Das Fest Mariä Lichtmess und der Welttag des Gott-geweihten Lebens erfüllte auch die römisch-katholische Gemeinde in Orawitza, wo es mit einer besonderen Feierlichkeit begangen wurde.
Während der eucharistischen Feier fanden einige Momente und Handlungen von besonderer Bedeutung statt. Zu erwähnen wäre die Eingangsprozession, bei der die Schwestern „Töchter der christlichen Liebe unter dem Schutz des heiligen Vinzenz von Paul“ („die Grauen Schwestern“) dieser Gemeinde mit eigenen Kerzen vor den Herrn getreten sind, um den Lieben Gott darum zu bitten, dass ihnen nie die Salbe der Liebe ausgehen möge; die Worte des Priesters Daniel Dumitru, des Pfarrers der Gemeinde, die auf die Bedeutung dieses Festes hingewiesen haben: ein besseres Verständnis des geweihten Lebens in der gesamten Kirche der Welt, wie auch eine Ermutigung der Personen, die ihr Leben Gott weihen, ihre Verantwortungen und ihre Mission in der Kirche und in der Welt fortzusetzen.
Es folgte die Predigt des Pfarrers Daniel, die es der ganzen Gemeinde ermöglichte, etwas von der Besonderheit und dem Wesen des geweihten Lebens, wie auch das Schöne des christlichen Lebens wahrzunehmen: wir alle sind beeindruckt, wenn wir Priester oder Gottgeweihte treffen, die freudig in Reinheit, Armut und Gehorsam leben… und sind ganz betroffen, wenn wir keine solchen Bekenntnisse vorfinden. Alle sind durch die Kraft der Taufe und durch die eigene Berufung dazu bestellt, so zu leben, dass sie von der Herrlichkeit Gottes und dem von Ihm erhaltenen Licht Zeugnis ablegen.
Bei dem Gabenbereitung/ Offertorium wurden dem Herrn alle Wünsche und edelsten Hoffnungen der Gottgeweihten in Form von Symbolen vorgebracht: eine Kerze – das geweihte Leben als Leuchtturm für den auf dem Meere Irrenden, die Flamme für den in der Dunkelheit Wandernden, als Wachposten für den Ausweglosen; Hostien – der Mensch ist von einem anderen Hunger erfasst: Hunger nach Leben, Liebe und Ewigkeit. Das geweihte Leben –  ein lebendiger Beweis, dass Gott uns diese Nahrung schenkt, mehr noch, Er selbst ist das Brot des Lebens; die Lebensregel –  eine prophetische Form das Evangelium vorzuleben; eine Schürze – das Werk der Gottgeweihten bildet einen Grundstein für eine Gegenwart und eine Zukunft voller Liebe, die weniger egoistisch und viel menschlicher und christlicher ist; Weihrauch – dort, wo Gottgeweihte sind, herrschen ständiges Beten und Freude.
Den schlussfolgernden Teil stellte die Vorführung einer Montage am Ende der Heiligen Messe dar, wodurch die Geschichte und Bedeutung des Tages des geweihten Lebens bekannt gemacht wurde, wie auch eine kurze Geschichte der Kongregation der Schwestern der Hl. Johanna Antida, eine Ordensgemeinschaft, die seit 2017 in Orawitza besteht.
Alles zu Ehren des Herrn und zur Freude und Festigung des Glaubens derer, die Ihn lieben und Ihm dienen!!
Schwester Tereza Hortolomei
(Übersetzung aus dem Rumänischen von Maria Lazar)