Die heutige Pfarrkirche der römisch-katholischen Gemeinde von Groß-Sanktnikolaus wurde von Graf Sándor (Alexander) Nákó erbaut und am 17. Oktober 1824 vom Bischof von Tschanad, Ladislaus Kőszeghy de Remete, konsekriert; die Schutzpatronin der Pfarrkirche ist die heilige Theresia von Ávila.
Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums, das vom 4. bis zum 15. Oktober gefeiert wurde, haben die Mitglieder der Gemeinde und Pfr. Attila Andó, der Seelsorger der Gemeinde, die Feierlichkeiten organisiert. Pfarrer Andó hat zusammen mit dem Deutschen Demokratischen Forum von Groß-Sanktnikolaus, seinen Partnern und Unterstützern, der Heimatortsgemeinschaft (HOG) Groß-Sanktnikolaus, des Demokratischen Ungarnverbands in Rumänien (UDMR) – Ortsgruppe Groß-Sanktnikolaus, mit Unterstützung der Stadtverwaltung und des Gemeinderates von Groß-Sanktnikolaus, Herrn Gheorghe Nakov, Abgeordneter der bulgarischen Minderheit im rumänischen Parlament, und dem Verein „Altenhilfe Großsanktnikolaus“ eine Reihe von Jubiläumsveranstaltungen organisiert.
Die ersten Veranstaltungen fanden vom 4. bis 6. Oktober statt, über die wir bereits auf der Website der Diözese Temeswar berichtet haben (der Beitrag kann hier gelesen werden), gefolgt von geistlichen Programmen am 11., 12. und 13. Oktober, die von den Franziskanern Pater Tibor Pantea OFM (der aus Groß-Sanktnikolaus stammt), Pater Károly Nagy OFM und Pater Sebestyén Fábián OFM geleitet wurden.
Das Fest der Schutzpatronin der Kirche, der heiligen Theresia von Ávila, wurde am 15. Oktober dieses Jahres um 16.00 Uhr von Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, gefeiert. Konzelebranten waren Domherr Zsolt Szilvágyi, Pastoralvikar, Domherr Nikola Lauš, Kanzleidirektor, sowie eine große Gruppe von Diözesanpriestern. Die Schwesterkirchen waren durch Pfr. Sergiu Soica, Pfarrer der griechisch-katholischen Gemeinde von Groß-Sanktnikolaus, Pfr. Marius Podereu, rumänisch-orthodoxer Pfarrer und Pfr. Călin Cioban, Pfarrer des rumänisch-orthodoxen Dekanats Groß-Sanktnikolaus, Pfarrer Péter Pop, reformierter Pfarrer von Hatzfeld, der auch die Gemeinde Groß-Sanktnikolaus verwaltet vertreten.
Bürgermeister Dănuț Groza, Vizebürgermeister Radu Asaftei, Mitglieder des Gemeinderats und Vertreter des Rathauses waren bei der Heiligen Messe anwesend. Mehrere Paare junger Menschen in den schönen Trachten der rumänischen, ungarischen, deutschen und bulgarischen Volksgruppen waren ebenfalls gekommen. Die Heilige Messe wurde durch Lieder des Kirchenchors unter der Leitung von Adrian-Dumitru Matea musikalisch umrahmt.
In seiner Einführungsrede auf Rumänisch, Ungarisch und Deutsch begrüßte Pfr. Attila Andó alle Anwesenden und bat um die Gnade Gottes, den Schutz und die Fürsprache der Patronin der Kirche, der heiligen Theresia von Ávila, für die Zukunft dieser Gemeinschaft. „Theresia von Ávila hat uns einen Glaubensweg gezeigt, einen spirituellen Weg, auf dem wir zu Christus und zum Heil gehen können“, sagte Msgr. Johann Dirschl.
Das Evangelium dieses Festes wurde von Domherr Nikola Lauš, Kanzleidirektor, verkündet.
In seiner auf Rumänisch und Ungarisch gehaltenen Predigt zitierte Domherr Zsolt Szilvágy, Pastoralvikar, die Worte von Bischof Augustin Pacha: „Jede gebaute Kirche ist eine in Stein gemeißelte Predigt“. Pfr. Szilvágyi sagte dann weiter: „Kirchen sind Zeichen für die Sehnsucht des Menschen nach Gott. Liebe Gläubige, ihr habt eine zweihundert Jahre alte Kirche, die der Beweis dafür ist, dass Gott in den Herzen eurer Vorfahren lebte. Wir wissen, dass diese Kirche von Graf Nákó erbaut wurde, aber sicherlich haben die Mitglieder der Gemeinde dazu beigetragen, genauso wie die Gläubigen seit 200 Jahren und auch heute noch dazu beitragen. Der heilige Paulus sagt uns: „Wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel Gottes seid und dass der Geist Gottes in euch wohnt?“ Bis dahin werden wir gepflegte und volle Kirchen haben, bis Gott in uns lebt.“
Am Ende der Heiligen Messe überreichte Pfarrer Attila Andó Jubiläumsmedaillen, die anlässlich der Zweihundertjahrfeier der Kirche von Groß-Sanktnikolaus ausgegeben wurden, an Domherr Zsolt Szilvágyi, Pastoralvikar, Domherr Nikola Lauš, Kanzleidirektor, und an alle, die am Leben der Gemeinde beteiligt waren und sind. Gleichzeitig dankte der Pfarrer den Menschen, die zu den verschiedenen Aktivitäten der Gemeinde und zur Organisation dieser Reihe von Jubiläumsprogrammen beigetragen haben: Frau Dietlinde Huhn, Vorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen von Groß-Sanktnikolaus, Frau Andreea Kremm, Frau Claudia Schulde, den angereisten Pfarrern, den Ministranten und den Frauen, die die Agape vorbereitet haben, zu der alle Anwesenden nach der Heiligen Messe eingeladen waren.
Pressestelle der Diözese Temeswar

















