Am Samstag, den 7. Oktober, endete das Programm der Pastoraltage mit einem Vortrag, Diskussionen in Kleingruppen und der Auswertung des dreitägigen Treffens. Zum ersten Mal in Temeswar, im Kolpinghaus, organisiert, brachte diese Veranstaltung auf Diözesanebene Priester und Laien bzw. Gäste aus dem In- und Ausland zusammen, die mit den Anwesenden Erfahrungen, Gedanken und Zeugnisse zum gewählten Thema teilten: Mission.
Der letzte Vortrag des Programms mit dem Titel „Mission heute – Chancen und Herausforderungen“ wurde von Pfr. István Gáspár, Seelsorger von Szolnok-Mitte, Ungarn, gehalten. „Der heilige Papst Johannes Paul II. war der erste, der die Mission als Evangelisierung bezeichnete und den Ausdruck „Neuevangelisierung“ verwendete. Was ist die Neuevangelisierung? Der Heilige Papst sagte, sie sei neu in ihrem Feuer, ihrer Sprache und ihrer Begeisterung. Sie ist also neu in ihrem Feuer, die Frohe Botschaft Christi mit Feuer zu verkünden, die neue Sprache zu finden, die die Menschen heute verstehen, und auch die Wege zu finden, auf denen wir Christus zu anderen bringen können. Der erste Schritt in der Mission wird Jüngerschaft genannt. Der Jünger ist derjenige, der zu den Füßen des Lehrers, zu den Füßen Christi sitzt, ihm zuhört, und was er hört, muss er weitergeben. Der Jünger lernt die Gesetze Christi, aber er befolgt sie aus Liebe. Die Lehre dauert ein Leben lang. Sie beinhaltet den täglichen Kontakt mit dem Meister und anderen Jüngern. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es in der Kirche viel mehr Konsumchristen als Jünger gibt. Das heißt, Christen, die nur konsumieren wollen, als zu empfangen. Zuerst soll Christus uns evangelisieren, uns zu seinen Jüngern machen, und wenn wir die Quelle gefunden haben, müssen wir mit anderen teilen, wo sie ihn finden können“ – sagte Pfr. Gáspár zu Beginn des Vortrags. Danach konnten die Anwesenden einige konkrete Möglichkeiten zur Bildung einer Gemeinschaft verfolgen, um so viele Gläubige wie möglich in das Leben und die Aktivitäten der Pfarrei einzubeziehen.

Pfr. István Gáspár formulierte auch Fragen für die Diskussionen in den Kleingruppen: Was kann ich persönlich tun, um ein Jünger zu werden? Was kann ich in dieser Hinsicht für meine Gemeinde tun? Was können wir für diejenigen tun, die nicht in die Kirche kommen, aber mit unserer christlichen Gemeinschaft sympathisieren?
Nach der Auswertung der Diskussionen wurde die Heilige Messe von Pfr. Zsolt Szilvágy gefeiert. Pfr. Augustin Bărbuț, Seelsorger der neuen Pfarrei Temeswar IX. Allerheiligste Dreifaltigkeit hat gepredigt.
Den Abschluss der Pastoraltage bildete eine Auswertung der drei Tage, oder besser gesagt, eine Zusammenfassung durch Pfr. Zsolt Szilvágyi mit einigen Zitaten aus jedem Vortrag und einem Dank an alle Freiwilligen, die zur Organisation und zum reibungslosen Ablauf der Programme beigetragen haben. Beifall gab es sowohl für die Freiwilligen als auch für Pr. Zsolt, der gestand, dass er an diesem Tag vor 22 Jahren die erste Heilige Messe nach seiner Priesterweihe feierte.
„Wann findet das nächste Treffen statt?“ – war die Frage mehrerer Teilnehmer bei der Verabschiedung. Sicherlich wird das neue Pastoraljahr mehr solche Gelegenheiten bieten.

Pressestelle der Diözese Temeswar