Im Brief Seiner Exzellenz Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, an den Priestern und Laien, zum Thema „Ständiges Diakonat“ im Mai d.J., heißt es: „Seit 2018 hat sich die rumänische Bischofskonferenz für den Ständigen Diakonat in Rumänien positiv entschieden. Wenn Sie Männer kennen, die an diesem Dienst interessiert und dafür geeignet wären, wenden Sie sich bitte an ihre Pfarreien, und wenn sie diese für geeignet halten, setzen sie sich mit der Diözese in Verbindung und empfehlen sie uns diese Kandidaten. « Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.» (Mt 9, 38)“ Die erste Begegnung der Kandidaten, die heuer diesem Aufruf gefolgt sind, fand am Samstag, den 15. Juni, um 17:00 Uhr im Saal des Diözesanjugendzentrums in Temeswar, in Anwesenheit Seiner Exzellenz Josef Csaba Pál und des Domherrn Zsolt Szilvágyi, Pastoralvikar statt. An dem Treffen nahmen auch die Kandidaten, ihre Ehefrauen und die zuständigen Pfarrer teil, nämlich Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar und Pfarrer von Temeswar I. Innere Stadt, Pfr. Lajos Máthé aus Neusentesch, Pfr. Cristinel Balan aus Lowrin, Pfr. Attila Kozovits aus Perjamosch, Erzdechant Veniamin Pălie, Pfarrer von Reschitz I „Maria Schnee“. Die Kandidaten kamen aus den Pfarreien Tschanad, Neusentesch, Perjamosch, Lowrin, Arad-Schega, Reschitz I., Karaschowa, Slatina a.d. Temesch und aus der Stadt Temeswar.
In seinen einleitenden Worten begrüßte der Diözesanbischof die Anwesenden und nannte einige allgemeine Hinweise: „Weltweit sind etwa ein Zehntel der Kleriker Diakone. Auf Landesebene haben wir bisher sechs ständige Diakone, drei in unserer Diözese und drei in der römisch-katholischen Diözese Oradea/ Großwardein. Der ständige Diakon ist Teil des Klerus und muss daher eine gründliche theologische Ausbildung erhalten. Wenn er nicht verheiratet ist, wenn er Diakon wird, wird er ein zölibatärer Diakon. Wenn er verheiratet ist, muss er schon mindestens 5 Jahre lang verheiratet sein, ein vorbildliches Familienleben führen und seine Frau muss mit seiner Wahl einverstanden sein. Das Mindestalter des Kandidaten ist 35 Jahre. Ständige Diakone dienen auf freiwilliger Basis.“
Anschließend erläuterte Pfr. Veniamin Pălie, Erzdechant, verantwortlich für die Ausbildung der Ständigen Diakone, einige Elemente des Direktoriums für den Dienst und das Leben der Ständigen Diakone: „Das ständige Diakonat wurde vom II. Vatikanischen Konzil in übereinstimmender Kontinuität mit der antiken Überlieferung und mit den diesbezüglichen Beschlüssen des ökumenischen Konzils von Trient wiederhergestellt. In Bezug auf den Dienst des Diakons in verschiedenen pastoralen Bereichen, ist der Diakon berufen, die Hl. Schrift zu verkünden und das Volk im Glauben zu unterweisen und zu ermahnen. Dies wird durch die Überreichung des Evangeliars ausgedrückt, wie dies im Weiheritus selbst vorgesehen ist. Das munus sanctificandi des Diakons äußert sich im Gebet, in der feierlichen Spendung der Taufe, in der Aufbewahrung und Austeilung der Eucharistie, in der Assistenz und Segnung bei Trauungen, in der Leitung der Trauer- und Begräbnisfeiern sowie in der Feier der Sakramentalien. Dies macht deutlich, wie sehr der Dienst des Diakons in der Eucharistie seinen Ausgangs- und Zielpunkt hat und sich nicht in einer einfachen sozialen Dienstleistung erschöpfen darf. Das munus regendi schließlich vollzieht sich im Einsatz für die Werke der Nächstenliebe und der Hilfeleistung sowie in der Belebung von Gemeinden oder Bereichen des kirchlichen Lebens besonders im Hinblick auf die Nächstenliebe. Es ist dies der Dienst, der am ausgeprägtesten den Diakon kennzeichnet.“ Anschließend stellte Pfr. Pălie auch eine Frage an die anwesenden Ehefrauen: „Wie sehe ich jetzt meinen Mann, der Ständiger Diakon werden will?“ Pfr. Pălie fügte hinzu: „Sehr wichtig ist die Gemeinschaft mit dem Bischof der Diözese und mit den Pfarrern, der verantwortungsvolle Wunsch, in der Kirche zu dienen und die theologische und spirituelle Vorbereitung des Kandidaten.“
Der Vortrag von Pfr. Pălie wurde durch die Erfahrungen zweier ständiger Diakone ergänzt, die in verschiedenen Gemeinden der Diözese tätig sind: Herr Péter Baum mit seiner Frau Melinda und Herr Mihály Kiss.
Am Ende des Treffens präzisierte der Diözesanbischof einige konkrete Dinge in Bezug auf die Studienjahre – 4 Jahre Studium in ungarischer Sprache am Römisch-Katholischen Theologischen Institut „Seminarium Incarnatae Sapientiae“ Karlsburg und in rumänischer Sprache am Römisch-Katholischen Theologischen Institut „St. Joseph“ in Jassy – die Anmeldung und die Aufnahmeprüfung.
Das Treffen endete mit dem Gebet und dem Segen des Diözesanbischofs.
Pressestelle der Diözese Temeswar













