Wer sich noch an den Gottesdienst beim letzten Heimattag 2018 in der Donauhalle erinnert, wird vor allem den imposanten Einzug der Fahnenträger und der Bilder der Heimatkirchen, gefolgt von den Priestern und Ministranten, vor Augen haben. Für dieses Jahr wird dieser feierliche Einzug zu den Klängen der Original Donauschwäbischen Blaskapelle Reutlingen unter der Leitung von Johann Frühwald erfolgen. Auch Solisten, alles Mitglieder des Banater Chors Karlsruhe, werden bei der Gestaltung des Gottesdienstes mitwirken: Irmgard Holzinger-Fröhr, Melitta Giel, Isolde Reitz, Dietmar Giel, Bertwin Mumper sowie Holger Giel als Begleitung am Keyboard.
Der Chor der Banater Schwaben Karlsruhe feierte im letzten Jahr sein 40-jähriges Gründungsjubiläum. Er hat sowohl im Gemischten als auch im Kleinen Chor ein breitgefächertes Repertoire und bereichert viele landsmannschaftliche Veranstaltungen mit seinen Gesangseinlagen.
Irmgard Holzinger-Fröhr ist in Billed und später in Lovrin aufgewachsen, wo sie in jungen Jahren schon im örtlichen „Nikolaus-Bartzer-Orchester“ als Sängerin mitwirkte. Sie schaffte es sogar bis ins Rumänische Fernsehen, wo sie in der „Deutschen Stunde“ so manches Schwabenherz mit ihrem Gesang erfreute. In Deutschland schloss sie sich dem Chor der Banater Schwaben Karlsruhe als Sopranistin und Solistin an. Gleichzeitig gründete sie mit Isolde Reitz das „Duo Romantika“. Nach der Auflösung dieses Gesangsduos trat sie unter dem Künstlernamen „Sara“ als Solistin auf.
Melitta Giel, geborene Bors, ist in Kleinjetscha aufgewachsen, wo ihre musikalische Begabung schon früh von ihrem Taufpaten Josef Blum, der die Musikschule in ihrem Heimatort leitete, erkannt und gefördert wurde. Mit sechs Jahren nahm sie den ersten Geigenunterricht und trat schon während der ersten Schuljahre bei verschiedenen schulischen Veranstaltungen mit ihrer Cousine im Duett auf, um später mit dem Jugendorchester und dann mit der Großjetschaer Blaskapelle zu singen. Seit 1990 ist sie Sopranistin und Solistin beim Chor der Banater Schwaben Karlsruhe. Außerdem singt sie auch im Extrachor des Badischen Staatstheaters Karlsruhe.
Isolde Reitz, geborene Petri, ist in Neubeschenowa aufgewachsen. Ihr Vater und ihr Bruder spielten in der örtlichen Musikkapelle, wo auch sie bereits im Kindesalter die ersten Auftritte als Sängerin bei kulturellen Veranstaltungen hatte. Später sang sie mit der Freidorfer Musikkapelle bei verschiedenen Veranstaltungen im Banat. In Deutschland gründete sie zusammen mit Irmgard Holzinger-Fröhr das „Duo Romantika“ und schloss sich als Altistin dem Chor der Banater Schwaben Karlsruhe an.
Dietmar Giel ist in Kleinjetscha aufgewachsen, wo er bereits vor seiner Einschulung das Akkordeonspielen erlernte. Es folgten viele Auftritte bei verschiedenen schulischen Veranstaltungen, bei denen er sein musikalisches Können sowohl am Akkordeon als auch beim Singen unter Beweis stellen konnte. Später war er Mitglied im Jugendorchester, das die verschiedenen kulturellen Veranstaltungen musikalisch mitgestaltete. Vor zehn Jahren schloss er sich dem Chor der Banater Schwaben Karlsruhe an, dessen Vorsitzender er seit 2016 ist.
Bertwin Mumper ist in Lenauheim aufgewachsen, wo er bei Hans Maser bereits während der ersten Schuljahre das Trompeten- und Flügelhornspielen erlernte. Seine ersten öffentlichen Auftritte hatte er bei der damals sehr bekannten Hatzfelder Musikkapelle „Schwabenkinder“ unter der Leitung von Nikolaus Maser. Er war auch Mitglied der Hatzfelder Schlagerband „Septima“ und später der Hatzfelder Musikkapelle. In Deutschland schloss er sich der „Schwabenblaskapelle Rastatt“ und der von Ortwin Meinhardt geleiteten Band „Die Rheinmusikanten“ an. Seit seinem Eintritt in den Ruhestand singt er im Chor der Banater Schwaben Karlsruhe.
Holger Giel wurde in Karlsruhe geboren, wo er mit sechs Jahren das Klavierspielen bei Dorothea Slavik begann. Mit acht Jahren übernahm Bruno Scarambone den Klavierunterricht und förderte ihn bis zu seinem 17. Lebensjahr. In seiner Zeit als Klavierschüler spielte er verschiedene Genres, von der Moderne bis hin zur Klassik und Romantik. Nach dem Abitur bestand er 2019 die Aufnahmeprüfung zum Musikstudium an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, wo er seither die Fächer Musik und Deutsch auf Lehramt studiert.
Als musikalische Untermalung des feierlichen Gottesdienstes beim Heimattag werden die Solisten aus der „Deutschen Messe“ von Franz Schubert folgende Auszüge vortragen: „Wohin soll ich mich wenden“, „Ehre, Ehre sei Gott in der Höhe“, „Heilig, heilig, heilig“ und „Mein Heiland, Herr und Meister“. Weiter sind noch folgende bekannte Kirchenlieder vorgesehen: „Wie groß bist du“, „Ich bete an die Macht der Liebe“, „Ave Maria“ von Franz Schubert, „Glocken der Heimat“. Nicht fehlen dürfen auch die bei den Banater Schwaben die so beliebten Marienlieder wie „Segne du Maria“, „Mit frohem Herzen“ und „Leise sinkt der Abend nieder“. Spätestens zum Auszug sind alle Teilnehmer des Gottesdienstes eingeladen, das Kirchenlied „Großer Gott, wir loben dich“ mitzusingen, zusammen mit den Solisten und der Original Donauschwäbische Blaskapelle Reutlingen.
Wir freuen uns auf einen würdigen, feierlichen Pfingstgottesdienst im Kreise unserer Trachtenträger, der Fahnenabordnungen, der Heimatpfarrer, der Blaskapelle und der Gesangssolisten. Seien Sie dabei, kommen Sie nach Ulm, wirken Sie mit als Teil unserer Gemeinschaft!
Karin Bohnenschuh, Dietmar Giel
Erschienen in: Banater Post, Jahrgang 68, Nummer 9, München, 5. Mai 2024, S. 4
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