„Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht. Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.“ (Mt 24, 42-44)

„Bereiten wir daher in diesen Wochen in besonderer Weise das Haus in unseren Herzen sorgfältig vor, damit es aufgeräumt und gastfreundlich ist. Wachsam sein heißt in der Tat, das Herz bereit zu haben. Es ist die Haltung eines Wächters, der sich in der Nacht nicht von Müdigkeit verführen lässt, nicht einschläft, sondern wach bleibt, in Erwartung des kommenden Lichts. Der Herr ist unser Licht, und es ist gut, das Herz darauf vorzubereiten, ihn mit Gebet zu empfangen und ihn mit Nächstenliebe zu beherbergen. Diese beiden Vorbereitungen sorgen sozusagen dafür, dass er sich wohl fühlt. In diesem Zusammenhang wird erzählt, dass der heilige Martin von Tours, ein Mann des Gebets, nachdem er die Hälfte seines Mantels einem Armen geschenkt hatte, von Jesus träumte, der mit genau dem Teil des Mantels bekleidet war, den er verschenkt hatte. Da haben wir ein schönes Vorhaben für den Advent: Jesus begegnen, der in jedem Bruder und jeder Schwester ist, die uns brauchen, und mit ihnen teilen, was wir können: Zuhören, Zeit, konkrete Hilfe.“ (Papst Franziskus beim Angelus am 1. Advent, 03. Dezember 2023)