Zu einem Festgottesdienst luden die Leitung der Caritas Temeswar zusammen mit den Salvatorianern aus Temeswar, als Vertreter der Pater-Berno-Stiftung in die römisch-katholische Kirche in Bakowa ein, um die Pfingsten 2011 gegründete Sozialstiftung zu feiern. Hauptzelebrant war der Generalvikar der Diözese Temeswar und Vorsitzender des Caritas-Verbandes, Msgr. Johann Dirschl. Ihm zur Seite standen der Salvatorianer P. Martin Gál SDS und der Busiascher Pfarrer Eugen Szilárd Vodila.
„Selten ist die Bakowaer Kirche so voll wie zu diesem besonderen Anlass“, sagte Pfarrer Vodila. Nebst Freunden und Mitarbeitern der Caritas waren vor allem viele Nutznießer der Sozialeinrichtungen aus dem Ort anwesend, so von der Kindertagesstätte „Casa Pater Berno“ oder der Bakowaer Pater-Paulus-Jugendfarm, bei der Langzeitobdachlose nebst Unterkunft auch eine Arbeit und ein neues soziales Leben bekommen, um auch dadurch einen wertvollen Beitrag für die Gemeinschaft und besonders für die anderen Begünstigten der Caritas Temeswar zu leisten, in dem sie teils Lebensmittel für diese herstellen. Im Ort gibt es noch die Pflegeheime „Hl. Johannes“ (seit 2012) und „Hl. Franziskus“ (seit 2017). Die musikalische Gestaltung hatten Mitglieder des Busiascher Kirchenchors inne.
In seiner Festpredigt erinnerte sich der Generalvikar an die Zusammenarbeit mit Pater Berno Rupp SDS, auf dessen Initiative und in dessen Gedenken auch die Stiftung arbeitet, lobte sein tatkräftiges Engagement, die Lebenskraft, die Lebensfreude und die Begeisterung, die der Salvatorianer-Pater an seine Mitmenschen weitergab und der vor allem Nächstenliebe durch tätige Hilfestellung lebte. Auf seine Initiative hin sind ab dem Jahr 2000 mehrere Sozialeinrichtungen der Caritas entstanden, so das Pater-Jordan-Nachtasyl, mit rund 80 Betten für Obdachlose, denen auch zwei warme Mahlzeiten, Dusch- und Waschmöglichkeit, sowie medizinische Versorgung und Sozialberatung angeboten werden oder das Maria-von-den-Aposteln-Frauenhaus, das seit 2003 in Temeswar Frauen und deren Kindern mit Gewalterfahrung Schutz und Sicherheit, sowie psychosoziale Unterstützung und sogar ein Programm zur beruflichen Ausbildung anbietet. Die Pater-Berno-Stiftung führt die Arbeit von Pater Berno Rupp zugunsten von Kindern, Jugendlichen, Frauen in Not sowie von armen, pflegebedürftigen und psychisch beeinträchtigten Erwachsenen in Rumänien fort. Sie unterstützt, fördert und begleitet Bedürftige in Notlagen.
„Pater Berno hat mit all diesen Werken einen unbezahlbaren, einzigartigen, äußerst sinnvollen gesellschaftlichen Beitrag geleistet, denn all das, was diese Werke hilfebedürftigen Menschen ermöglichen, ist in keiner Weise selbstverständlich. Außerdem hat Pater Berno durch seine Werke in Rumänien einen beachtlichen Beitrag zu den deutsch-rumänischen Beziehungen geleistet“, sagte am Ende des Gottesdienstes Caritas- Direktor Herbert Grün und zeigte dabei eine eindrucksvolle und umfangreiche Bildschau der Leistungen des Salvatorianer-Paters und der Projekte. In den Jahren 2012 bis 2021 wurden rund 1,5 Millionen Euro an Spendengeldern weitergeleitet, die in den fünf Hilfswerken für laufende Kosten, aber auch Sondermaßnahmen eingesetzt werden konnten.

Astrid Weisz
Erschienen in: Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien, 29. Jahrgang/Nr. 7100 Bukarest, Donnerstag, 27. Mai 2021, S. 5