6. Tag – Josef – ein „Mann der Tat“

Hl. Josef und Jesus – Hauptaltarblatt in der römisch-katholischen Filialkirche von Herniakowa, Pfarrei Rekasch

„Als die Magier wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägypten… Da stand Josef auf und floh in der Nacht mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. Als Herodes gestorben war, erschient dem Josef in Ägypten ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und zieh in das Land Israel… Und weil er im Traum einen Befehl erhielt, zog er in das Gebiet von Galiläa und ließ sich in der Stadt Nazareth nieder.“ (Mt 2,13f.19.22f.)

„Die ganze Lebensbeschreibung Josefs und das Vollmaß seiner Heiligkeit sind in dem Wort enthalten: „Er tat es“. Josef, wie wir ihn aus dem Evangelium kennen, war ein Mann der Tat.“ Die Stimme aus der Höhe weist ihn an, nach Ägypten zu fliehen, um dem Kindermord von Bethlehem zu entgehen. Und er tut es mit schlichter Selbstverständlichkeit. Und als die Gefahr vorbei ist, wird er wieder zurückgerufen. Und auch jetzt hört, gehorcht er und führt aus. Josef – kein Mann vieler Worte (in der Bibel ist kein einziges Wort von ihm überliefert), sondern ein Mann der Tat. Heiliger Josef, du „Mann der Tat“, statt großer Worte, Zweifel und Widerreden, du hast das Aufgetragene einfach ausgeführt. Hilf auch uns, zu tun statt zu reden, und sei uns ein mächtiger Fürsprecher in unseren Anliegen.