Am 21. März 2021 fand im Haus der Schönstatt-Schwestern in Timisoara ein gemeinsamer geistlicher Tag von Schönstatt-Priestern und Schönstatt-Schwestern statt. Nach langer Zeit, bedingt durch verschiedene Verpflichtungen, aber vor allem durch die Epidemie, konnten wir uns wieder treffen, um unsere Spiritualität zu stärken, was auch insofern nützlich war, als wir uns in der Fastenzeit ein wenig geistlich stärken konnten.
Bevor Sr. M. Thereslitha unser Verständnis von Pater Kentenich und dem Geist Schönstatts mit einigen wichtigen Gedanken vertiefte, sprach jede von uns in einer Fragerunde darüber, was es bedeutet, zu dieser Spiritualität zu gehören, und wie sie uns in unserer pastoralen Tätigkeit hilft. Unter den vielen guten Erfahrungen, die ausgetauscht wurden, haben mich zwei besonders beeindruckt: Einer unseren Mitbruder bemerkte sehr interessant, dass es ihm guttut, zu wissen, dass er, wann immer er in seiner Gemeinde Zimánd die Messe feiert, das Altarbild der Gottesmutter von Schönstatt hinter sich hat, die ihn anschaut und ihn bestätigt, sozusagen seinen Rücken stärkt. Die andere Tatsache, die uns, wie ich glaube, zu unseren Wurzeln zurückgebracht hat, war das segensreiche Wirken von Sr. M. Aquila und Pfarrer Maurer, ihre besonderen Persönlichkeiten, die uns, wie ich glaube, so in ihren Bann gezogen haben, dass sie uns über all die Jahre in der Spiritualität Pater Kentenichs bewahrt haben.
Nach dem Erfahrungsaustausch versuchte Sr. M. Thereslitha auch, uns zu den Wurzeln, zur Quelle zurückzubringen, die uns eine Gelegenheit bieten kann, die Menschen in dieser stürmischen Zeit zu stärken. Die Schwester hat unsere Ressourcen um die 3 Buchstaben H gruppiert: Herrin, Haupt und Heiligtum. Sie wies darauf hin, dass unser geistliches Fundament das Liebesbündnis mit der Gottesmutter, dem Gründer, dem Heiligtum und nicht zuletzt untereinander ist. Das ist notwendig, denn die turbulente Welt hält uns manchmal im „Energiepar-Modus“, der Kontakt ist auf „Sparflamme“, und unsere Begeisterung wird gemindert. Die 3 H’s sind die „Ladestationen“, die wir brauchen, die Energieladestationen, sowie die Aufladezeiten, wie der heutige Einkehrtag. Die Bindung an die Gottesmutter ist die stärkste von Gott gegebene „Kontaktstelle“.
Sr. M. Thereslitha zitierte Pfarrer Bettmer, der Pater Kentenich während seines Exils in Milwaukee mehrmals besuchte und mit ihm gesprochen hat. Sie zitierte den Pfarrer, der von einem Satz Pater Kentenichs sehr bewegt war: „Die Gottesmutter ist das Anti-Diabolikum“. Auch wir Schwestern und Priester in Schönstatt werden vor allem durch den marianischen Geist, der Schönstatt innewohnt, zusammengehalten und getragen. Der gute Gott, sagte Sr. M. Thereslitha, verlangt das Ideal des marianischen Priesters. Nur ein solcher Priester kann seine Herde in marianischer Weise formen. Die Marienverehrung in Schönstatt ist gekennzeichnet durch ein gegenseitiges Bündnis, das in der Grundaussage zum Ausdruck kommt: „Nichts ohne dich – nichts ohne uns!“ Maria ist die erste Kontaktstelle, zusammen mit der zweiten Basis, dem Heiligtum. „Auch Sie“, so Sr. M. Thereslitha, „wurden auserwählt, die Gründergeneration Schönstatts in Rumänien zu sein.“
Im Liebesbündnis haben wir eine weitere Kontaktstelle in der Person unseres Gründers. „Wir wollen lernen, uns unter dem Schutz Mariens selbst zu erziehen, um feste, freie priesterliche Persönlichkeiten zu werden“, zitierte die Schwester den Gründer. Um die Haltung Pater Kentenichs weiterzuführen und zu aktualisieren, stellte Sr. M. Thereslitha auch einige Fragen: Wann war meine erste Begegnung mit Schönstatt? Wer hat mir den Weg zur Spiritualität und ihrem Gründer eröffnet? Wie hat sich Pater Kentenich uns als geistlicher Vater offenbart? Was hilft mir, das originelle Werkzeug in der Hand der Gottesmutter zu werden, das Gott in mir geschaffen hat? Wie werde ich auf eine originelle Weise eine marianische Priestergestalt? Denn letztlich ist das alles das Werk und der Triumph Marias, der Dreimal Wunderbaren Mutter (MTA).
Nach dem fesselnden Vortrag von Sr. M. Thereslitha, bei dem es sehr hilfreich war, dass wir ihm in ungarischer Sprache folgen konnten, wurden drei Kleingruppen gebildet, in denen wir Antworten auf vier Fragen suchten, die größtenteils im vorausgegangenen Vortrag formuliert wurden. Es folgten ein kurzer Austausch, ein Mittagessen und nach dem Mittagessen ein fast einstündiger Film über das Leben von Pater Josef Kentenich. Ein spiritueller Tag ist nie vollständig ohne seinen Höhepunkt, die Heilige Messe, die wir um 15 Uhr gemeinsam feierten. Dabei beteten wir um die Weitergabe der empfangenen Gnaden, und nicht zuletzt opferten wir die unendlich wertvolle Heilige Messe für Sr. M. Aquila und Pfarrer Maurer.
Ich denke, ich spreche im Namen meiner Mitbrüder, wenn ich den Schwestern für diesen geistlichen Tag danke, der sicherlich etwas in uns anregt, nämlich eine gnadenvolle Entwicklung unserer Spiritualität, unserer Seelen und dadurch der Gläubigen unserer Gemeinden.
Pfr. Csaba Miklós







