Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Woche der Ehe“ kam das Ehepaar Gorove aus Ungarn nach Arad, auf Einladung des Familien- und Erwachsenenpastoralamtes der Diözese Temeswar. Am Samstag, dem 15. Februar d.J., fand in der Aula des Arader Csiky-Gergely-Lyzeums ein Treffen statt, an dem zahlreiche Familien aus Temeswar und Arad teilgenommen haben.
Das Treffen wurde von Pastoralvikar Szilvágyi Zsolt, dem Temeswar-Josefstädter Pfarrer, eröffnet. Er begrüßte herzlich die Gäste aus Ungarn, alle anwesenden Ehepaare und Pfarrer. Um sich besser kennenzulernen, hat sich jede Familie kurz vorgestellt.
Grundlage des Vortrags der Familie Gorove über die eheliche Intimität war „Das Hohelied“ des Königs Salomon. Wenn wir frisch vermehlte Ehepaare fragen würden, ob sie intime Beziehungen miteinander haben, würden sie natürlich mit „Ja“ antworten. Und wenn wir dieselbe Frage an Ehepaare stellen, die seit fünf, zehn oder noch mehr Jahren zusammen sind, Kinder haben, was würden wohl diese antworten? Im Alltag treffen wir oft Menschen, die kein glückliches Eheleben führen, sie sind sich oft untreu oder wohnen gar nicht mehr zusammen. Die Flamme ihrer Liebe ist nach wenigen Jahren erloschen…
Was ist die Grundlage einer langen, glücklichen Ehe? Die Antwort finden wir in der Heiligen Schrift, genauer im „Hohelied Salomons“, in dem das Suchen und Finden, das Sich-Sehnen und das gegenseitige Lobpreisen zweier Liebenden geschildert wird.
In diesem Sinne hat das Ehepaar Gorove, Eltern von 5 Kindern und mit 38 Jahren Ehe-Erfahrung, ein paar Ratschläge gegeben, mit der Empfehlung, diese einzuhalten, damit die Flamme der Liebe bei dem Ehepaar nicht erlöscht. Die Anwesenden wurden ermutigt, den Partnern offen zu sagen, was Sie wollen und nicht erwarten, dass der/die andere zum Gedankenleser wird.
Als Arzt hat Lászlo Gorove die Bedeutung des täglichen Augenkontaktes, der Umarmung und des Kusses geschildert. Alles sind Faktoren, die die Beziehung stärken und somit das Erlöschen des Feuers der Liebe verhindern. Es sind einfache, kleine Gesten, die am Anfang der Beziehung mit Leichtigkeit praktiziert, aber im Laufe der Zeit vernachlässigt werden… Wir müssen keine Ausreden suchen, sondern die Hindernisse bekämpfen, die allmählich zwischen den Ehepartnern entstanden sind. Hindernisse können Fernseher, Mobiltelefon, Internet, Freunde, Hobby oder andere Sachen darstellen.
Würden wir es wagen, diese guten Ratschläge in der Praxis umzusetzen? Hätten wir den Mut uns einzugestehen, dass die Liebe zwischen uns nicht mehr so stark ist wie am Anfang der Beziehung? Wir müssen beginnen, in unserem täglichen Leben diese kleinen Schritte zu machen, dann werden wir entdecken, dass das Feuer unserer Liebe sich neu entzünden und auch die intime Beziehung verstärkt wird.
Am Ende des Vortrags wurde eine Heilige Messe für die Familien zelebriert. Erhebendes Gefühl dieser Messe war die gegenseitige Segnung der Partner mit der Handauflegung. Alle Anwesenden wurden ermutigt ein vorbildliches Eheleben zu führen, damit sie den Familien, die in Krisen geraten sind, wirklich helfen können.
Alle Familien wurden herzlich eingeladen immer öfter an Familientreffen teilzunehmen, wo sie die Möglichkeit haben, spirituelle Kraft für das tägliche Leben zu holen.
Familie Baum (Peter und Melinda)