Am Samstag, dem 25. April d. J., fand im Kloster der „Notre Dame“-Schwestern in Temeswar das Treffen der Ordensleute aus den römisch‑katholischen und griechisch‑katholischen Orden und Kongregationen des Banats statt. Die Begegnung begann um 11.00 Uhr mit einer Heiligen Messe in der Klosterkirche der Notre-Dame-Schwestern, zugleich auch Kirche der Personalpfarrei der Bulgaren, zelebriert von S. E. Josef Csaba Pál, Bischof von Temeswar. Konzelebranten waren S. E. Ioan Călin Bot, Bischof der griechisch‑katholischen Eparchie Lugosch, sowie Pfarrer Zsolt Szilvágyi, Pastoralvikar von Temeswar.
Anwesend waren Ordensmänner und Ordensfrauen aus folgenden Orden und Kongregationen: Kongregation der Schwestern von „Notre Dame“, Schwestern des Ordens des hl. Basilius des Großen (Basilianerinnen), Orden der Minoriten (Franziskaner-Konventualen), Congregatio Jesu (die „Englischen Fräulein“), Franziskanerinnen – Töchter der Heiligsten Herzen Jesu und Mariens, Barmherzige Schwestern der hl. Johanna Antida Thouret, die Priester und Brüder der Monastischen Gemeinschaft „Allerheiligste Dreifaltigkeit“ Giroc, Institut der Schönstätter Marienschwestern, Schwestern der Göttlichen Vorsehung.
In seiner Predigt meditierte S. E. Josef Csaba Pál, Bischof von Temeswar, über drei Themen: die persönliche Beziehung zu Gott, die Sendung und die Gemeinschaft. „Eine Gott-geweihte Person weist mit ihrem ganzen Sein, mit ihren Worten und Taten auf Gott hin. Zugleich lebt ihr in Gemeinschaften, lebt den Glauben in Gemeinschaft – das ist eine außergewöhnliche Kraft. Ich erwarte von euch, liebe Ordensmänner und Ordensfrauen, dass ihr der ganzen Diözese und der Gesellschaft ein Beispiel der Gemeinschaft gebt. Wo Liebe, Einheit und Gemeinschaft unter uns sind, dort ist Jesus gegenwärtig – und das werden auch andere sehen“, betonte der Diözesanbischof.
Am Ende der Heiligen Messe richtete S. E. Ioan Călin Bot, griechisch‑katholischer Bischof von Lugosch und Vorsitzender der Kommission für Klerus und Gott-geweihtes Leben der Rumänischen Bischofskonferenz, ein Wort an die Anwesenden: „Als ich diese Kirche betrat, fielen mir zwei Tatsachen auf. Die erste war eure Anwesenheit hier in den Bänken und das Geheimnis des Lebens eines jeden von euch. Wir sind alle Katholiken und Teil der von Jesus gegründeten Universalkirche. Unterschiedliche Riten, Kulturen, Ethnien und Sprachen unterscheiden uns – und bereichern uns zugleich. Hier sind heute fünf Ethnien vertreten: rumänisch, ungarisch, deutsch, italienisch und bulgarisch. Deshalb ist es nicht nur notwendig, sondern auch eine Quelle des Reichtums, einander kennenzulernen und zusammenzuarbeiten. Die zweite Wirklichkeit ist, dass jeder von uns eine kostbare und geheimnisvolle Berufung hat. Es ist wichtig, nicht zu vergessen, für wen wir leben. Gott hat uns gewollt, uns Zeichen gegeben, die wir allein oder mit Hilfe anderer erkannt haben; er hat uns geführt und gerufen. Diese Berufung ist kostbar.“
Nach dem Schlusssegen stellte Schw. M. Carmen Stanci SND in wenigen Worten die Kirche und die Geschichte der Kongregation der Notre-Dame-Schwestern vor, insbesondere deren Tätigkeit am Gebiet der Diözese Temeswar. „Vor der Errichtung des kommunistischen Regimes dienten in unserer Diözese fast 500 Schwestern, davon 200 in Temeswar. Nachdem sie im August 1949 gezwungen wurden, die Klöster zu verlassen, hielten sie weiterhin Kontakt, trafen sich heimlich und unterstützten einander, wenn es nötig war“, berichtete Schw. M. Carmen.
Zum Abschluss lud Schw. M. Renáta Miklós SND die anwesenden Ordensleute in das Kloster Notre Dame ein, wo die Begegnung mit freien Gesprächen und der Planung gemeinsamer zukünftiger Programme fortgesetzt wurde.

Pressestelle der Diözese Temeswar