Die Seelsorge der römisch-katholischen Gläubigen in Temeswar III Elisabethstadt und die Leitung der Pfarrei wurden von Anfang an von den Patres des Salvatorianerordens übernommen und tun dies auch heute noch. Derzeit begegnen sich die Mitglieder von drei Jugendgruppen in den Räumen des Salvatorianerklosters, neben der Kirche: TEKMEK (Verein Christlicher Ungarischer Studenten von Temeswar), die rumänischsprachige Gruppe „Juventus Salvator“ und die P. Jordan-Gruppe. Gleichzeitig organisieren die Patres eine Reihe weiterer Jugend- und Kinderaktivitäten, wie zum Beispiel die Kinder-Sommercamps im Kloster und im Innenhof, an die jedes Jahr immer mehr Kinder teilnehmen.
Wir fragten P. István Barazsuly, Salvatorianer, Pfarrer der Kirchengemeinde, über die Organisierung des Kinder-Ferienlagers und über die Renovierungsarbeiten.

– Wann wurde die Idee eines Kinderferienlagers in Tat umgesetzt; wann wurde das erste Camp dieser Art organisiert und zu welchem Zweck?
– Die Idee, das Camp zu organisieren, entstand aus der Tatsache, dass die Großeltern vieler Kinder sowohl in Temeswar als auch in anderen Städten leben, so dass die Kinder keine Möglichkeit haben, ihre Sommerferien am Lande/ in den Dörfern zu verbringen oder frei in der Natur zu spielen. Ich hatte diese glückliche Möglichkeit, da meine beiden Großelternpaare am Lande lebten und somit verbrachte ich bei ihnen meine Ferienzeiten. Deshalb fand ich es notwendig, ein Sommercamp für die Kinder unserer Pfarrgemeinde zu organisieren, das allerlei bedeutungsvolle Programme, mit vielen Spielen und Spaß, aber auch Gebetszeiten anbietet. Der Salvatorianerorden schickte junge Freiwillige, Mitglieder eine Vereins des Ordens (W.M.S.: Woluntariat Mysni Salvator) aus Polen nach Temeswar, die das Ferienlager leiteten, leider aber weder Ungarisch noch Rumänisch sprachen. Es scheint jedoch, dass dies  für die Kinder kein Hinderniss war, da derjenige, der fröhlich und aufgeschlossen ist, ohne besondere Sorge mit anderen kommunizieren kann. Wir möchten in erster Linie den Kindern und Freunden unserer Pfarrgemeinde sinvolle Freizeitbeschäftigung anbieten.
– Das Camp wurde erstmals vor sechs Jahren organisiert und war zunächst von etwa dreißig Personen besucht. Letztes Jahr kamen mehr als hundert Kinder, auch aus anderen Pfarreien und anderen Konfessionen. Ziel ist es neue Freunde zu finden, eine Fremdsprache zu üben, sich gegenseitig zu akzeptieren und somit, täglich die Eltern zu entlasten. Dies ist ein Tagescamp, das Programm dauert von zehn bis sechszehn Uhr, damit die Eltern ihre Arbeit ruhig erledigen können – da Sie sicher wissen, daß ihre Kinder in einem sicheren Ort untergebracht sind. Das Mittagessen wird von uns bereitgestellt, wir kochen jeden Tag in der Pfarrgemeinde und der Betrag, der für die Beschaffung von Lebensmitteln benötigt wird, wird aus Spenden unserer Gläubigen gesammelt. Wir kaufen jedes Jahr auch einige neue Spielsachen von diesem Geld.

– Welche Programme warten auf die Kinder?

– Jeder Tag hat sein eigenes Thema: Sporttag, Talenttag, Heimwerken, Gebet, Singen und jede Menge Spaß.

Wie viele Räume sind von der Renovierung betroffen, welche Arbeiten werden durchgeführt?
– Insbesondere haben wir die Jugendzimmer und Toiletten renoviert, die wir auch während der Camps nutzen. Wir haben einen kleineren und einen größeren Raum, sowie den Waschraum komplett renoviert: es wurden neue Bodenfliesen gelegt und die Türen ersetzt, die Räume wurden mit schalldichte Farbe gestrichen. Im Lagerraum wurden die Wände verputzt und gestrichen. Die Renovierung war dringend erforderlich und nun, mit Unterstützung der ungarischen Regierung, die durch die Stiftung Bethlen Gábor Alapkezelő Zrt. kam, auch möglich geworden. Wir waren fast fertig, als wir wegen der Coronavirus-Epidemie die Arbeit einstellen mussten. Die Fachkräfte werden jedoch so bald wie möglich wieder mit der Arbeit beginnen, damit die Kinder die Räume so schnell wie möglich in Besitz nehmen können. Nach dem diesjährigen Plan findet das Camp vom 13.-17. Juli statt. Es hängt jedoch alles davon ab, wann die Sommerferien beginnen, bzw. von anere, mögliche staatliche Vorschriften.

– Vielen Dank für das Gespräch!

S.E.