„Willkommen! Wir sind hier, um Gott für die bereits zurückgelegte Reise zu danken. Wir haben unsere Reise noch nicht beendet. Wir alle sind Schüler in der Schule der Synodalität. Jetzt haben wir einen Moment innegehalten, um einander in synodaler Weise zu hören, um einander zuzuhören, wie wir auf diesem Weg gemeinsam als Diözese bzw. die verschiedenen Gemeinschaften vorangekommen sind. Der Individualismus wird unsere Kirchen leeren. Wenn wir unseren Glauben weiterhin nur auf individuelle Weise leben, werden wir weniger fühlen. Der Heilige Geist ist der Geist des Mutes, der uns drängt, einen Schritt vorwärts zu machen“ – mit diesen Worten wandte sich Seine Exzellenz Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, am Sonntagnachmittag, den 22. Mai, in der Pfarrkirche von Temeswar III. Elisabetstadt an seine Mitbrüder im Priesteramt und an die Gläubigen, die aus mehreren Pfarreien zur Heiligen Messe zum Abschluss der diözesanen Phase des synodalen Pfades gekommen waren.
Das Programm dieser Feier begann um 17.00 Uhr mit dem Gebet für die Synode, gefolgt von der Vorstellung der Synodalreise in den verschiedenen Gemeinschaften und pastoralen Bereichen: Kongregationen und Einrichtungen des Gott-geweihten Lebens, Jugendgruppen und Familien, kirchliche Bewegungen, Pfarreien, Caritas-Verein.
In seiner Einleitung bot Pfr. Zsolt Szilvágyi, Bischofsvikar für die Pastoration, einen kurzen Rückblick auf die 26 Synodalberichte, die bisher an das Sekretariat des Bischöflichen Ordinariats geschickt wurden, und hob einige Gedanken hervor: – „Wenn wir diese Berichte lesen, können wir sehen, dass es viele Gläubige und Priester gibt, die ihre Gemeinschaft und die Kirche lieben und etwas für sie tun wollen. Diese Gemeinschaften haben noch mehr entdeckt, was es bedeutet, gemeinsam zu gehen, gemeinsam zu beten, gemeinsam Entscheidungen zu treffen und gemeinsam zu handeln. Die häufigsten Themen, die besprochen wurden, waren: Gemeinschaft, mit wem gehen wir, Gehorsam, sich zu Wort melden, Mission und Ökumene.“
Ferner las Pfr. Zsolt Szilvágyi einige Auszüge aus den eingegangenen Berichten vor und schloss mit den Worten: – „Meine Mission ist dort, wo ich bin, wo ich lebe. Die synodalen Diskussionen sind nicht nur Gerede, sondern sie haben bereits erste konkrete Früchte getragen. Die synodale Reise geht weiter. Das Ziel der synodalen Reise ist nicht ein Dokument, ein Papier. Die synodale Reise ist nicht nur eine Statistik. Die Frage ist, wie wir Jesus konkreter nachfolgen können und wie wir unseren christlichen Auftrag in der heutigen Welt besser erfüllen können. Die synodale Reise ist damit noch nicht zu Ende. Der gut gelebte synodale Weg ist und bleibt der Lebensweg der Kirche. Lasst uns gemeinsam voranschreiten.“
Es folgten die Berichte der Vertreter der verschiedenen pastoralen Gebiete, wobei die Redner sowohl die Freude an der Teilnahme an solchen Diskussionen als auch die positiven Ergebnisse, die sie in ihren Gemeinden erzielt haben, hervorhoben.
Die Abschlussmesse wurde um 18.30 Uhr von Seiner Exzellenz Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, gefeiert. Die Konzelebranten waren Priester aus mehreren Pfarreien der Diözese Temeswar. Für die musikalische Untermalung sorgte der Jugendchor Harmonia Christi.
In seiner Predigt betonte der Diözesanbischof: – „Die Kirche muss die Gemeinschaft der Gemeinschaften nach dem Vorbild der Allerheiligsten Dreifaltigkeit sein. Wir wollen in der von Jesus gewollten Gemeinschaft leben, und dabei helfen uns die Sakramente sehr: vor allem die Heilige Beuchte und die Eucharistie.“
Im Anschluss an die Heilige Messe waren alle Anwesenden zu einer brüderlichen Agape im Innenhof der Pfarrkirche zu Temeswar III. Elisabethstadt eingeladen.

Pressestelle der Diözese Temeswar