Im Rahmen des Synodalen Pfades fand vom 5. bis 12. Feber in Prag die Synodale Kontinentalversammlung für Europa statt. Am ersten Teil des Treffens, vom 5. bis 9. Feber, haben 200 Personen teilgenommen. Davon waren 156 Delegierte der 39 Bischofskonferenzen, die Mitglieder des Europäischen Konferenz der Katholischen Bischöfe (CCEE) sind. Jede nationale Delegation bestand aus dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz und drei weiteren Delegierten, die das ganze Volk Gottes vertreten. Darüber hinaus wurden 44 Teilnehmer als Vertreter der repräsentativsten kirchlichen Organisationen auf europäischer Ebene direkt von der CCEE-Präsidentschaft eingeladen. Mehrere Delegierten aus anderen christlichen Konfessionen wurde ebenfalls an den Beratungen teilnehmen. Zusätzlich zu den 200 anwesenden Delegierten haben zehn Delegierten aus jeder Bischofskonferenz online teilgenommen. Aus der Diözese Temeswar hat Pfr. Zsolt Szilvágyi, Pastoralvikar, online an den Sitzungen teilnehmen. An den letzten beiden Tagen, dem 10. und 12. Februar, versammelten sich ausschließlich Bischöfe des europäischen Kontinents, die sich verpflichteten „eine synodale Kirche“ weiterzuentwickeln, indem sie den Hinweisen von Papst Franziskus folgen und sich darüber freuen, dass die Arbeiten der Kontinentalversammlung in Prag „ein unmissverständliches Zeichen unserer einzigartigen Zugehörigkeit zu Christus“ waren.
In der Abschlussnote heben die Bischöfe hervor, wie „gegenseitiges Zuhören, fruchtbarer Dialog, die Geschichte, wie unsere kirchlichen Gemeinschaften die erste Phase des synodalen Prozesses erlebt und sich auf dieses kontinentale Treffen vorbereitet haben“, „das klare Zeichen der einzigartigen Zugehörigkeit zu Christus“ sind.
Die Bischöfe verpflichten sich daher, „den synodalen Prozess in unseren diözesanen Strukturen und unserem diözesanen Leben weiter zu leben und zu fördern“, und betonen, dass „diese Erfahrung der Fürsorge für die ganze Kirche in Europa uns in unserem Engagement ermutigt hat, unsere universale Sendung treu zu leben“.
„Wir engagieren uns – schreiben die Bischöfe – dafür, die Hinweise des Nachfolgers Petrus, unseres Heiligen Vaters, zu unterstützen, eine synodale Kirche zu werden, die von der Erfahrung der Gemeinschaft, Teilhabe und Mission in Christus genährt wird.“
Etwa zweihundert Teilnehmer der Kontinentalversammlung der Synode in Prag, 156 Delegierte der 39 Bischofskonferenzen Europas und 44 vom Rat der Bischofskonferenzen Europas eingeladen.
Dazu kamen 270 Online-Delegierte. Die Versammlung fand vom 5. bis 9. Februar statt und endete mit der Annahme eines Abschlussdokuments, das auch von den Bischöfen bei ihrer Abschlusssitzung entgegengenommen wurde.
Anbei der vollständige Wortlaut der Schlussbemerkungen der Bischöfe.
Kontinentale Versammlung der Synode
Schlussbemerkungen der Bischöfe
Wir danken dem Herrn für die Erfahrung der Synodalität, die uns alle – Bischöfe, Priester, geweihte Männer und Frauen und Laien – zum ersten Mal auf kontinentaler Ebene Seite an Seite gesehen hat. Wir freuen uns, weil wir in diesen Tagen in Prag feststellen konnten, dass die Momente des gemeinsam gelebten Gebets und noch mehr die Arbeit der Versammlung eine zutiefst spirituelle und wahrhaft synodale Erfahrung gewesen sind. Das gegenseitige Zuhören, der fruchtbare Dialog und die Geschichte, wie unsere kirchlichen Gemeinschaften die erste Phase des synodalen Prozesses gelebt und sich auf dieses kontinentale Treffen vorbereitet haben, sind ein untrügliches Zeichen für unsere einzigartige Zugehörigkeit zu Christus.
Die nationalen Berichte, die Gruppenarbeit und die vielen Beiträge, die wir gehört haben, sind in dem der Versammlung vorgelegten Schlussdokument zusammengeführt worden. Es wird der Beitrag der Kirchen in Europa zur Erarbeitung des Instrumentum laboris der Synode sein. Wir danken denjenigen, die ihre Erfahrungen offen und mit Respekt vor den unterschiedlichen Sensibilitäten geteilt haben. Wir danken auch dem Redaktionsausschuss für die großartige Arbeit, die er bei der Ausarbeitung des Dokuments geleistet hat.
Als Frucht dieser synodalen Erfahrung sind wir Bischöfe verpflichtet, den synodalen Prozess in unseren diözesanen Strukturen und in unserem Leben weiter zu leben und zu fördern. Diese Erfahrung der Sorge um die ganze Kirche in Europa hat uns in unserer Verpflichtung bestärkt, unsere universale Sendung treu zu leben. Wir setzen uns dafür ein, dass der Nachfolger Petri, unser Heiliger Vater, eine synodale Kirche wird, die von der Erfahrung der Gemeinschaft, der Teilhabe und der Sendung in Christus genährt wird.
Wir wollen gemeinsam als heiliges Volk Gottes, als Laien und Pastoren, als Pilger auf den Straßen Europas unterwegs sein, um die Freude des Evangeliums zu verkünden, die aus der Begegnung mit Christus erwächst. Wir wollen dies gemeinsam mit unseren Brüdern und Schwestern aus anderen christlichen Konfessionen tun.
Wir werden unermüdlich daran arbeiten, den Raum unserer Zelte zu vergrößern, damit unsere kirchlichen Gemeinschaften noch mehr zu Orten werden, an denen sich jeder willkommen fühlt.
Prag, 11. Februar 2023, am liturgischen Gedenktag der Seligsten Jungfrau Maria von Lourdes
Quelle: mcusercontent.com, www.synod2023.org







