Der Monat Juni ist dem Heiligsten Herzen Jesu gewidmet. Daran erinnerte der Papst in seinem Appell bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch auf dem Petersplatz.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Am 27. Dezember letzten Jahres jährte sich zum 350. Mal die erste Offenbarung des Heiligsten Herzens Jesu an die französische Ordensfrau Margareta Maria Alacoque. „Dieser Anlass war der Beginn einer Zeit der Feierlichkeiten, die am 27. Juni nächsten Jahres enden wird“, so der Papst in seinen Grüßen am Ende der Generalaudienz.
Deshalb lasse er es sich angelegen sein, ein Dokument vorzubereiten, das die Überlegungen früherer Lehramtstexte und eine lange, „bis in die Heilige Schrift zurückreichende Geschichte“ zusammenfasse, um heute der ganzen Kirche diesen Kult „voller geistlicher Schönheit“ neu vorzuschlagen, kündigte der Papst an.
„Ich glaube, es wird uns sehr gut tun, über verschiedene Aspekte der Liebe des Herrn nachzudenken, die den Weg der kirchlichen Erneuerung erhellen können, aber auch einer Welt, die ihr Herz verloren zu haben scheint, etwas Sinnvolles sagen. Ich bitte Sie, mich in dieser Zeit der Vorbereitung im Gebet zu begleiten, in der Absicht, dieses Dokument im kommenden September zu veröffentlichen.“

Das durchbohrte Herz des Gekreuzigten
Die am 22. Juli 1647 in Verosvres im Burgund geborene Margareta Maria Alacoque war Ordensfrau und Mystikerin und wird in der katholischen Kirche als Heilige verehrt. Sie starb am 17. Oktober 1690 in Paray-le-Monial. Am 27. Dezember 1673 hatte Margareta Maria eine Vision, in der Jesus Christus sie beauftragte, sich für die Verehrung seines göttlichen Herzens einzusetzen. In den folgenden eineinhalb Jahren folgten weitere drei Visionen, in denen Jesus Christus ihr auftrug, sie möge sich dafür einsetzen, dass jeder erste Freitag im Monat und der zweite Freitag nach dem Fronleichnamsfest der besonderen Verehrung des Herzens Jesu gewidmet sein solle.
Wie der Papst in der Generalaudienz erwähnte, ist die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu eine Ausdrucksform der katholischen Spiritualität. Dabei wird Jesus Christus unter dem Gesichtspunkt seiner durch sein Herz symbolisierten Liebe verehrt. Der dazugehörige Grundtext aus dem Evangelium ist Joh 19,34 bzw. Joh 7,37 f., in der „das durchbohrte Herz des Gekreuzigten“ als Quelle der Sakramente der Kirche beschrieben wird.

Quelle: www.vaticannews.va/de

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