Am Samstag, den 28. Oktober, nahm die römisch-katholische Filialgemeinde von Neubeschenowa, einem Dorf, das nur 13 km von Temeswar entfernt liegt, an der heiligen Messe zur Einweihung der Kirche St. Wendelin teil, in der umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt wurden.
Auf der Facebook-Seite des Rathauses von Dudeștii Noi/ Neubeschenowa war am 14. Mai 2019 Folgendes zu lesen: „Das Rathaus hat den Ausführungsvertrag für die Sanierung des architektonischen Komplexes der römisch-katholischen Kirche „Hl. Wendelin“ unterzeichnet. (…) Die Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten werden im Rahmen des Projekts „Restaurierung und Landschaftsgestaltung des architektonischen Komplexes der römisch-katholischen Kirche „St. Vendelin“, mit Blick auf ihre Integration in den nationalen und internationalen touristischen Kreislauf“ durchgeführt, ein Projekt, das durch Regio – Regionales Operationelles Programm 2014 – 2020 finanziert wird.
Das Projekt umfasst folgende Aktivitäten:

– Konsolidierung der römisch-katholischen Kirche „St. Wendelin“

– Refunktionalisierung des Pfarrhauses durch Einrichtung eines Banat-schwäbischen Museums in den Räumlichkeiten.

– Einrichtung eines touristischen Informationspunktes.

– Landschaftsgestaltung des Parks, der den architektonischen Komplex umgibt.

(…) wir wollen den Park und das Dach der Kirche renovieren und mit der Entwässerung, Trocknung und Beseitigung von Infiltrationen in den Kirchenwänden beginnen, was ein langer Prozess ist.“
Zur gleichen Zeit erklärte der damalige Bürgermeister der Gemeinde, Herr Alin Nica, heute Vorsitzender des Kreisrates Temesch, gegenüber der Zeitung Ziua de Vest am 29.08.2017: „Anfang August wurde der Finanzierungsvertrag über fast 7 Millionen Lei unterzeichnet. Von der Gesamtsumme sind zwei Drittel förderfähige Ausgaben, die aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem nationalen Haushalt finanziert werden, und der Rest aus dem lokalen Haushalt.“ Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Römisch-Katholischen Diözese Temeswar entwickelt und eingereicht.
Die Heilige Messe zur Segnung der Renovierungsarbeiten wurde am Samstag, 28. Oktober 2023, um 10.00 Uhr von Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar der Diözese Temeswar, gefeiert. Konzelebranten waren der hochw. Herr Dumea Bonaventura, Pfarrer von Biled, der auch die Gemeinde von Neubeschenowa seelsorgerisch betreut, sowie Pfr. Daniel Pozsonyi, Hatzfeld, Pfr. Cristinel Balan, Lovrin, Pfr. Attila Andó, Groß-Sanktnikolaus, Domherr Adalbert Jäger, Temeswar VI. Fratelia, Pfr. Zoltán Máthé, Temeswar V. Mehala, Pfr. Augustin Bărbuț, Temeswar IX. Marienheim, Pfr. Daniel Dumitru, Temeswar II. Fabrikstadt, Pfr. Piry Radulov, Winga. Auch Vertreter der anderen Konfessionen von Neubeschenowa waren anwesend. Der feierliche Moment wurde durch die Anwesenheit von Herrn Alin Nica, Vorsitzender des Kreisrates Temesch, Herrn Ion Goșa, Bürgermeister des Ortes, Frau Karin Müller-Franzen, Vertreterin der Heimatortsgemeinschaft (HOG) Neubeschenowa und einer Gruppe von 20 Personen aus der HOG Neubeschenowa gewürdigt. Die musikalische Umrahmung der Heiligen Messe erfolgte durch den Chor der Pfarrkirche von Temeswar V. Mehala-Franzstadt unter der Leitung von Frau Aurelia Ihnatiuc.
In seiner Predigt auf Rumänisch und Deutsch betonte Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, folgendes: „Es heißt, wenn ein Mensch einen Traum hat, dann bleibt er mit diesem Traum allein. Aber wenn er ihn mit anderen teilt, dann wird dieser Traum wahr. Herr Nica, als Bürgermeister seiner Gemeinde, hatte vor Jahren einen Traum, er wollte dieses Gotteshaus wieder in seiner alten Pracht sehen. Und indem er diesen Traum weiter erzählte, und mit Gottes Segen, können wir uns hier, heute, alle an seiner Verwirklichung erfreuen: eine schöne, wieder-strahlende Kirche. Am Eingang der Kirche, oberhalb der Tür, ist die Jahreszahl 1751 in Stein gemeißelt. Sie ist eine der ersten Kirche in den Banat-schwäbischen Dörfern, die aus gebrannten Ziegeln gebaut wurde, und sicherlich eine der wenigen, die bis heute in ihrer ursprünglichen Form, ohne wesentliche ästhetische und stilistische Veränderungen, erhalten geblieben ist. Die erste urkundliche Erwähnung der römisch-katholischen Gemeinde von Neubeschenowa stammt aus den Jahren 1333-1334, als das Dorf in den päpstlichen Zehntlisten erwähnt wurde. Nach der erlittenen Zerstörung und Verwüstung während der osmanischen Besatzung wurde die Gemeinde mit der Ansiedlung deutscher Siedler in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und der Wiedererrichtung der Pfarrei im Jahr 1749 wiederbelebt. Die Kirche ist dem heiligen Wendelin geweiht, einem irischen Eremiten aus dem 5. Jahrhundert, der später Abt von Tholey im Saarland (heute Deutschland) wurde und eine Zeit lang in Trier (ebenfalls in Deutschland) lebte. Er ist der Schutzpatron der Hirten, der Schafherden, der Beschützer des Viehs vor Seuchen und Krankheiten, aber auch der Ernten.
Der Ritus der Segnung wurde von Generalvikar Johann Dirschl zelebriert, der das renovierte Kirchengebäude mit Weihwasser besprengte.
Im Anschluss an die Heilige Messe folgte ein kulturelles Programm mit deutschen Tänzen im Hof der Kirche und des Pfarrhauses, dargeboten von der Kindertanzgruppe aus dem Nachbardorf Biled.

Pressestelle des
Bistums Temeswar