In der Zeitspanne 26.-27. Oktober d.J. befand sich der Chor „Laudate Dominum“ der Römisch-Katholischen Pfarrei Rekasch auf Besuch in Agram / Zagreb, die Hauptstadt Kroatiens. Die Rekascher nahmen an das „Internationale Festival der Kroatischen Chöre” teil. Eingeladen wurden sie vom „Desiderium”-Chor der Pfarrei Mariä Himmelfahrt aus Agram, da zwischen den beiden Chören schon seit 2001 eine Partnerschaft besteht. Dirigent Cosmin Pelics und Organist Denis Moldovan (Temeswar I Innere Stadt/ Clocotici), sowie Domherr Anton Butnaru, Pfarrer von Rekasch, begleiteten die Banater Musiker auf ihrer Reise. Am Samstag Abend, im Rahmen des Festivals, trug jede Choralgruppe ein Programm von insgesammt 25 Minuten vor. Die Rekascher haben eine ganze Reihe von religiöse Kompositionen, in mehreren Sprachen vorbereitet, sowie man im eigenen Heimatort, aber in vielen Banater Gemeinden der Diözese Temeswar singt. Am Sonntag morgen, dem 27. Oktober, wurde die Hl. Messe, um 11.00 Uhr, von den vereinigten Chören musikalisch umrahmt.
Die Reise des Rekascher Pfarrchors „Laudate Dominum“ erfreute sich auch einer Unterstützung seitens des Vereins der Kroaten in Rumänien.
Die römisch-katholische Gemeinde Rekasch ist eine der ältesten am Gebiet unseres Bistums. Ihre erste urkundliche aber aber archäologische Erwähnung stammt aus dem Mittelalter, bzw. aus dem. 14.-15. Jhrd. Die Ortschaft ist weltweit vor allem wegen dem hiesigen Weingut bekannt, hat aber auch eine äußerst interessante ethnische Zusammensetzung: Rumänen, Ungarn, Kroaten (eigentlich Schokatzen/ šokci) und Deutsche. Die hiesigen katholischen Gläubigen – die Schokatzen – haben eine sehr alte Präsenz im Banat: sie werden bereits in der Türkenzeit erwähnt. Voriges Jahr feierte die gesammte Pfarrei, zusammen mit den ausgewanderten deutschsprachigen Gläubigen, 100 Jahre seit der Errichtung der heutigen Pfarrkirche. Diese steht unter dem Schutz des Hl. Johannes der Täufer und ist das zweite Gotteshaus am selben Ort. Zu diesem Anlaß wurde auch ein Kirchenführer in vier Sprachen herausgegeben: Deutsch, Ungarisch, Rumänisch und Kroatisch.
Text: Claudiu Călin nach Informationen von
Pfr. Anton Butnaru, Cosmin Pelics Denis Moldovan
Foto: Römisch-Katholische Pfarrei Rekasch