Es ist bereits Tradition, dass Pilger aus Temeswar am ersten Samstag im Juli an der feierlichen Begrüßung der Heiligsten Jungfrau Maria in der Kirche von Șumuleu Ciuc/ Schomlemberg teilnehmen (d.i.: ein spirituelles Programm, das jeden ersten Samstag im Monat organisiert wird und eine Stunde des Gebets, der Andacht, der Marienlieder und der Heiligen Messe umfasst). Dieses Jahr fand diese Feier am 2. Juli statt, anlässlich des Festes „Mariä Heimsuchung“ d.h. des Besuchs der Heiligen Jungfrau Maria zur hl. Elisabeth und des Festivals „Tausend Seklerinnen“. Ágota ERDEI berichtet uns von dieser Pilgerreise.
Am Morgen des 30. Juni machten sich 55 Gläubige, vor allem aus Temeswar, Neusentesch, Reschitza, Otelek, Kerestur, Arad, Neusimand und Zimand Cuz, auf den Weg, gesegnet vom bischöflichen Vikar für Seelsorge, Pfr. Zsolt Szilvágyi, Pfarrer von Temeswar IV. Josefstadt.
Unser geistlicher Begleiter, während der gesamten Reise, war Pr. Csaba Miklós, Pfarrer von Mailat, der uns auch in der Vergangenheit zur Freude aller begleitet hat. Während der Reise haben wir gebetet und gesungen. In diesem Jahr haben wir sehr schöne Orte besucht, an denen wir sehr gastfreundliche Menschen getroffen haben.
Der erste Halt war Lupeni/ Schylwolfsbach, wo wir die Kirche des Heiligen Johannes Nepomuk, des Schutzpatrons der (Holz-)Brücken, der Mühlen und des Banats, besuchten. Hier erfuhren wir, dass das Kirchenschiff von den Brüdern Miltaller aus Arad bemalt wurde. Im Garten hinter der Kirche hielten wir für ein Gebet am Grab des Schriftstellers Áron Tamási an, der vor 125 Jahren geboren wurde.
Dann besuchten wir Satu Mare (Landkreis Harghita), von wo zwei unserer Gruppenmitglieder herkommen: Margit Orbán und die verstorbene Erzsébet Papp, der wir mit einem Gebet in der Kirche ihres Heimatdorfes gedachten.
Der Höhepunkt des ersten Tages war jedoch unsere Ankunft in Schomlemberg, wo wir die Jungfrau Maria begrüßten und mit Gebet und Gesang „nach Hause zurückkehrten“.
Am Freitagmorgen begannen wir den Tag mit einer Kreuzwegandacht, die von Pfarrer Csaba Miklós geleitet wurde, und nahmen anschließend an der Morgenmesse teil. Unser Ziel, für den Tag, war Kronstadt. Wir machten auch einen kurzen Halt in Sfântu Gheorghe/ Sankt Georgen, um die neue Arena von Sepsi OSK zu besichtigen, die bei den Fußballfans sehr beliebt ist.
Pfr. Csaba Miklós stammt aus Kronstadt. Er verbrachte den größten Teil seiner Kindheit in der Pfarrgemeinde zur Allerhl. Herz Jesu. Hier nahm er an der ersten heiligen Kommunion teil, wurde gefirmt, war Mitglied der Jugendgruppe und feierte hier seine erste heilige Messe – die Primiz – nach seiner Priesterweihe. Bei dieser Gelegenheit nahmen wir gemeinsam an einer Heiligen Messe teil.
Am Samstagmorgen fuhren wir nach Sândominic/ Sankt Domenikus, um das Márton-Aron-Museum zu besuchen, in dem die verschiedenen Lebensabschnitte des Bischofs in chronologischer Reihenfolge dargestellt werden. Das Leben von Bischof Áron Márton symbolisiert die wahre Mission der Kirche: die Gemeinschaft mit den Bedürftigen und Ausgegrenzten. Sein Leben und seine Lehre können für uns alle ein Beispiel sein.
Auf dem Weg dorthin besuchten wir die Burg Lázár in Lăzarea und kauften dann in der Schokoladenfabrik in Remetea selbstgemachte Schokolade. Wir gingen auch in die Kirche in Ditrău, um zu beten.
Am Samstagnachmittag nahmen wir an der feierlichen Begrüßung der Jungfrau Maria teil, die mit einer Gebetsstunde begann. In der Predigt wurde gesagt, wie schön es wäre, wenn wir nicht nur zur seligsten Jungfrau Maria beten könnten, sondern auch mit ihr dies tun!
Am Sonntag hielten wir in Băile Seiche, wo wir den Mini-Siebenbürgen-Park besuchten, dann am Grab des Schriftstellers Balázs Orbán beteten und unter den berühmten Szekler-Tore hindurchspazierten.
Unser herzlicher Dank geht an Pfr. Csaba Miklós für alles, was er tat: Predigten, Führungen, Vorträge. Gott segne ihn und behüte ihn! Wir danken den Pfarrern, die uns aufgenommen haben, den Menschen, die uns beherbergt haben, und nicht zuletzt den Organisatoren für ihre Arbeit: Möge Gott ihre Bemühungen belohnen!