„Liebe Bruder und Schwestern, wir sind zusammen gekommen um den synodalen Weg zu eröffnen. Dies ist eine Hoffnung für uns, das wir zusammen auf die Inspirationen des Heiligen Geistes hören können und dadurch wir unser Leben, unsere Gemeinden zu erneuern.“ – mit diese Worte wandte sich S.E. Josef Csaba Pál, Bischof von Temeswar, am Nachmittag des Sonntags, des 17. Oktober d.J. in der Millenniums-Kirche zu Temeswar-Fabrikstadt, an den Priestern und Gläubigen, die aus mehreren Dekanaten kamen um der Eröffnungsmesse des synodalen Weges auf Diözesanebene beizuwohnen. Der Bischof begrüßte die anwesende Gemeinde auf Rumänisch, Ungarisch, Deutsch und Italienisch – denn in dieser Kirche feiern auch die Mitglieder der italienischen Gemeinde die hl. Messe und einige von ihnen waren am Sonntag Abend bei dieser Eucharistiefeier anwesend.
In seiner Homilie präsentierte der Temeswarer Bischof die wichtigsten Ideen des Vorbereitungsdokuments und des Vademecums der Synode, indem er Papst Franziskus zitierte. In seiner Predigt, bei der feierlichen Eröffnung des synodalen Weges in Rom, betonte der Papst zum wiederholten Mal, dass es sich bei der Synode keineswegs um ein Parlament handele, sondern dass es darum gehe, „gemeinsam zu gehen“ und eine „Kirche des Zuhörens“ zu werden. Die Zeit der Synode ist also eine Zeit der Gnade. Eine Synode abzuhalten bedeute, nach dem Beispiel Jesu „gemeinsam einen Weg zu beschreiten“, einander zu begegnen, zuzuhören und zu unterscheiden, so der Papst, der diese „drei Verben des synodalen Weges“ genauer erläuterte. Jesus zeige sich bei den Begegnungen, die das Evangelium schildere, stets offen, nicht gleichgültig oder verärgert. Ihm sei bewusst, dass eine einzelne Begegnung „das Leben verändern“ könne, so Papst Franziskus.
„Der hl. Vater schlug vor, dass der Weg der Kirche, ist die Synodalität. Er macht uns wiederholt auf die Eucharistische Anbetung aufmerksam, denn ohne Gebet, gibt es auch keine Inspiration vom Hl. Geist und ohne den Hl. Geist gibt es auch keine Synode. Das Wort syn-hodos bedeutet gemeinsam gehen, mit-gehen. Diese ist die Art und Weise der Kirche in all ihren Bereichen, angefangen mit der Weltkirche und bis in den Lokalkirchen, in den Diözesen, Pfarreien und in den kleinsten Gemeinden“ – betonte Bischof Josef Csaba Pál.
Am Ende der hl. Messe präsentierte der Diözesanbischof die praktischen Vorgehen der Diözesanetappe der Synode und präzisierte, dass die Aufgabe der Organisierung dieser Phase in erster Linie den Dekanen und den Verantwortlichen der unterschiedlichsten Pastorationsbereichen und den Bewegungen und Vereinen zukommt. Auch schlug der Bischof vor, dass die Gläubigen, in den Pfarreien, Kleingruppen von 7-8 Personen bilden sollen, die zehn Themen aus dem Vademecum und die entsprechenden Fragen besprechen bzw. beantworten sollen, so dass niemand ausgeschlossen werden soll und je mehr Christen sich an diesem Prozess beteiligen sollen. Schließlich möge jede Pfarrei einen 5-Seiten langen Referat verfassen, der in elektronischer Form dem Sekretariat des Bischöflichen Ordinariats bis am 15. Februar eingereicht werden soll. In ähnlicher Weise sollen auch die Kirchenbewegungen, die Vereine und die unterschiedlichsten Gruppen vorgehen.
Am Schluß der hl. Messe wurde das Gebet für den synodalen Weg gesprochen.

Pressebüro der Diözese Temeswar