„Ungefähr 250 Personen haben sich bereits in diesem Netzwerk angemeldet, 247 um genau zu sein, von denen sich mehr als 100 angemeldet haben und an diesem Treffen teilnehmen“ – sagte Pater István Barazsuly SDS, Pfarrer von Temeswar III. Elisabethstadt beim Treffen der Mitglieder des Gebetsnetzwerks für geistliche Berufungen, das in der Herz-Jesu-Kirche am Nachmittag des Sonntags des Guten Hirten, dem 21. April, dem traditionellen jährlichen Fest und Tag der Begegnung stattfand.
Auf Einladung der Organisatoren wurde der diesjährige Vortrag von Pfr. Zoltán Máthé, Pfarrer von Temeswar V. Franzstadt, mit dem Thema: ”Hl. Antonius und das Gebet” gehalten. Das Gebet entsteht aus der Heiligkeit, zu der wir berufen sind. Die Heiligkeit ist ein Geschenk Gottes und wird jedem Menschen angeboten. Der heilige Antonius von Padua verbindet das Gebet mit all dem, was Gehorsam im Klosterleben bedeutet. Gehorsam bedeutet, dass wir das Evangelium jeden Tag in dem Bereich leben, in dem wir unsere Berufung, unseren Ruf wiederentdeckt haben. Es geht darum, Gott zu suchen. Der heilige Antonius sucht nur das, was wesentlich ist. Für einen Christen ist das Wesentliche die Erlösung. Wer Gott sucht, muss bereit sein für einen neuen Anfang. Was lehrt uns der heilige Antonius über das Christsein? Was er in den Sermones (Predigten) schreibt, zeigt den geistigen Reichtum und die Gebetsfreudigkeit des heiligen Antonius von Padua. Über das Gebet sagt er: «Das Gebet ist die Liebesbeziehung, die den Christen zu einem süßen Gespräch mit Gott drängt, einem Gespräch, das unaussprechliche Freude schafft und den ganzen Menschen in die Betrachtung Gottes eintauchen lässt».“ – sagte Pfr. Máthé während des Vortrags.
Anschließend teilten sich die Teilnehmer in 10 Kleingruppen auf und suchten gemeinsam nach Antworten auf die Fragen: Wie lebe ich das Evangelium jeden Tag, wie suche ich Gott in meinem täglichen Leben? und Was sind die Grundlagen für mein Gebet?
Nach der eucharistischen Anbetung und dem eucharistischen Rosenkranzgebet endete das Programm mit der von Pater István Barazsuly SDS zelebrierten Dankesmesse. In seiner Predigt sagte der Pfarrer über die priesterliche Berufung: ”Sicher, wir brauchen Priester, wir beten für diese Berufungen, gleichzeitig haben viele Angst, dass ihr Kind Priester, Ordensschwester oder geweihte Person wird.”
Am Ende des Treffens dankte Frau Clara Balint im Namen der Organisatoren allen Anwesenden für ihre Teilnahme und ihren Beitrag zum reibungslosen Ablauf der Programme.
Was ist das Gebetsnetzwerk? Es ist eine persönliche oder familiäre freiwillige Gebetsverpflichtung für priesterliche Berufungen und geweihtes Leben. Das „Netzwerk“ wurde am 22. November 2009 in Temeswar auf Initiative der Salvatorianerinnen in Elisabethstadt und des damaligen Pfarrers Pater Nikola Lauš SDS gegründet. Die Mitglieder des Netzwerks verpflichten sich durch die Erfüllung ihrer persönlichen Gelübde, jeden Monat an einem frei gewählten Tag für diese Sache zu beten oder gute Taten zu vollbringen, an einer monatlichen Eucharistischen Anbetung und an den jährlichen Treffen teilzunehmen und neue Mitglieder für das Netzwerk zu gewinnen. Zur Zeit sind alle die Mitglieder hauptsächlich römisch- und griechisch-katholische Gläubigen aus Temeswar, Arad, Reschitza, Deva und Lugosch, bzw. aus Österreich, Deutschland und Israel.
Pressestelle der Diözese Temeswar













