In der Domkirche zum Hl. Georg, der römisch‑katholischen Kathedrale von Temeswar, beauftragte Bischof Josef Csaba Pál am Sonntag, dem 8. Februar, während der um 18.00 Uhr gefeierten Jugendmesse den Theologiestudenten Mario Karnel aus Anina mit dem Dienst des Akolythen. Die Hl. Messe wurde musikalisch vom Chor „Harmonia Christi“ unter der Leitung von Iustin Călin gestaltet, die Lesungen und Fürbitten trugen die Jugendlichen der Pfarrei Temeswar I. Innere Stadt vor.
In seiner einleitenden Ansprache begrüßte Seine Exzellenz Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, die Anwesenden, den Seminaristen Mario Karnel – der sich z.Z. im Praktikumsjahr befindet -, dessen Familie und Verwandte, und sagte: „In dieser Heiligen Messe erbitten wir Gottes Gnade für die Berufung eines jeden von uns, besonders für Mario. Ich grüße herzlich auch seinen Pfarrer aus Anina, Pfr. Tibor Szabó, den Generalvikar, der zusammen mit den Jugendlichen aus der Pfarrei Innere Stadt gekommen ist, Pfr. Zsolt Szilvágyi, Pfarrer von Temeswar IV. Josefstadt, sowie Pfr. Piry Radulov aus Winga. Wir alle beten darum, unsere von Gott empfangene Berufung in ihrer Fülle zu leben.“ An der Heiligen Messe konzelebrierte auch Pfr. Zoltán Kocsik, Direktor des Römisch-Katholischen Theologischen Lyzeums Gerhardinum.
„Es trete heran, wer in den Dienst des Akolythen eingeführt werden soll: Mario Cristian Karnel“ – sagte zu Beginn der Feier Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, worauf der Kandidat antwortete: „Hier bin ich!“
Anschließend betonte der Hirte der Diözese die Pflichten und Sendung der Akolythen: „Geliebter Bruder, der du für den Dienst des Akolyths ausgewählt wurdest, du wirst eine besondere Rolle im Dienst der Kirche übernehmen, die in der Eucharistie ihre Vollendung findet und durch die das Volk Gottes gestärkt und aufgebaut wird. Deine Aufgabe wird es sein, den Priestern und Diakonen bei der Erfüllung ihrer Sendung zu helfen. Als außerordentlicher Spender wirst du die Heilige Kommunion an die Gläubigen austeilen können, sogar an die Kranken. Da du auf besondere Weise für diesen Dienst erwählt wurdest, achte darauf, das Opfer der Heiligen Messe noch intensiver zu leben.“
Nach diesen ermahnenden Worten kniete der Kandidat vor dem Diözesanbischof nieder und empfing aus dessen Hand die Pyxis mit der zur Konsekration vorbereiteten Hostie, als Zeichen seines Dienstes in der Kirche. Der Bischof begleitete die Übergabe mit den Worten: „Empfange das Gefäß mit Brot und Wein für die Feier der Eucharistie und lebe so, dass du würdig am Tisch des Herrn und in der Kirche dienen kannst!“
In seiner Predigt, an den Kandidaten und die Gläubigen gerichtet, sagte der Diözesanbischof: „Denkt einen Moment darüber nach, ob ihr im Allgemeinen Vertrauen in die Menschen habt. Denkt darüber nach, ob jemand einmal Vertrauen in euch gesetzt hat. Und wenn ja, was ihr dabei empfunden habt. Ich glaube, ihr habt Kraft erhalten, weiterzugehen. Jetzt sehen wir, dass Jesus Vertrauen in uns hat. Jesus Christus, unser Gott, sagt: Ihr seid das Salz der Erde… ihr seid das Licht der Welt. Er hat dieses Vertrauen. Es ist gut, sich dessen bewusst zu werden, wie Gott auf uns schaut. Es wird viel über positive Energie gesprochen. Unsere positive Energie besteht darin, dass wir an die Liebe Gottes glauben.“
Am Ende der Heiligen Messe legte der Theologiestudent Mario Karnel Zeugnis über den Weg ab, der ihn zur Annahme der priesterlichen Berufung geführt hat, dessen erster Schritt darin bestand, dass er in der Kirche seiner Heimatgemeinde Anina zu ministrieren begann: „Wenn Gott uns ruft, müssen wir Ihm folgen. Jetzt kann ich verstehen, können wir verstehen und sehen, wie schön Gott wirkt, wie Er das Leben eines Menschen verwandeln kann. Gott legt den Samen der Berufung in uns, und er wächst und entwickelt sich nach und nach, oft ohne dass wir es bemerken. Für mich waren der Glaube, die Erziehung in meiner Familie, das Ministrieren und das Beispiel meines Pfarrers sehr wichtig – Menschen, die mich auf diesem Weg ermutigt und unterstützt haben. Doch das Wichtigste von allem war mein Glaube an den lieben Gott. Wenn Du mich rufst, Herr, hier bin ich.“
Die Feier der Verleihung des Akolythats hob die Bedeutung der Berufung und des Dienstes im Leben der Kirche hervor und markierte einen wichtigen Moment im Ausbildungsweg des Theologiestudenten Mario Karnel, der seine Vorbereitung weiterhin in einem Geist der Verantwortung und des Dienstes fortsetzt.
Pressestelle der Diözese Temeswar












