Auch in diesem Jahr fand am 2. Juli, zum Fest Mariä Heimsuchung, in der Temeswarer Diözese die traditionelle Wallfahrt zu „Maria Fels“, der Wallfahrtskirche des Banater Berglands, statt. In diesem Jahr feierte man am Tag der Kirchweihe auch 293 Jahre seit der Anerkennung als Wallfahrtsort und 243 Jahre seit der Erbauung der jetzigen Wallfahrtskirche. Ein Gottesdienst wurde bereits am Vorabend des Kirchweihfestes, 1. Juli in kroatischer Sprache zelebriert, an dem auch Domkapitular Nikola Lauš, Kanzleidirektor des Bischöflichen Ordinariats teilgenommen hat. Begrüßt wurden alle anwesenden Priester und Gläubigen von Pfr. Daniel Dumitru, Stadtpfarrer von Orawitza, der auch den Wallfahrtsort betreut. Am 2. Juli, um 8.30 Uhr morgens, konzelebrierten mehrere Priester im Freien eine zweite Heilige Messe in kroatischer Sprache. Für die deutschen Gläubigen begann um 11 Uhr eine Kreuzwegandacht in der Kirche. Anschließend folgte der Festgottesdienst in deutscher, ungarischer und rumänischer Sprache. Hauptzelebrant war Pfr. Martin Jäger aus Steierdorf – Anina. Ihm zur Seite stand der Erzdechant des Banater Berglands, Pfr. Mihai Titi Dumitresc aus Lugosch. Anwesend war auch der Diakon Piry Radulov, der schon bald zum Priester geweiht wird. Nach der Kirchweihmesse wurden Gebete und Lieder bei der Muttergottesstatue an den Treppen des Eingangs in den Hof des Sanktuariums, sowie beim Kreuz gesprochen bzw. gesungen. Hauptorganisator der deutschen Wallfahrt war auch in diesem Jahr Pfarrer Martin Jäger. Ihm sind auch Gratulationsworte zum Schluss der Festmesse ausgesprochen worden, weil er vor Kurzem, am 24. Juni, sein 25. Priesterjubiläum gefeiert hatte. Die vor dem Gottesdienst gebetete Kreuzwegandacht, wie auch der Festgottesdienst selbst wurden musikalisch durch den Reschitzaer Patrick Paulescu begleitet.

Erwin Josef Țigla
(erschienen in: Banater Zeitung, Wochenblatt für Temesch, Arad und das Banater Bergland, 28. Jahrgang/Nr. 1372, Mittwoch, 8. Juli 2020, Seite V.)