Das Internationale Eucharistische Kongress in Budapest war für mich ein unvergessliches spirituelles und gemeinschaftliches Ereignis. Auch die Mitglieder unserer Gruppe, die aus 52 Gläubigen bestand und die ich zusammen mit weitere zwei Priestermitbrüder begleitet habe, sagten das selbe.
Auch größere, spektakuläre Veranstaltungen des Kongresses, wie der Familientag auf der Hl.-Margaretha-Insel bewegten mich. Nicht zuletzt aber die riesige eucharistische Prozession auf den Budapester Strassen oder die Heilige Messe mit dem Heiligen Vater, Papst Franziskus… Nun möchte ich aber nicht auf diese großen Momente zeigen, sondern eher über die kleinen Gesten sprechen, die die Wirkung der Gnade Gottes bezeugen, Gnade die diese Tage, in der tiefe der Herzen vieler Teilnehmer gearbeitet hat und schöne Gesten gegenüber der Mitmenschen „verursachte“. Viele haben also über die Eucharistie nicht nur gesprochen, sondern haben es tatsächlich vorgelebt. Dies war für mich eine äußerst schöne Sache. Und nun möchte ich auch einige dieser kleinen „Lichtfunken“ nennen. So, zum Beispiel, möchte ich die liebevolle Offenheit des Pfarrers der St.-Anna-Kirche in Budapest, uns gegenüber, nicht unerwähnt lassen. Oder, daß ein älterer Priester mit, während der Prozession, seine brennende Kerze mit schenkte, weil meine ausgelöscht war. Und ich betone dass er seine Kerze mit gab. Zu unterstreichen ist auch die Geduld und die Höflichkeit der Freiwilligen, als einige Mitglieder der Gruppe bei der Papstmesse verspätet haben.
All diese kleine Gesten reflektieren für mich die Tatsache dass, jenseits der spektakulären, beeindruckenden und schönen Ereignissen, Jesus tief in den Seelen der Menschen gewirkt und gelebt hat. Das Internationale Eucharistische Kongress hat mich bestärkt auch weiterhin mich in der Eucharistie seelisch zu ernähren, so dass ich eigentlich „eucharistisch“ und treu im Alltag leben soll.

Pfr. Zsolt Szilvágyi, bischöflicher Vikar