Die Osterzeit (auf Lateinisch: tempus paschale) dauert 50 Tage, von Ostersonntag bis Pfingsten. Die Kirche betrachtet diese Zeit als ein einziges großes Fest. Das Ungarische Katholische Lexikon beschreibt es so:
„Die Osterzeit ist die 50 tägige Entfaltung des Ostergeheimnisses, ein einziges großes Fest, ein einziger ‘großer Sonntag‘: Begegnung mit dem Auferstandenen und das Erleben der Ausgießung des Heiligen Geistes.“
Auch die Liturgie betont dies:
• die liturgische Farbe ist Weiß
• die Osterkerze brennt im Altarraum – wir feiern im Licht der Auferstehung
• die liturgischen Texte enthalten viele Halleluja Rufe, und auch an Werktagen wird das Gloria gesungen
• im Messbuch finden sich eigene Osterpräfationen (feierliche Dankgebete)
Die Osterzeit ist also keine „Nachbereitung“, sondern fortgesetzte Festfreude.
Was feiern wir in diesen Wochen?
1. Die Gegenwart des auferstandenen Christi – die Evangelien berichten von den Begegnungen nach der Auferstehung.
2. Den Glaubensweg der Jünger – wie sie von der Angst zum Auftrag finden.
3. Die Geburt der Kirche – die Apostelgeschichte begleitet uns jeden Sonntag.
4. Die Verheißung des Heiligen Geistes – Jesus bereitet die Apostel Schritt für Schritt auf Pfingsten vor.
Warum ist das heute für uns wichtig?
• weil die Auferstehung das Fundament unseres Glaubens ist
• weil die österliche Freude nicht am Ostermontag endet
• weil das christliche Leben aus Hoffnung beginnt
• weil das Warten auf den Heiligen Geist auch heute aktuell ist.







