„Schw. Andreea wird ihre ewigen Gelübde (die feierliche Profess) ablegen, d.h. für das ganze Leben. Es ist ein Moment, in dem die Kirche durch den Bischof, die Priester, die Oberinnen der Kongregation und ihre Familie zusammenkommt. Mit den Gelübden auf Lebenszeit sagt die Schwester ein endgültiges JA zu Jesus Christus. In der Kongregation der Schwestern der Nächstenliebe gibt es vier Gelübde: Gehorsam, Armut, Keuschheit und zeitweiliger Dienst an den Armen. Durch diese Gelübde dienen die Schwestern Christus durch die Armen. Gleichzeitig ist das Charisma der Kongregation vom Matthäus-Evangelium, Kapitel 25, inspiriert, in dem die Werke der Barmherzigkeit aufgezählt werden“ – diese Gedanken wurden auf Anfrage der Pressestelle unserer Diözese Temeswar von der Gemeinschaft der Schwestern der Hl. Johanna Antida Thouret aus Temeswar übermittelt, Gedanken, die sich auf die ewigen Gelübde von Schwester Andreea Amalia Andrieș beziehen, ein Ereignis, das während einer Heiligen Messe stattfand. Die feierliche Heilige Messe fand am Sonntag Nachmittag, den 29. September dieses Jahres in der Kirche zum Allerheiligsten Herzen Jesu in Temesewar III. Elisabethstadt statt. Der Hauptzelebrant der Eucharistiefeier war Msgr. Dirschl Johann, Generalvikar. Pfr. Marin Matieș, Dekan, Pfarrer von Karansebesch und Pater István Barazsuly SDS, Pfarrer dieser Gemeinde, konzelebrierten. Seine Exzellenz Ioan Călin Bot, Bischof der griechisch-katholischen Eparchie von Lugosch, war ebenfalls bei der Heiligen Messe anwesend. Im Namen der Kongregation der Schwestern der Nächstenliebe waren Schw. Anna Maria Senatore, Provinzialin, begleitet von den Provinzräten und allen Schwestern, die in Rumänien in den Gemeinschaften von Temeswar, Orawitza, Râmnicu Vâlcea und Bukarest tätig sind. Familienmitglieder, Verwandte, Freunde und Gläubige nahmen ebenfalls teil. Der ökumenische Jugendchor Harmonia Christi unter der Leitung von Prof. Iustin Călin war für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes verantwortlich.
Das Evangelium des heutigen Sonntags wurde von Pater István Barazsuly SDS verkündet.
Die Feier der Ewigen Gelübde begann mit der Vorstellung der Kandidatin. „Durch Gottes Gnade habe ich in der Gemeinschaft der Schwestern der Nächstenliebe die Freuden eines Lebens entdeckt, das ganz Gott und den Armen gewidmet ist. Um auf die Liebe Jesu Christi zu antworten und seinem Beispiel zu folgen, bitte ich heute darum, meine Gelübde für das Leben in der Familie der Schwestern der Nächstenliebe zum Lob Gottes und zum Trost der Armen ablegen zu dürfen“. – sagte Schw. Andreea.
In seiner Predigt wandte sich Dechant Marin Matieș an Schw. Andreea: „Wir danken Gott für das Geschenk der Berufung. Sie ist eine Gnade, ein Ruf, auf den der Mensch antworten kann. Ihr heutiges Liebesbündnis, Schwester Andreea, ist ein großes Zeichen in dieser Welt, denn das geweihte Leben, die Ordensmänner und Ordensschwestern zeigen der Welt, dass es einen Duft Gottes auf dieser Erde gibt.“
Nachdem sie während der Allerheiligenlitanei öffentlich ihre Absicht geäußert hatte, Jesus Christus in der Person der Armen zu dienen, warf sich Schwester Andreea als Zeichen der Demut und der völligen Hingabe an Gott zu Boden nieder.
In seinen Worten am Ende der Heiligen Messe sagte S.E. Ioan Călin Bot, Bischof von Lugosch: „Wir begleiten dieses Werk Gottes mit Rührung. Das, was heute geschehen ist, diese Weihe, können wir nicht verstehen. Was sich im Herzen von Schwester Andreea abspielt und entfaltet, ist einzigartig und nur ein Geheimnis zwischen ihr und Gott. Ich danke Ihnen, verehrte Familie Andrieș, im Namen der Kirche, denn im Namen des katholischen Episkopats von Rumänien bin ich bei dieser Feier, für dieses wertvolle und einzigartige Geschenk: Ihre Tochter. Schwester Andreea, sei weiterhin mutig und leuchte durch dein Leben!“ Der Bischof von Lugosch dankte auch der Kongregation der Barmherzigen Schwestern von der Heiligen Johanna Antida für ihre Mission in der ganzen Welt, aber auch in unserem Land und insbesondere in der Diözese Lugosch.
Schwester Andreea dankte allen, die an dieser Feier teilgenommen und sie möglich gemacht haben, der Gemeinschaft der Salvatorianerpriester für ihre Unterstützung, dem Chor Harmonia Christi, der Schwesterngemeinschaft und nicht zuletzt ihren Eltern und ihrem Bruder, die „heute mit ihr JA gesagt haben“.
Pater István Barazsuly dankte Schwester Andreea für ihren Dienst in der Elisabethstädter Pfarrei: „Heute feiern wir noch, aber ab nächster Woche beginnen wir mit dem Religionsunterricht für Kinder, dann wird auch Schwester Andreea ihre Arbeit aufnehmen.“
Abschließend sagte Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, wünschte Schwester Andreea alles Gute mit einem Zitat aus dem Roman Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry: „Man kann nur mit dem Herzen gut sehen. Die Augen können nicht bis zum Herzen der Dinge vordringen“.
In der Diözese Temeswar arbeiten die Schwestern der Nächstenliebe der Heiligen Johanna Antida Thouret in Orawitza im Zentrum für junge Mütter „Casa Mama Virginia“, das von Dechant Ovidiu Cosmuța, dem Pfarrer der griechisch-katholischen Kirche dieses Ortes, koordiniert wird (und deshalb sind die Schwestern in der Gemeinde Orawitza von der griechisch-katholischen Eparchie Lugoj abhängig), und in Temeswar-Elisabethstadt im Kolleg „Komm und Sieh“ in der Str. 1 Decembrie Nr. 1, Temeswar III. Elisabethstadt (hier abhängig von der römisch-katholischen Diözese Temeswar).
Die heilige Jeanne-Antide Thouret, Gründerin der Kongregation der Schwestern der Nächstenliebe, wurde am 27. November 1765 in einer Bauernfamilie im französischen Dorf Sancey-le-Long geboren. Im Alter von 22 Jahren gelang es Jeanne, in den Orden der Töchter der Nächstenliebe des heiligen Vinzenz von Paul in Paris einzutreten, doch dann brach die Französische Revolution aus und alle religiösen Orden wurden aufgelöst. Sie folgt dem Abt Receveur ins Exil nach Freiburg (Deutschland) und widmet sich mit ihm der Krankenpflege und der Rehabilitation junger Mädchen; dann reist sie in die Schweiz und kehrt schließlich nach Frankreich zurück, nach Besançon, wo sie 1797 eine Schule für arme Mädchen eröffnet, ohne die Krankenpflege aufzugeben. Andere junge Frauen schlossen sich ihr an: Dies sollte die erste Keimzelle der neuen Kongregation der Töchter der Nächstenliebe sein, die 1819 von Pius VII. anerkannt und von der bischöflichen Gerichtsbarkeit befreit wurde. Die hl. Jeanne Antida Thouret widmete sich der christlichen und bürgerlichen Erziehung junger Menschen und der Nächstenliebe für verlassene, arme und kranke Kinder – ist auf der Website des Dikasteriums für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse nachzulesen (https://www.causesanti.va).
Pressestelle der Diözese Temeswar



















