Die in der Überschrift zitierten Worte stammen aus dem Grußschreiben des Heiligen Vaters Papst Franziskus an den Bischof von Temeswar und an die Teilnehmer der 15. Hallenfußball-Europameisterschaft, die vom 13. bis 17. Februar 2023 in der Stadt an der Bega stattfand. Und obwohl die persönlichen Meinungen der Autoren keinen Platz in der Berichterstattung über ein Ereignis haben sollten, erlauben Sie uns diesmal bitte, mit Entschuldigung, mit Ihnen zu teilen, was uns während dieser Tage bewegt hat, sowohl während der Spiele, auf dem Fußballplatz (in der Halle), als auch in der gemeinsam verbrachten Freizeit: die Kollegialität, das Fairplay, die Offenheit gegenüber anderen, der gelebte und bekannte Glaube und die Freude, Gott auch durch dieses sportliche Ereignis aller Teilnehmer zu dienen.
Am letzten Tag der Meisterschaft konzelebrierten die teilnehmenden Priester die Heilige Messe in der Pfarrkirche Allerhl. Herzens Jesu in Temeswar III. Elisabethstadt, nachdem sie am Morgen die rumänisch-orthodoxe Metropolitankathedrale von Temeswar und ihr Museum besucht hatten. Der Hauptzelebrant war Seine Exzellenz Aurel Percă, Erzbischof und Metropolit von Bukarest. Musikalisch umrahmt wurde die Heilige Messe, an der Orgel, von Denis Moldovan, Organist der Pfarrkirche zur Hl. Katharina in Temeswar I. Innere Stadt und von Krisztian Kelemen, Organist der Elisabethstädter-Pfarrkirche. Der Chor bestand aus einer Gruppe von Mitgliedern des Rekascher Pfarrchors „Laudate Dominum“, unter der Leitung von Herrn Cosmin Pelics.
In seiner Einführungsrede begrüßte Seine Exzellenz Josef Csaba Pál den Oberhirten der Erzdiözese Bukarest, stellte aber gleichzeitig den aus dem Ausland angereisten Priestern die Elisabethstädter Pfarrkirche und die zahlenmäßige Verteilung der römisch- und griechisch-katholischen Diözesen in Rumänien vor.
In seiner Predigt, sagte Seine Exzellenz Aurel Percă: „Jesus fragte die Jünger: «Was denkt ihr von mir?» Und wir haben unterschiedliche Antworten gehört. Aber wir müssen auch auf die Frage hören, die gestellt wird: «Wer bin ich für euch wirklich?» – Bitte gebt keine Antworten aus dem Katechismus oder vom Hörensagen! Folgen wir dem Christus des Evangeliums oder einem Christus, den wir für uns selbst konstruiert haben? Nach dem Beispiel des Petrus sollten wir antworten: «Herr Jesus, ich bekenne und glaube, dass du Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes. Du bist mein Herr und mein Retter. Mach meinen Glauben stark und hilf mir, im Sieg des Kreuzes zu leben, indem ich die Sünde ablehne und deinen Willen annehme».
Am Ende wurde ein herzlicher Gruß an Herrn Giureci-Slobodan Ghera, Abgeordneter der kroatischen Minderheit im Parlament von Bukarest, gerichtet. Herr Giureci-Slobodan Ghera war bei der Messe anwesend und ist zusammen mit Herrn Gheorghe Nacov, Abgeordneter der bulgarischen Gemeinschaft, ein zuverlässiger Partner dieses einzigartigen Projekts.
Nach der Heiligen Messe begaben sich die Anwesenden in die Sporthalle „Constantin Jude“ (ehemalige Olimpia-Halle), wo der Wettbewerb mit den entscheidenden Spielen um die Plätze 1, 2 und 3 fortgesetzt wurde. Vor dem Finale fand ein freundschaftliches Spiel zwischen der Mannschaft der orthodoxen Priester aus Temeswar und der Mannschaft „Old Boys“ der römisch- und griechisch-katholischen Priestern aus mehreren europäischen Ländern statt. Torwart der Mannschaft «Old Boys» war Seine Exzellenz László Kiss-Rigó, Bischof von Szeged-Csanád.
Anschließend wurden anhand der Ergebnisse der Spiele, die Platzierungen festgelegt: Das kleine Finale gewann die Mannschaft aus Bosnien und Herzegowina, die Slowakei belegte den vierten Platz. Das Finale wurde von der polnischen Mannschaft gewonnen, die mit Portugal einen starken Gegner hatte. Laut der Website des rumänischen Sportclubs sieht die endgültige Rangliste wie folgt aus: Polen, Portugal, Bosnien und Herzegowina, Slowakei, Kroatien, Rumänien, Ungarn, Kosovo, Slowenien, Österreich, Italien, Kasachstan, Albanien, Tschechische Republik, Serbien und Montenegro. Der Titel des Goalgeters ging an Pfr. Andre Meireles – Portugal (8 Tore), der beste Torhüter war Pfr. Damian Stala aus Polen und der technisch beste Spieler, Pfr. Josip Papak aus Bosnien und Herzegowina. Der Preis für die fairste Mannschaft ging an die Tschechische Republik, die auch die fröhlichste, aktivste und freundlichste Mannschaft war.
„Ich wünsche euch, dass ihr Teamspieler seid; das ist nicht nur wichtig, um sportliche Ziele zu erreichen, sondern auch, um als Kirche ‚gemeinsam zu gehen’…“ – ermahnte der hl. Vater, Papst Franziskus die fußballbegeisterten Priester und Ordensmänner, die es geschafft haben, die vier Tage der Hallenfußbal-Meisterschaft zu einem echten Fest der Brüderlichkeit und des Sports werden zu lassen.

Pressestelle der
Diözese Temeswar