Die oben genannten Worte waren am häufigsten während einer Pressekonferenz zitiert, die Generalsekretär Ferenc Tischler, ein Vorstandsmitglied des Malteser-Hilfsdienstes in Rumänien, am Dienstagmorgen, dem 14. Juli, in Temeswar, in der örtlichen Niederlassung (Barițiu-Straße) abhielt. Er traf, in Begleitung der stellvertretenden Generalsekretärin Anca Simu und der Kollegen aus Klausenburg, Raluca Drob und Istvan Barla in Temeswar ein. Auf die Frage eines Journalisten, berichtete Herr Tischler, dass im vergangenen Monat, sein Team aktive Mitarbeiter und Freiwillige der Malteser-Zentren in Klausenburg, Sathmar und Niklasmarkt besuchte und man beabsichtigt auch die Niederlassungen in Dorobanți, Straßburg am Mieresch und Frauenbach zu besuchen.
– Auf Bitte der nationalen Leitung des Hilfsdienstes, haben meine Kollegen und ich eine längere Reise unternommen, um den Mitarbeitern und Freiwilligen persönlich zu danken, die seit dem Ausbruch der Coronavirus-Epidemie vor schwierigen Herausforderungen standen – und sie selbst haben darunter gelitten – dass sie die Begünstigten auf die richtige Art und Weise und mit dem richtigen Servicelevel versorgen können. Auf diesem Wege möchten wir uns bedanken, bei unseren Kollegen aus Temeswar, für ihre engagierte und gewissenhafte Arbeit. Wir wissen, dass es für die Pflegeheimbetreuer nicht einfach war, zwei Wochen am Arbeitsplatz und danach zwei Wochen isoliert zu Hause zu verbringen, ohne andere Menschen zu treffen, um so nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern auch die ihrer Begünstigten zu schützen. Wir sind stolz auf das, was unsere Kollegen in Temeswar realisiert haben – sagte Ferenc Tischler in seiner Einführung – Gott sei Dank haben wir es geschafft, die vergangene Zeit ohne Infektionen zu überstehen. Wir wissen, was wir zurückgelassen haben, aber wissen nicht, was kommen wird. Deshalb werden wir verschiedene Verfahren ausarbeiten, damit auch eine eventuelle, kommende schwierige Zeit uns nicht unvorbereitet trifft. Wenn wir feststellen werden, dass der Notfallzustand erhalten wird und auch notwendig ist, werden wir in unseren Einrichtungen strengere Vorsichtsmaßnahmen treffen oder sie sogar für Besucher schließen. Im Fall von Temeswar gibt es bereits ein Besuchsverbot.
Der Generalsekretär wies darauf hin, dass die örtliche Zweigstelle den selbstlosen Unterstützern viel zu verdanken habe: Unternehmern, Einzelpersonen und Kirchen. In diesem zusammenhang betonte László Fekete-Nagy, Vorsitzender der Niederlassung Temeswar, dass er den Mitarbeitern für ihre engagierte Arbeit danken möchte, die in den letzten Monaten in die Gästezimmer des Malteser-Zentrums gezogen sind, um ältere Menschen zu versorgen und für die tägliche soziale Küche zu sorgen; sie halfen den Bedürftigen und bei der häuslichen Pflege. Um all dies bieten zu können, war es vor allem an Zusammenhalt notwendig. Zu unseren Unterstützern zählen das Büro des Bürgermeisters von Temeswar – ohne dessen finanziellen Unterstützung wir nicht funktionieren können -, Tehnodent Poka SRL, SC TimElectroColor Timișoara SRL, Casa de Avocatură Alexandru Pușa & Asociații, die orthodoxe Erzdiözese Temeswar, Doktor Vârtosu Ioana, Bildhauer Béla Szakáts, der Verband „Isus Speranța României“, der Demokratische Verband der Ungarn in Rumänien, Filiale Temesch, das Generalsekretariat des rumänischen Malteser-Hilfsdienstes in Klausenburg, – wovon wir erneut vierhundert Gesichtsmasken gespendet bekommen haben – und viele Privatpersonen. Was wir erhalten haben: Geldspenden, Lebensmittel, Mundschutz- und Gesichtsschutzmasken, Desinfektionsmittel. Um nur ein anschauliches Beispiel zu nennen: Für jeden der dreißig Mitarbeiter, zwei Stück Mundschutzmasken für acht Arbeitsstunden, bedeutet dies eintausendachthundert Masken in einem einzigen Monat.
Im Auftrag der Geschäftsführung der Niederlassung Temeswar haben Dr. med. Péter Kovács und Pfarrer Lajos Máthé aus Neusentesch nur lob und positive Worte auf die beispielhafte Zusammenarbeit und Unterstützung, die die Organisation bisher erfahren hat. Eng damit verbunden ist die Bemerkung von Generalsekretär Ferenc Tischler, der sagte, dass der Malteser-Hilfsdienst in Rumänien in den letzten zwei Monaten auf nationaler Ebene 100.000 Begünstigten Unterstützung gewährt hat: warmes Essen, kaltes Essen, Gesundheitspaketen, usw. In anderen Jahren lag diese Zahl jährlich bei kaum über 20.000.- Ich muss sagen, dass es ein Stolz ist, mit einem solchen Team, solchen Kollegen, solchen Freiwilligen zusammenzuarbeiten. Ich verschweige es nicht, dass es auch schwierige Fälle gab, zwei Wochen Karantäne gehen allen auf die Nerven, einige unserer Mitarbeiter sind geistig gebrochen, einige haben familiere Verluste und Tragödien erlitten, aber trotdem wurde alles reibungslos gelöst. Dies liegt daran, dass unsere Freiwilligen sich um dem Coronavirus-Test beworben haben und zu arbeiten angefangen haben. Auf diese Weise gab es nirgends Störungen oder Spannungen. Auch wir fühlten uns kaum müde, weil wir wussten, dass wenn es in irgendeinem Teil des Landes ein Problem gibt, weitere fünf-sechs-zehn-Niederlassungen gibt, die wir anrufen und fragen können: Wie haben Sie das gelöst? Es gibt jetzt Schulungen zum Umgang mit der Epidemie und wenn einer von uns etwas lernt, wird er es sofort mit den anderen teilen – fügte der Generalsekretär hinzu.               Auf Nachfrage von Journalisten teilte Ferenc Tischler schließlich mit, dass die Gefahr einer Epidemie die Pläne und das Budget des Generalsekretariats für dieses Jahr durcheinander gebracht hat und viele Programme, Begegnungen, spirituelle Exerzitien und Ferienlager verschoben wurden. Das einzige, das jedoch stattfinden wird, ist das Sommercamp für Behinderte, vom 3. bis 9. August. Aber dies nur online, also über das Internet…
S.E.

Übersetzung: Mária Lazar