Sonntag, der 23. Juni dieses Jahres – die Pfarrkirche in Tschakowa ist wieder festlich gekleidet und mit weißem Blumenschmuck dekoriert. Das Bild vor dem Altar zeigt vor blauem Hintergrund ein Boot mit Netzen, was an das Lukasevangelium, Kapitel 5, erinnert: „Fahrt hinaus am See und werft eure Netze aus…“. Gleichzeitig betonen die Aufschriften in vier Sprachen auf den Schildern neben dem Boot einen eher persönlichen Aspekt: Willkommen an Bord! Pfr. Gyula Dorin Filip, Pfarrer von Tschakowa und seine Mitbrüder im Priesteramt begrüßten den jungen Priester Ovidiu Virag, der nach seiner Priesterweihe am 22. Juni nun hier seine erste Messe feierte. Ovidiu Virag stammt aus Conacul Iosif/ Josefsalasch, einer Filiale der Pfarrei Tschakowa, studierte am Anfang am Römisch-Katholischen Theologischen Institut in Karlsburg, bzw. in Deutschland am Priesterseminar Fulda und anschließend am Priesterseminar Herzogliches Georgianum in München.
An der Heiligen Messe, die um 17.00 Uhr gefeiert wurde, nahmen Seine Exzellenz Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, Domherr Zsolt Szilvágyi, Pastoralvikar, und eine große Gruppe von Diözesanpriestern, darunter auch der Neupriester Francisc Lisi, der zusammen mit Ovidiu Virag und Marian Branko Duma zum Priester geweiht wurde, wobei letzterer am Sonntag, den 23. Juni, seine erste hl. Messe in seinem Heimatdorf Lupak feierte.
Alt Altpfarrer György Kóbor, Direktor des örtlichen Caritasverbandes und emeritierter Generalvikar, der vor einem Monat seine Diamantene Messe zum 60. Jahrestag seiner Priesterweihe feierte – eine Eucharistiefeier, bei der Pater Ovidiu als Diakon diente – war ebenfalls anwesend. Herr Cristian Roșoagă, der Organist der Pfarrkirche zu Temeswar-Josefstadt, sorgte zusammen mit mehreren Musikern und Chormitgliedern aus verschiedenen Gemeinden für die musikalische Umrahmung der Heiligen Messe. Pfarrer Ion Cădărean, Seelsorger von Lippa, war Manuductor und Festprediger.
Zu Beginn der Heiligen Messe wurde Kaplan Ovidiu Virag von den Vertretern der Pfarrgemeinde begrüßt. Pfr. Gyula Dorin Filip betonte: „Willkommen an Bord – das haben wir Priester zusammen mit dem Diözesanbischof gestern bei Deiner Weihe Dir gewünscht und wir wiederholen es heute noch einmal, in diesem vertrauteren Rahmen. Nicht nur ich allein, sondern wir alle, die wir heute hier versammelt sind, beten für Dich und mit Dir, dass Du dem Herrn mit der Frische deines Glaubens und deiner Entschlossenheit dienen kannst, die Dich auszeichnen.“
In seiner Predigt, die auf Rumänisch, Deutsch und Ungarisch gehalten wurde, sagte Pfr. Ion Cădărean: „Der liebe Gott hat wunderbare Gaben für uns Menschen. Er ist die Quelle des Lebens, er schenkt uns lebensspendendes Licht und den Weg, der zu seiner Ewigkeit führt. Das Geschenk und der Weg, den der Herr für Dich vorbereitet hat, ist das Sakrament des Priestertums, um Gott und dem Nächsten in Treue und Hingabe zu dienen.“
Neupriester Ovidiu Virag teilte mit den Anwesenden einige Gedanken zu Paulo Coelhos The Pencil Story: „Auf meiner bisherigen Reise hatte ich das Privileg, viele Menschen zu treffen. Einige haben nur ein paar Zeilen geschrieben, andere haben Seiten in das Buch meines Lebens geschrieben. Doch jeder Satz, jedes Wort war wichtig. Von nun an werde ich ein neues Kapitel beginnen. Deshalb möchte ich dem lieben Gott zuallererst für diesen Tag danken“.
Am Ende der Heiligen Messe, nach dem allgemeinen Segen, erteilte Kaplan Ovidiu Virag den Eltern, Verwandten, dem Diözesanbischof, den Mitbrüdern im Priesteramt und allen anwesenden Gläubigen den Primizsegen.
Pressestelle der Diözese Temeswar



















