzes und mit dem Empfang der Gästen aus Böheimkirchen (Österreich), Temeswar, Reschitza und Ferdinandsberg. Zu den Rednern gehörten Erwin Josef Țigla, Vorsitzender des Deutschen Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen/Reschitza, Dr. Johann Fernbach, Vorsitzender des Deutschen Demokratischen Forums Banat, ein Vertreter der Gemeinde Böheimkirchen, die mit der römisch-katholischen Gemeinde Dognatschka eine Partnerschaft seit vielen Jahren gestartet hat, Lothar Nikolaus, Vorsitzender des Deutschen Demokratischen Forums Dognatschka und nicht zuletzt der Bürgermeister Remus Rof. Es folgte der Besuch des örtlichen Bergbau- und Feuerwehrmuseums, das am 14. August am Sitz des Deutschen Forums in Dognatschka von Lothar Nikolaus, dem Vorsitzenden des Ortsforums, Klaus Mihnea und Geta Drugarin eröffnet wurde. Die Gäste konnten Gegenstände von historischem und geistigem Wert aus der Vergangenheit des Bergbaus, der Industrie, der Verwaltung, des Gemeindelebens und des katholischen christlichen Glaubens in Dognatschka bewundern. Von hier aus zogen alle anwesenden Gäste, angeführt von den Fahnen der örtlichen Bergleute und Feuerwehrleute, mit Darstellungen der hl. Florian und der hl. Barbara, zur römisch-katholischen Kirche, wo sie von Pfr. Franz Ebenspanger empfangen wurden. Pfr. Ebenspanger hat eine kurze Andacht und eine Predigt gehalten und segnete das neu errichtete Jubiläumsdenkmal. Das Monument wurde im Hof der römisch-katholischen Kirche von Lothar Nikolaus, Klaus Mihnea und Dorin Dragomir errichtet und erinnert an 300 Jahre Präsenz der deutschen katholischen Bergleute und Arbeiter der Eisenhüttenwerke in der Ortschaft. Pfarrer Ebenspanger predigte in rumänischer und deutscher Sprache und erinnerte an die harte Arbeit der ersten Siedler, die als erstes ein Gotteshaus errichteten, in dem sie den Gottesdiensten beiwohnen konnten. Sie bauten die Kirche, in der sie die hl. Messe besuchten, die Sakramente empfangen haben, ihre Kinder tauften und vor Gott Ehen schließen konnten. Wir sind aufgefordert, für sie zu beten und sie dem himmlischen Vater anzuvertrauen, denn sie haben in schwierigen Zeiten und unter schwierigen Bedingungen mit Aufopferung und Liebe daran gearbeitet, den christlichen Glauben an uns weiterzugeben. In diesem Moment überreichte die Delegation aus Böheimkirchen Pfarrer Ebenspanger ein geistliches Geschenk: ein neues Messbuch in deutscher Sprache für die Kirche in Dognatschka. Erwin Josef Țigla überreichte den Initiatoren des Museums und des Denkmals eine Plakette. Nach dem Gruppenfoto folgte um 17.00 Uhr im örtlichen Kulturheim ein Programm mit den Gästen aus Reschitza und Temeswar: Das deutsche Volkstanzensemble „Enzian“, der Chor „Franz Stürmer“, die Musikgruppe „Intermezzo“ und Marianne & Petru Chirilovici, alle aus Reschitza. Herr Țigla präsentierte bei dieser Gelegenheit auch den philatelistischen Umschlag und den Sonderpoststempel mit dem die gesamte Post der Postämter von Dognatschka und Bokschan am Tag vor dem Jubiläum abgestempelt wurde, bzw. überreichte Pfarrer Ebenspanger und den Gästen je einen philatelistischen Jubiläumsumschlag. Zum Abschluss wurden die Gäste in den Sitz des Forums zu einem Abendessen und einem fröhlichen Beisamensein eingeladen.
Pressestelle der Diözese Temeswar











