Das Buch „Kirchenlieder der kroatischen Gemeinschaft in Rumänien“, welches am Dienstag, den 21. November 2023, ab 18.30 Uhr in der Domkirche zum hl. Georg, der römisch-katholischen Kathedrale von Temeswar der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, ist zweifellos ein wichtiges Werk zur Bewahrung der religiösen Traditionen dieser Volksgruppe, aber vielleicht noch wichtiger für die Zukunft der römisch-katholischen kroatischen Gemeinden in der Diözese Temeswar. Warum ist das so? Weil eine stabile Gegenwart und eine erfolgreiche Zukunft immer auf einer soliden Vergangenheit aufbauen, auf dem Reichtum der Werte, die von früheren Generationen erreicht und angesammelt wurden. Und die kirchlichen Melodien, die oft „nach Gehör“ gelernt und „Ohrmässig“ gesungen werden, sind Teil des Erbes, das die Älteren den Jüngeren hinterlassen und auf diese Weise vielleicht über Jahrhunderte hinweg bewahrt haben. Diese Tatsache wurde auch von den beiden Autoren des Buches, Denis Moldovan und Cosmin Pelics, beide kroatische Organisten und Musiker aus dem Banat, mehrfach betont, die all jenen dankten, die ihnen bei der Sammlung und Niederschreibung dieser Lieder in Noten geholfen haben. Ein weiterer wichtiger Teil des Bandes ist der einleitende Teil, der historische Informationen über Organisten und Gesangslehrer in kroatischen Dörfern im Laufe der Jahrhunderte liefert.
Die Präsentation des Buches begann mit einem Gebet, das von Domherr Nikola Lauš, Direktor der Diözesankanzlei, geleitet wurde. Domherr Lauš begrüßte danach die Anwesenden, den Abgeordneten Giureci-Slobodan Ghera, die aus den kroatischen Pfarreien (und nicht nur) und der Umgebung angereisten Priester und Interessierten und überbrachte auch die Grüße Seiner Exzellenz Josef Csaba Pál, Diözesanbischof und Seiner Exzellenz Martin Roos, emeritierter Bischof von Temeswar. „Die beiden Autoren des Buches, Denis Moldovan und Cosmin Pelics, haben sich durch ihre Arbeit und ihren Fleiß bemüht, uns etwas als Erbschaft zu lassen – diese Lieder – die wir seit unserer Kindheit in unseren Kirchen in den kroatischen Pfarrgemeinden gehört haben. Auch dieses Buch brauchte eine finanzielle Unterstützung, um das Licht der Welt zu erblicken. Dies wurde von unserer Vereinigung, der Union der Kroaten in Rumänien, ermöglicht, deren hier anwesenden Vertreter wir sehr für ihre Hilfe danken. Die Präsentation dieses Bandes findet anlässlich des Festes der Heiligen Cäcilia, der Schutzpatronin der Kirchenmusik, statt.
Anschließend ergriff Herr Giureci-Slobodan Ghera, Mitglied der kroatischen Minderheit im rumänischen Parlament, das Wort: „Dieses Buch ist mit dem Ziel entstanden, unsere alten religiösen Lieder zu bewahren und sie in einen musikalischen Rahmen zu stellen. Die Lieder wurden aus Lupak, Rafnik, Klokotits, Vodnik, Karaschowa, Nermed, Jabaltscha und Rekasch gesammelt. Wir danken dem Kantor aus Lupak, Herrn Marian Duma, dem Kantor aus Klokotits, Herrn Petar Moldovan und dem Kantor aus Karaschowa, Herrn Petru Krsta für ihren Beitrag und ihre Hilfe für die Autoren.“
Frau Maria Latchici, Professorin an der Universität Bukarest, Fakultät für Fremdsprachen und Literaturen, sprach in ihrer Rede über die beliebten Lieder der kroatischen Gläubigen. „Ich möchte besonders das Lied Gelobt seien Jesus und Maria hervorheben, das die kroatischen Pilger am dritten Tag ihrer Wallfahrt nach Maria-Radna singen. Es ist ein besonderes Lied, das Dankbarkeit, Weinen und Gebete an die Muttergottes ausdrückt“ – so Frau Latchici.
Nach den Ansprachen folgte ein kleines Konzert, bei dem die Mezzosopranistin Andreea Bodroghi, Organistin der Basilika Maria-Radna, der Chor Laudate Dominum aus Rekasch, unter der Leitung von Cosmin Pelics, die Orgel von Cristian Roșoagă (Organist der Pfarrei Temeswar IV. Josefstadt) und Denis Moldovan (Organist der Pfarrei Temeswar I. Innere Stadt), die Trompete und die Klarinette von den Brüdern Bodo, Tibor und Zoltán aus Rekasch gespielt wurden.
Die Veranstaltung endete mit der Widmung der Bände durch die Autoren.
Pressestelle der Diözese Temeswar













