„Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer meinen Leib isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben“ (vgl. Joh 6, 51-54). Diese Worte Jesu Christi an die Menschenmenge, die ihn in Kapernaum suchte, klingen noch immer in den Herzen derer nach, die ihm nachfolgen, in den Seelen der Jünger und Gläubigen, die nach 2000 Jahren Sonntag für Sonntag die hl. Messe besuchen und die heilige Kommunion empfangen. Das Hochfest des Leibes und Blutes des Herrn wurde von Papst Urban IV. (1261-1264) eingeführt, der in einem Schreiben mit dem Titel „Transiturus de hoc mundo“ (Das, was über diese Welt hinausgeht) vom 11. August 1264 dieses Hochfest für den ersten Donnerstag nach dem Hochfest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit festlegte und es auf die gesamte katholische Kirche ausdehnte. Gleichzeitig beauftragte Papst Urban IV. den heiligen Thomas von Aquin (1225-1274) mit der Verfassung von speziellen Hymnen und liturgischen Texten für dieses Hochfest.
Das Hochfest des allerheiligsten Leibes und Blutes des Herrn wurde am Donnerstag, dem 30. Mai, in der Domkirche zum Heiligen Georg, der römisch-katholischen Kathedrale von Temeswar, gefeiert, als sich die Gläubigen aus allen Pfarreien der Stadt und der Umgebung um das allerheiligste Sakrament versammelten. Das Pontifikalamt wurde von Seiner Exzellenz Josef Csaba Pál, Diözesanbischof von Temeswar, zusammen mit Seiner Exzellenz Jeffrey Marc Monforton, Weihbischof der Erzdiözese Detroit, Michigan, Titularbischof von Centuria, Leiter des Unterausschusses der Katholischen Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten für die Interstützung der katholischen Kirche in Mittel- und Osteuropa gefeiert. Es konzelebrierten Priester und Kapläne aus den Pfarreien der Stadt Temeswar. Der Chor „Exultate“ der Domkirche unter der Leitung des Organisten Róbert Bajkai-Fábián und der ökumenische Jugendchor „Harmonia Christi“ unter der Leitung von Iustin Călin sorgten für die musikalische Gestaltung.
In der auf Rumänisch, Ungarisch und Deutsch gehaltenen Predigt sagte der hochw. Herr Tiberiu Szabo, Kaplan in Temeswar IV. Josefstadt: „Heute bevorzugen wir kurzfristige Verpflichtungen, weil wir im Grunde nur an unserem momentanen Wohlbefinden interessiert sind. Ein Leben, das für ein falsches Ideal gelebt wird, wird zu einem geopferten, aber unerfüllten Leben. In der Heiligen Schrift finden wir, dass Gott sich verpflichtet, seinem Volk treu zu sein. Auf der einen Seite betrachten wir Gottes Liebe zu uns, d.h. seine Verpflichtung zur Treue, auf der anderen Seite fragen wir uns, ob wir bereit sind, uns für unsere Beziehung zu Gott einzusetzen. Ich möchte mit einer Hausaufgabe schließen; vier Fragen, über die es sich lohnt, einen Moment nachzudenken: Wovon ernähren Sie sich im Moment geistlich? Wie lassen Sie Jesus in Ihr Leben kommen? Wie kompromissbereit bist du in den wichtigen Beziehungen deines Lebens? Welchen Platz und welche Bedeutung hat die Eucharistie in deinem Leben?“
Es folgte die Prozession mit der Heiligen Eucharistie zu den vier besonders geschmückten Altären (Eucharistiezelten) in der Domkirche, wobei die Gläubigen Seine Exzellenz Josef Csaba Pál, den Diözesanbischof, und die anwesenden Priester begleiteten, Gebete sprachen und Lieder sangen. Präbendar Augustin Bărbuț, Pfarrer von Temeswar IX. Allerhl. Dreifaltigkeit (Marienheim), Pfr. Zoltán Máthé, Pfarrer von Temeswar V. Mehala (Franzstadt), Domherr Zoltán Kocsik, Rektor der Klosterkirche des Piaristenordens, und Pfr. Daniel Dumitru, Pfarrer von Temeswar II. Fabrikstadt haben vier Fragmente aus den Evangelien, auf Deutsch, Ungarisch und Rumänisch bei den speziell dafür geschmükten vier Nebenaltären gelesen. Die Heilige Messe endete mit dem feierlichen eucharistischen Segen.
Pressestelle der römisch-katholischen Diözese Temeswar

















