In der Chronik der Bilder und Ereignisse der römisch-katholischen Gemeinde von Reschitza-Govândari, wurde für das Jahr 1997 ein wichtiges Ereignis vermerkt: die Einweihung der Kapelle der Heiligen Franziskus und Klara am 13. September, zelebriert von S.E. Bischof Sebastian Kräuter in Anwesenheit von S.E. Alexandru Mesian, griechisch-katholischer Bischof von Lugosch, und anderen römisch- und griechisch-katholischen, orthodoxen, evangelischen und reformierten Priestern. Gäste aus Österreich und Deutschland sowie Vertreter der Behörden des Kreises Karasch-Severin waren bei der Feier anwesend.

Am Dienstag, den 4. Oktober 2022, anlässlich des liturgischen Gedenktages des Heiligen Franz von Assisi, in der Kapelle, die sich neben der Pfarrkirche „Allerheiligste Dreifaltigkeit“ befindet, versammelten sich die Gläubigen wieder im Pfarrzentrum, um einerseits die Heilige Eucharistie und andererseits das 25-jährige Bestehen dieses Gotteshauses zu feiern.
Das Jubiläum begann mit einem Pontifikalamt, das Seine Exzellenz Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, in der Pfarrkirche zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit im Stadtteil Govândari zelebrierte, wo Pfarrer Attila Puskás ihn im Namen der Gemeinde begrüßte. Außerdem konzelebrierten Pfr. Veniamin Pălie, Dechantpfarrer der Pfarrkirche Maria Schnee in Reschitza und Erzdechant des Banater Berglands, und Pfr. Augustin Bărbuț, Seelsorger von Orawitza. Anschließend gab eine Gruppe von Gläubigen Zeugnis darüber, was diese Kapelle für sie bedeutet. – „Wir sind hier, um Gott für alles zu danken, was er bisher im Leben der Gemeinschaft und in unserem persönlichen Leben getan hat. Die Spiritualität des heiligen Franziskus zieht auch nach 800 Jahren noch Menschen an, und ich danke insbesondere dieser Gemeinschaft dafür, dass sie die brennende Flamme der Liebe, der Solidarität und der Brüderlichkeit weiterträgt“, so der Diözesanbischof während der Messe.
In seiner Predigt erinnerte der Oberhirte an die Zeit und die Umstände, unter denen die Kapelle der Heiligen Franziskus und Klara errichtet wurde. – „Vor dreißig Jahren gab es hier nichts als ein Feld voller Unkraut. Ein griechisch-katholischer Priester half mir bei dem Antrag für den Bau der Kapelle. So konnte ich 1989, am 26. Dezember, meinen Antrag bei der damaligen Stadtverwaltung einreichen, und im Oktober 1992 konnten wir den Grundstein und das Grundstück einweihen, auf dem das Gotteshaus errichtet werden sollte. Die Gemeinschaft half uns sowohl durch Gebet als auch finanziell. Dann haben wir gesehen, was es bedeutet, wenn die Gläubigen mit anpacken“, betonte der Diözesanbischof.
Nach der Heiligen Messe begaben sich die Teilnehmer zusammen mit den Priestern und den Gläubigen in die Kapelle der Heiligen Franziskus und Klara, wo Seine Exzellenz Iosif Csaba Pál, das Segnungsgebet sprach und dabei Weihwasser auf die Wände der im Inneren renovierten Kapelle und auf die Anwesenden sprengte.

Pressestelle der Diözese Temeswar

Foto: Thabitta Kozilek, Erwin Josef Țigla