Der Satz im Titel stammt aus dem Buch der heiligen Teresa von Avila mit dem Titel «Die innere Burg – Geistliche Vollkommenheit oder die sieben Stufen der Vereinigung der Seele mit Gott», aus dem Pater Márton Gál SDS, Kaplan in der Pfarrei Temeswar III. Elisabethstadt, am Samstag, den 15. Oktober, in seiner Predigt bei der Heiligen Messe anlässlich des Patroziniums der Kirche vonGroß-Sanktnikolaus zitierte. Der Grund für das Zitat dieser Mysthikerin, der Gründerin des Ordens der Karmeliterinnen, ist, dass die römisch-katholische Kirche in der Geburtsstadt von Miklós Révai, dem Piaristenpater, Sprachwissenschaftler und dem berühmten Komponisten Béla Bartók, bei ihrer Weihe unter dar Obhut der heiligen Teresa von Avila gestellt wurde.
In seiner Predigt sagte Pater Márton Gál: – „Gott ruft uns alle zur Heiligkeit. Die Authorin des Werkes «Die innere Burg» schreibt, dass wir uns selbst nie wirklich kennen werden, wenn wir nicht versuchen, Gott zu kennen. Nur dann werden wir wirklich verstehen, wie klein wir sind, wenn wir über seine Größe nachdenken; nur dann werden wir unseren Schmutz erkennen, wenn wir uns an seiner Reinheit erfreuen; nur dann werden wir erkennen, wie weit wir von der wahren Demut entfernt sind, wenn wir über seine Demut nachdenken. Wenn wir uns also selbst kennenlernen wollen, müssen wir Gott suchen, Gott in unserem Leben erkennen“. Zu Beginn seiner Predigt sagte der Hauptzelebrant auch, dass es für ihn als gebürtigen Einwohner von Groß-Sanktnikolaus eine dankbare, aber auch schwierige Aufgabe sei, sich an die Gemeinde zu wenden, zu der er als Kind und Jugendlicher gehört habe.
Zu Beginn der Heiligen Messe richtete Pfarrer Attila Andó, der Ortsseelsorger, Grußworte an die Gäste und an alle Anwesenden: Herrn András Molnár, Vorsitzender der UDMR/RMDSZ des Kreises Temesch, Herrn Dănuț Groza, Bürgermeister von Groß-Sanktnikolaus und Herrn Radu Asaftei, stellvertretender Bürgermeister, Herrn Béla Bartók, Vorsitzender der örtlichen UDMR/RMDSZ und Herrn Zsolt Demeter, Stadtrat, hochw. Herrn Marius Podereu, orthodoxer Protopope, Pfr. Călin Cioban, orthodoxer Pfarrer und Pfr. Gheorghe Chiriac, emeritierter orthodoxer Pfarrer, sowie an die 20 angereisten Priester aus den benachbarten römisch-katholischen Gemeinden, die Gäste aus Makó (Ungarn) und den Gläubigen aus der Pfarrei Groß-Sanktnikolaus und ihren Filialen. Auch Herr Gheorghe Nakov, Abgeordneter des Bulgarischen Vereins Banat-Rumänien, wurde herzlichst gedankt, der die Agape nach der Messe, zu der alle Teilnehmer eingeladen waren, finanziell erheblich unterstützt hat. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor unter der Leitung von Kantor Adrian Matea.
Am Ende der Messe erinnerte Pfarrer Attila Andó die Pfarrgemeinde daran, dass in zwei Jahren, im Jahr 2024, der 200. Jahrestag der Einweihung der Kirche gefeiert wird. Anlässlich dieses Jubiläums wird am 3. Oktober eine traditionelle Kirchweih unter Beteiligung der inzwischen in Deutschland ansässigen deutschen Gläubigen abgehalten, und am 15. Oktober wird das Jubiläumsfest gefeiert. P. Márton Gál SDS bat die Gläubigen auch, für Priester- und Ordensberufungen zu beten.

Pressestelle der Diözese Temeswar