Der Beginn des Schuljahres im September dieses Jahres wird sowohl für die Pädagogen, als auch für die Schüler sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Aufgrund der Coronavirus-Epidemie ist nicht nur die traditionelle, feierliche Gestaltung des Ereignisses verloren gegangen, sondern auch das Progrmm des Unterrichts hat sich geändert, da die epidemiologischen Vorsichtsmaßnahmen die bisherigen Gepflogenheiten außer Kraft setzen. In der ersten Woche des Schuljahres 2020-2021 haben wir Pfarrer Zoltán Kocsik, den Direktor des römisch-katholischen Gerhardinum-Gymnasiums, zu all dem befragt.
– Herr Direktor, unter welchen Umständen begann dieses Schuljahr am römisch-katholischen Gerhardinum-Lyzeum?
– Lehrer und Schüler freuten sich bereits auf den Schulanfang, auf den ersten Schultag, da wir uns seit einem halben Jahr nicht mehr persönlich getroffen hatten. Es mangelte an Gesprächen und an gemeinsames Lernen. Leider wurde mit dem Schulbeginn das alte gewohnte Leben nicht wiederhergestellt. Der Alltag muss mit großer Verantwortung gedacht und organisiert werden. Während der Epidemie müssen Schüler, Lehrer und Schulpersonal drei wichtige Regeln befolgen: stets eine Gesichtsmaske tragen, einen Sicherheitsabstand einhalten und die Hände regelmäßig desinfizieren.Die Organisierung des Unterrichts und der Mahlzeiten, bzw. Verpflegung der Schüler ist ebenfalls eine große Herausforderung. Kindergartengruppen, Grundschul- und Lyzeumsklassen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, um den Kindern die Möglichkeit anzubieten, alle zwei Wochen die Schule zu besuchen. In der Woche, in der sie zu Hause bleiben müssen, besuchen sie Online-Kurse. Zu diesem Zweck verwendet unsere Schule das Moodle-Webinterface. Es bedeutet eine virtuelle Klasse, virtueller Unterricht. Auf dieser Platform kann jeder Unterricht und Hausaufgaben finden. Die Lehrer versuchen, den größten Teil des Unterrichts alle zwei Wochen im Schul-Unterricht zu erteilen. Auf der Online-Platform werden sich wiederholende Aufgaben und Kurzfilme im Zusammenhang mit der Lektion veröffentlicht. Eine Ausnahme bildet das VIII. und die beiden XII. Klassen. Die drei Abschlussklassen besuchen wöchentlich den Unterricht.Die Unterkunft im schuleigenen Internat ist mit den Vorsichtsmaßnahmen sehr beengt. Da wir einen ausreichenden Abstand sicherstellen müssen, können wir nur drei Schüler in einem Raum unterbringen. Aus diesem Grund entschied die Schulleitung, dass Lyzeumschüler nur alle zwei Wochen Schulklassen besuchen sollten. Der Speisesaal kann nur von Schülern einer einzigen Klasse genutzt werden – es dürfen nicht mehr als 15 Schüler gleichzeitig im Raum sein.Klassenräume, Korridore und Waschräume werden mehrmals täglich desinfiziert. Wir möchten den Mitarbeitern für all diese harte Arbeit auch auf diesen Weg danken.
– Welche ist die Lehrmethode in der Gerhardinumschule?
– Derzeit arbeitet die Schule nach dem sogenannten „gelben Szenario“, d. h. es findet eine hybride (gemischte) Unterrichtsart statt. Bei größeren Klassen nimmt nur die Hälfte der Klasse am täglichen Unterricht teil, bei kleineren Klassen kommen die Schüler alle zwei Wochen zur Schule. Wie bereits erwähnt, verwendet die Schule seit April 2020 die Moodle-Oberfläche. Hier werden die Lektionen, Hausaufgaben, Arbeitsblätter, Kurzfilme und didaktischen Spiele veröffentlicht. Wenn sich die Situation verschärft und das „rote Szenario“ eingeführt werden muss, werden wir die Lektionen in der Zoom-Anwendung übertragen. 
– Gibt es eine Zeitverzögerung im Bezug auf Unterrichtanfang und -pausen?
– Die Kinder können bereits um 7.30 Uhr durch zwei Tore in der Schule eintreffen. Kindergartenkinder, Vorbereitungsklassen, Grund- und Lyzeumsschüler treten durch das Haupttor ein. Kinder aus en ersten vier (I-IV) Klasse kommen durch das andere Tor. Die kleinen, aus dem Kindergarten, und vorbereitende Klassen können von den Eltern bis zum Eingangstor begleitet werden, wo Kindergärtner und Lehrer auf sie warten. Einige Kurse beginnen um 8:00 Uhr morgens, während andere um 8:10 Uhr. Die Tätigkeit im Kindergarten beginnt um 8:30 Uhr.
– Ist die Gesundheit eines Lehrers oder Erziehers bisher gefährdet?
– Gott sei Dank, die Situation ist unter Kontrolle und soweit wir wissen, ist niemand in Gefahrt.
Das Pressebüro der Diözese Temeswar bedankt sich herzlichst für das Gespräch!