Die diesjährige Generalversammlung des rumänischen Kolpingverbandes, die vom 4. bis 6. April 2025 im Gesellenhaus – Kolping-Haus in Temeswar stattfand, war geprägt von mehreren Veranstaltungen der Kolpinggemeinschaften – auch Kolpingfamilien genannt – aus dem ganzen Banat.
Einweihung des „Kolping-Nestes“
Am ersten Tag des Treffens, dem 4. April, waren die Vertreter der Kolpingverbände aus mehreren Regionen des Landes um 17.00 Uhr zur Einweihung des Freizeit- und Bildungsraumes „Kolping-Nest“ eingeladen, der sich im Kinderpark in Temeswar befindet (das „Haus mit den Glaswänden“). Dieser Raum ist für Bildungs- und Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche bestimmt und bietet ihnen eine freundliche und anregende Umgebung für ihre Entwicklung. Wie auf der Facebook-Seite „NEST – Kinderpark Temeswar“ zu lesen ist, ist das „Nest“ ein Raum, in dem Mütter mit Babys Kontakte knüpfen können, Kinder kreativ sein dürfen, träumen und ihren Geburtstag feiern können, Jugendliche Gemeinschaftsspiele spielen, lesen oder einfach nur zusammen sein können, und Eltern können hier Seminare und einen ruhigen Ort finden, um einen Kaffee zu trinken, während ihre Kinder spielen.
An der Einweihung nahmen Herr Dominic Fritz, Bürgermeister der Stadt Temeswar und Vertreter der lokalen Behörden, Herr Siegfried Geilhausen, Vizekonsul Deutschlands in Temeswar zusammen mit seiner Frau Geraldine Geilhausen, Herr Peter Hochmut, Vorsitzender des Deutschen Wirtschaftsklubs, und Mitglieder des Klubs, Frau Corina-Aurora Kovács, Geschäftsführerin von Hamilton Central Europe, Herr Christoph Pfister, Präsident von Kolping Baar in der Schweiz, Herr Daniel Unternährer, Mitglied der Kolpingsfamilie Hochdorf, Schweiz, Herr Rainer Büsing aus Deutschland, Herr Ioan Szabo, Präsident von Kolping Banat, Frau Viorica Ursan, Vizepräsidentin von Kolping Banat, Sponsoren, Partner, Mitglieder und Freiwillige von Kolping Rumänien. Im Namen der römisch-katholischen und der griechisch-katholischen Kirche waren Pfr. István Gödri, Präses Kolping Europa und Präses Kolping Rumänien, Pfr. Francisc Doboș, von der Allerhl.-Herz-Jesu-Pfarrei in Bukarest, Pfr. Mihai Răzvan Oprișa, griechisch-katholischer Dechant von Temeswar, Präses der Kolpingfamilie „Hl. Maria“, Pfr. János Kapor, Seelsorger von Kischineu an d. Kreisch und Schimonyidorf, römisch-katholischer Präses von Kolping Banat, Pfr. George Rădulescu, griechisch-katholischer Pfarrer von Sanktandres, griechisch-katholischer Präses von Kolping Banat, Pfr. Lajos Máthé, Seelsorger von Neusentesch, Pfr. Daniel Dumitru, Seelsorger in Temeswar II. Fabrikstadt, Präses der Kolpingfamilie Millennium, Kaplan Csaba Váncsa, ebenfalls aus dieser Pfarrei.
Zu Beginn der Veranstaltung wurden alle Anwesenden von Herrn Eduard Dobre, dem Direktor des Kolping-Verbandes Rumänien, begrüßt, der betonte: „Wir sind froh, Menschen gefunden zu haben, die dieses Projekt unterstützen, Unternehmen wie Hamilton Central Europe, Profi, Mariner Romania, Mitamair Conditioners, Barrier Romania, das Team von König-Studio für die Architektur des Raumes und die Lösungen der Inneneinrichtung.“
Frau Daniela Bărbulescu, die Vorsitzende des Kolping-Verbandes Rumänien, richtete ein Grußwort an die Anwesenden.
Bürgermeister Dominic Fritz sagte: „Heute ist auch für mich ein Traum in Erfüllung gegangen. Dieses Gebäude wurde seit vielen Jahren nicht mehr genutzt, und wir standen vor einem Dilemma: sollten wir es an ein privates Unternehmen vermieten, um es in ein Café umzuwandeln, oder sollten wir ihm die Möglichkeit geben, eine umfassendere, gemeinschaftliche Aufgabe zu erfüllen. Eines Tages besuchte ich das Kolpinghaus-Gesellenhaus und war erstaunt, mit wie viel Sorgfalt, Professionalität und Visionen dieses Gebäude errichtet worden war. Daraufhin fragte ich die Mitglieder des Kolpingverbandes: «Wollt ihr Euch nicht in den Kinderpark erweitern?» Und so haben wir ehrgeizige Partner gefunden, die den Gemeinschaftsauftrag dieses Ortes verstehen und über genügend Professionalität und lernwillige junge Menschen verfügen, um dieses Projekt zu verwirklichen.»
Weitere Redner waren Frau Ramona Kukucska, verantwortlich für das Nest-Projekt des Kolpingverbandes Temeswar und Frau Corina-Aurora Kovacs von Hamilton Central Europe.
Die Einweihungsfeier wurde mit dem symbolischen Durchschneiden des Bandes und der Einweihung des Raumes durch Pfr. István Gödri, Präses von Kolping Europa und Präses von Kolping Rumänien, fortgesetzt.
Spirituelle Impulse im Gesellenhaus
Während der Generalversammlung des Kolpingverbandes Rumänien, am 5. April dieses Jahres, einem jährlichen Treffen, das die Mitglieder zusammenbringt, um zukünftige Projekte zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und die gemeinschaftlichen Beziehungen zu stärken, sprach Pfr. Francisc Doboș, Seelsorger der Allerhl.-Herz-Jesu-Pfarrei in Bukarest, für die Anwesenden einen geistlichen Impuls zum Thema „Jubiläumsjahr 2025 – Jahr der Hoffnung“. Die Mediation wurde auf der Facebook-Seite der römisch-katholischen Diözese Temeswar übertragen und auf der Facebook-Seite von Kolping Rumänien geteilt. „Die Probleme der heutigen Welt sind nicht nur Armut, Ungerechtigkeit oder Kriege. Ein trauriges Problem ist die Verzweiflung, wenn ich vom Leben gelangweilt bin, keine Freude finde, den Sinn des Lebens nicht endecken kann. Es ist, wie wenn jemand Kaffee mit Zucker trinkt und er schmeckt trotzdem bitter. «Aber hast du ihn umgerührt?» – dürfen wir fragen. Viele sagen, das Leben sei bitter – aber haben wir es mit der Gegenwart Gottes, des Heiligen Geistes, mit Hoffnung, Glauben und Liebe vermischt? Wir brauchen Hoffnung, nicht nur Optimismus. Wir brauchen den Glauben als eine Beziehung zu Christus und die wahre Liebe, die unser Leben verändert“, sagte Pfr. Doboș.
Die Abschlussmesse der Generalversammlung wurde am Sonntag, dem 6. April um 10.00 Uhr in der Millenniumskirche zu Temeswar-Fabrikstadt von Pfr. István Gödri, Präses Kolping Europa und Präses Kolping Rumänien gefeiert. Als Konzelebranten fungierten Pfr. Zsolt Kovács, Seelsorger von Großwardein-Neue-Stadt, und Pfr. Daniel Dumitru, Seelsorger zu Temeswar-Fabrikstadt.
„Jeder Flug beginnt mit einem Nest“ – der im Titel zitierte Satz war die Aufschrift eines der Geschenke, die Pfr. Francisc Doboș als Dank für seine Anwesenheit und seinen geistlichen Impuls erhielt: ein Vogel, der das Logo des Kolping-Nests darstellt. Ob es um das Leben, die Karriere oder die persönliche Entwicklung geht, jeder große Schritt beginnt mit einem sicheren Ort, an dem Kinder wachsen und sich bilden, einer Gemeinschaft, die ihnen Halt gibt. Das Nest kann aber auch die große Familie der Kolpingsfamilien bedeuten, in der sich die Mitglieder gegenseitig unterstützen, voneinander lernen und gemeinsame Werte teilen.
Pressestelle der Diözese Temeswar
















