Unter diesem Motto organisierten das Diözesanjugendzentrum der Diözese Temeswar und die römisch-katholische Pfarrgemeinde, die zum größten Teil aus tschechischen Gläubigen aus Eibenthal besteht, am Samstag vor dem ersten Adventssonntag das traditionelle Treffen der Jugendlichen aus dem Erzdiakonat Banater Bergland und das Anzünden der ersten Kerze am Adventskranz. Das Programm des Tages umfasste eine Katechese, Gespräche in kleinen Gruppen, Plenum, Workshops und zum Abschluss eine feierliche Heilige Messe, die in diesem Jahr von Seiner Exzellenz Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, zelebriert wurde.
Die Jugendlichen, die aus fast allen Gemeinden des Banater Berglands und aus Temeswar anreisten, wurden von den Jugendlichen der gastgebenden Pfarrgemeinde herzlich empfangen, die vor der Kirche mit der traditionellen „kolač“-Kuchen mit süßem Käse, Marmelade und heißem Tee auf die Gäste warteten.
Das Programm begann um 11.00 Uhr mit einem Gebet, gefolgt von einer Katechese zum Thema: „Dienen bringt Licht“ von Pfarrer Mihai Milan Sima, Pfarrer von Klokotitsch. „Wir verstehen den wahren Wert des Lichtes erst, wenn wir ohne Licht bleiben. Ohne Licht wissen wir nicht, wohin wir gehen sollen, wir verirren uns und erreichen unser Ziel nicht. Das wahre Licht ist Jesus Christus. Gott ruft uns auf, in der Welt zu leuchten, damit andere das Licht in uns sehen und Gottes Liebe und Barmherzigkeit erfahren können. Wir können nur Licht in der Welt sein, wenn wir dem Beispiel Jesu folgen, der nicht in die Welt kam, um bedient zu werden, sondern um zu dienen. Wir sind Söhne des Lichtes, wenn wir wie Jesus mit Liebe und Demut denen dienen, die Hilfe brauchen“ – so der Pfarrer in seiner Predigt. Für die Diskussion in der Kleingruppe wurden die folgenden Fragen vorgeschlagen: Was bedeutet es für mich, ein Sohn des Lichts zu sein? Wie kann ich das leben? Durch welche konkreten Taten kann ich Licht in das Leben der anderen, in das Leben meiner Familie, meiner Pfarrei, meiner Gemeinschaft bringen? Den sechs Gruppen wurden Räume im Gemeindehaus sowie zwei Räume im örtlichen Rathaus und im Restaurant zur Verfügung gestellt, wo alle Teilnehmer zum Mittagessen eingeladen waren. Junge Menschen aus Eibenthal zeigten einmal mehr ihre Gastfreundschaft, halfen beim Servieren und sorgten dafür, dass niemand Hunger spürren musste.
Im Plenum stellten die Vertreter der Gruppen die Zusammenfassung der Diskussionen vor und betonten: „Die Söhne des Lichts sind die Söhne Gottes, die im Glauben nach den Lehren Jesu leben und immer auf den Herrn vertrauen. Sie dienen ihm und den Bedürftigen. Als konkrete Maßnahmen nannten die Jugendlichen: den Menschen in ihrer Umgebung nahe sein, für sie da sein, wenn sie Hilfe brauchen, den Armen helfen und nicht vor ihnen zurückschrecken, Behinderten und Benachteiligten gegenüber nicht gleichgültig sein, den eigenen Stolz aufgeben, Opfer bringen und andere Menschen an die erste Stelle setzen, d.h. sich ehrenamtlich engagieren, beten.“
Nach dem Mittagessen folgten Workshops, in denen die Jugendlichen die Möglichkeit hatten, Adventskränze zu basteln. Die Organisatoren waren mit Tannenzweigen, Drahtrahmen und vielen Accessoires speziell für diese Zeit vorbereitet.
Der feierlichste Moment der Veranstaltung war das von Diözesanbischof Josef Csaba Pál zelebrierte Pontifikalamt, bei dem ein junges Mädchen die erste Kerze des Adventskranzes auf einem der Seitenaltäre der Kirche entzündete. Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes übernahm der Jugendchor. Die angereisten Priester konzelebrierten und beteten gemeinsam mit den jungen Teilnehmern.
In seiner Predigt erwähnte der Diözesanbischof zwei Punkte, über die sie meditierten: im ersten Teil über das Evangelium des ersten Adventssonntags und im zweiten Teil über den Advent. „Jesus sagt: Seht zu, dass auch ihr ein glückliches Leben habt. Bleiben Sie im Gebet mit dem Einen, der an Weihnachten geboren wurde und dessen Geburtstag wir jetzt feiern wollen verbunden. Es gibt viele, die in Weihnachten nur den Baum, die Geschenke und das Fest sehen. Vielleicht sind auch wir oft blind gewesen, vielleicht haben auch wir die Werke Gottes nicht wahrgenommen, sondern nur das, was Menschen getan haben. Bitten wir Gott um neue Augen, Augen der Seele, die entdecken, was Gott tut, dass Gott wunderbar wirkt“. – sagte der Bischof. Nach der Predigt gab Marybel Köstner, eine Neuntklässlerin aus Reschitza, ihr Zeugnis ab und teilte ihre Gedanken zum Advent mit den Anwesenden: „Der Advent ist eine Zeit der tiefen Erwartung der Ankunft unseres Erlösers Jesus Christus. Zu Beginn der Adventszeit habe ich mir persönliche Regeln gegeben und versucht, mein Verhalten als Christ zu verbessern. Ich habe in den vier Wochen des Advents, des Fastens und des Gebets der vorigen Jahre entdeckt, dass Gott mir viele Gelegenheiten geschickt hat, um das zu erreichen, was ich mir vorgenommen habe.“
Am Ende des Gottesdienstes sprach Pfr. Mihai Milan Sima und kündigte unter dem Beifall der Anwesenden an, dass im nächsten Jahr das Treffen der Jugendlichen aus dem Erzdiakonat des Banater Berglands und das Anzünden der ersten Adventskerze in der Pfarrei Klokotitsch stattfinden wird.
Pfr. Davor Lucacela, Seelsorger von Orschowa, zu dem auch die Pfarrgemeinde Eibenthal gehört, bedankte sich bei Seiner Exzellenz Josef Csaba Pál, Bischof von Temeswar, für die Feier der Heiligen Messe und dafür, dass er diesen Tag mit jungen Menschen verbracht hat, bei den örtlichen Behörden für die gute Zusammenarbeit und bei den Organisatoren und jungen Freiwilligen für ihre Bemühungen.
Es war ein Tag mit vielen schönen Ereignissen und Gedanken, Zeugnissen in Wort und Tat, neuen Freundschaften, gemeinsames Gebet und geistlicher Vorbereitung auf das Fest der Geburt unseres Erlösers, Jesus Christus, Weihnachten.

Pressestelle der Diözese Temeswar