Am Dienstag, den 8. November, nahmen die Priester der Dekanate Temeswar, Tschanad und Detta an einem gemeinsamen Dekanatstreffen teil, das vom örtlichen Pfarrer, Szilárd Vodila, in der Pfarrgemeinde Busiasch organisiert wurde.
Das Treffen begann mit einer Heiligen Messe, die von Generalvikar Msgr. Johann Dirschl, zusammen mit den Priestern der drei Dekanate zelebriert wurde. Während der Heiligen Messe hielt Dr. Endre Kiss, Spiritual des römisch-katholischen theologischen Priesterseminars von Karlsburg, Theologieprofessor und Dozent an der Babeș-Bolyai-Universität, der eingeladen war, den anwesenden Priestern einen Vortrag zu halten, auch die dazugehörende Predigt. Dr. Kiss sprach über die Bedeutung und die Realität des täglichen Lebens, der täglichen Tätigkeit eines jeden von uns, in der jeder Mensch seine eigenen Pflichten hat, die wir mit Würde erfüllen müssen, im Geist und im Licht der Tageslesung aus der Hl. Schrift.
Nach der Heiligen Messe begann der Vortrag, an dem auch der Diözesanbischof Josef Csaba Pál teilnahm. Spiritual Dr. Endre Kiss sprach zu den Anwesenden über das Thema der priesterlichen Spiritualität der Diözese und versuchte, die Bedeutung der priesterlichen Spiritualität zu erläutern.
Der Vortrag des Referenten war in drei Teile gegliedert: Diözese, Spiritualität und Priestertum – er verband diese drei Teile, um eine Vorstellung davon zu vermitteln, wie die Spiritualität des Priesters in der heutigen Diözese aussehen sollte. „In den Synodaldokumenten ist auch von priesterlicher Spiritualität die Rede, und der Begriff der diözesanen priesterlichen Spiritualität ist mir zum ersten Mal bei Papst Franziskus begegnet.“
Dr. Endre Kiss sprach über die vier Säulen, die in der priesterlichen Spiritualität der Diözese wichtig sind: die Nähe zu Gott, die Nähe zum Bischof, die Nähe zur Diözese und die Nähe zu den Gläubigen. Davon spricht das Dekret des Zweiten Vatikanischen Konzils, Optatam Totius. Er betonte die Bedeutung der Einrichtung und des Bestehens einer priesterlichen Gemeinschaft, die die Priester in ihrer Berufung stärkt. Er betonte auch die Wichtigkeit des missionarischen Geistes der heutigen Priester, diesen Geist in sich selbst zu wecken und nicht nachlässig im Glauben zu sein, sondern anspruchsvoll in ihrem priesterlichen Leben, denn «eine gute priesterliche Zusammenarbeit ist das, was die Diözese funktionieren lässt. Die Priester von heute müssen sich darüber im Klaren sein, dass eine auf Heiligkeit gegründete Bruderschaft und nicht ein auf Eigenwillen basierendes Leben gestärkt werden muss.»
Im Anschluss an die Präsentation wurden weitere pastorale und verwaltungstechnische Diskussionen geführt, und die Sitzung endete mit dem Gebet «Engel des Herrn».

Pressestelle der Diözese Temeswar