Am Mittwoch, dem 20. August 2025, um 12:00 Uhr, fand im Seniorenheim „Emmaus“ der Caritas Banat Sanctus Gerhardus in Tschakowa die offizielle Eröffnung des Projekts „Vernetzte Gesundheits- und Sozialdienste in der Grenzregion“ statt. Das Projekt wird im Rahmen des grenzüberschreitenden Kooperationsprogramms Interreg IPA Rumänien–Serbien durchgeführt – dem ersten Interreg IPA-Programm der EU, das von der Europäischen Kommission genehmigt wurde.
Das Programm umfasst drei rumänische Kreise (Temesch, Karasch-Sewerin und Mehedinți) sowie sechs serbische Bezirke (Severno Banatski, Srednje Banatski, Južno Banatski, Braničevski, Borski und Podunavski), wie auf der offiziellen Website des Interreg IPA Rumänien–Serbien Programms 2021–2027 angegeben wird.
Die drei Projektpartner sind: das Gerontologische Zentrum (Gerontološki Centar) in Kikinda, Serbien, Caritas Banat Sanctus Gerhardus in Tschakowa und die Stadtverwaltung Detta.
Bei der Projektvorstellung in Tschakowa waren anwesend: Dragan Stjepanović, Direktor des Gerontologischen Zentrums Kikinda, begleitet von zwei weiteren Vertretern, Petru Roman, Bürgermeister der Stadt Detta, Pfarrer György Kóbor, Direktor der Caritas Banat Sanctus Gerhardus und emeritierter Pfarrer von Tschakowa, Pfarrer Dorin Gyula Filip, amtierender Pfarrer von Tschakowa und Petru Filip, Bürgermeister von Tschakowa, sowie Mitarbeiter, Bewohner des Seniorenheims sowie weitere Gäste.
Das Projekt wurde von Frau Katalin Kovács, Projektmanagerin, vorgestellt. Sie wurde begleitet von Herrn Zsolt Kása, Finanzmanager der Stiftung Diaspora (Szórvány Alapítvány) aus Temeswar.

Die Projektziele umfassen:
in Kikinda (Serbien): Renovierung und Ausstattung des Altenpflegezentrums, Möblierung und Bereitstellung von Pflegegeräten und -materialien. In Tschakowa (Rumänien): Sanierung der bereits vorhandenen Pflasterung im Hof des Heims, Anschaffung von sechs Containern à 15 m², Installation einer Solaranlage mit 10 kWh Speichersystem, Ankauf von zehn elektrischen Pflegebetten.
Pfarrer György Kóbor erklärte, dass die Container als medizinisches Behandlungszimmer, Physiotherapieraum, Besuchsraum für Angehörige sowie als Lager genutzt werden sollen.
In Detta (Rumänien): Renovierung und Ausbau des Rehabilitationszentrums, Ausstattung der Behandlungsräume, Anschaffung eines elektrischen Kleinbusses.
Bürgermeister Petru Roman ergänzte, dass das Projekt in Detta auch mit dem Thermalbad verbunden wird, wo ein medizinischer Bereich für Menschen mit Behinderungen eingerichtet werden soll.
Weitere Redner waren Pfarrer Ioan Doț, Verwalter im Altenheim „Emmaus“, sowie Herr Dragan Stjepanović, der seine Freude über den Projektstart und die Zusammenarbeit mit den Partnern aus dem Banat zum Ausdruck brachte.

Geplante Aktivitäten:
Investitionen in Infrastruktur und Ausstattung, Organisation von Konferenzen, Schulungen und Workshops für das Personal, Grenzüberschreitende Gemeinschaftsveranstaltungen für Senioren, Erfahrungsaustausch-Workshops für Pflegepersonal und Fachkräfte, Schulungen zur Verbesserung der angebotenen Dienstleistungen, Vorbereitung der Zielgruppe auf ein möglichst selbstständiges Leben.
Die Projektlaufzeit endet am 10. August 2026. Das Gesamtbudget beträgt 1.749.485,66 Euro, davon stammen 1.487.062,80 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Der rumänische Staat beteiligt sich mit 26.719,57 Euro für Tschakowa und mit 90.183,57 Euro für Detta.

Pressestelle der Diözese Temeswar